Startseite » News » „KI könnte meinen Chef ersetzen.“

„KI könnte meinen Chef ersetzen.“

„Unternehmen und Politik müssen die Gesellschaft auf die neue KI-gestützte Arbeitswelt vorbereiten, Menschen gezielt qualifizieren und transparent machen, welche Aufgaben sich verändern", sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. Denn immer mehr Mitarbeitende halten ihren Chef ersetzbar – durch eine KI.

1 Min. Lesezeit
KI ersetzt Chef
Foto: ©AdobeStock/Popelniushka

Was der Chef kann, kann eine KI schon lange? Das zumindest meinen 3 von 10 Beschäftigten in Deutschland. 29 Prozent halten ihre Vorgesetzten durch eine KI für ersetzbar. Dabei sagt fast ein Viertel auch, dass die eigene Tätigkeit durch eine KI weitgehend ersetzbar sei. Im vergangenen Oktober sahen die Einschätzungen noch etwas anders aus.

Und 22 Prozent meinen, dass in ihrem Unternehmen heute bereits Stellen nicht mehr nachbesetzt oder sogar abgebaut werden, weil eine KI entsprechende Aufgaben übernimmt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Befragung von 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, darunter 550 Erwerbstätige.

KI kann Antwort auf die Fachkräftelücke sein

„Aufgrund der demographischen Entwicklung wird es in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI wird eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein„, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Unternehmen und Politik müssen die Gesellschaft auf die neue KI-gestützte Arbeitswelt vorbereiten, Menschen gezielt qualifizieren und transparent machen, welche Aufgaben sich verändern.“

Grafik zu: Viele Unternehmen stellen bereits KI-Anwendungen bereit
Quelle: bitkom

So viele Unternehmen stellen bereits KI-Anwendungen bereit

Weniger als die Hälfte erhält Zugriff auf KI-Anwendungen im Unternehmen

KI hat bereits Einzug in den Arbeitsalltag vieler Menschen gehalten. 38 Prozent der Erwerbstätigen erhalten durch ihren Arbeitgeber Zugriff auf KI-Anwendungen, und 27 Prozent nutzen diese auch aktiv. Weitere 11 Prozent haben zwar Zugang zu KI, machen davon aber bislang keinen Gebrauch. Auf der anderen Seite gibt es für 31 Prozent der Beschäftigten kein Angebot an KI-Werkzeugen. Weitere 26 Prozent der Erwerbstätigen gehen davon aus, dass ihr Arbeitgeber keine KI bereitstellt, sind sich bei dieser Einschätzung allerdings unsicher. 4 Prozent wollen oder können keine Angaben machen.

Quelle: bitkom

Andere interessante News

Risikoschilder aufgestellt, Weg geht drumherum

KI und das Silicon Valley

Im Februar vor zehn Jahren besuchte ich zum ersten Mal das Silicon Valley. Diese Region gilt als Brutstätte des Internets und der Digitalisierung im positiven Sinn. In meinem Beric...

Frau hält Mikrofon in der Hand, dem Gesprächspartner entgegen, und notiert etwas auf einem Block

„Personalarbeit in Krisenzeiten bedeutet für uns, Haltung zu zeigen“

Wir haben mit Julia Schoel, Personalleiterin der Kliniken Südostbayern AG, im Kurz-Interview gesprochen: zu geplanten Veränderungen, ihren Tools-Tipps und Personalarbeit in Krisenz...

Männer und Frauen an der Startlinie im Rennen um die KI-Führung

Gleichberechtigung braucht aktive KI-Implementierung

„Gerade da, wo es um zukünftige Karrierechancen geht, ist der Gender AI Gap am größten: Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, berichtet IAB-Forscherin Carola Burkert. „Denn ähn...