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Härterer Kampf um Spitzenjobs

Der Anteil von Führungspositionen am gesamten Stellenangebot lag 2024 nur bei mageren 0,4 Prozent. Eine Studie hat untersucht, in welchen Branchen und welchen Bundesländern es die meisten Ausschreibungen gab.

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Vier Geschäftsleute stehen da und interagieren mit großen, schwebenden Zahnrädern. Sie tragen Geschäftskleidung und scheinen zusammenzuarbeiten. Zwei halten Laptops, einer Dokumente. Die Zahnräder symbolisieren Teamarbeit und Problemlösung.
Foto: ©AdobeStock/nadzeya26

Der Anteil von Führungspositionen am gesamten Stellenangebot lag 2024 nur bei mageren 0,4 Prozent. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben im vergangenen Jahr bundesweit nur noch 45.000 Positionen für Geschäftsführer und Vorstände ausgeschrieben – fast ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Top-Führungsjobs sind damit rar.

Im Vergleich zu 2023 sank die Zahl der ausgeschriebenen Positionen für die oberste Führungsebene um über 19 Prozent. Die mit Abstand meisten C-Level-Stellen wurden im Gastgewerbe mit fast 5.000 Stellen ausgeschrieben. Der Anteil der Spitzenpositionen bewegte sich in allen Bundesländern zwischen 0,3 und 0,5 Prozent an der gesamten Anzeigenschaltung. Das zeigt die jüngste Analyse der Berliner Personalmarktforschung Index Research. Quellenbasis war Index Anzeigendaten, die größte Stellenanzeigen-Datenbank Europas.

Die Personalmarktforscher von Index Research haben ausschließlich die öffentlich ausgeschriebenen Spitzenpositionen analysiert. Viele Top-Jobs werden jedoch intern vergeben oder über persönliche Netzwerke und Headhunter besetzt.

Nachfrage nach Top-Führungskräften schwankt

Der Rückgang folgt einem mehrjährigen Wachstumstrend bei den Top-Führungspositionen. Im Jahr 2023 wurden noch über 56.000 solcher Stellen öffentlich ausgeschrieben. Das waren 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch 2022 stieg die Nachfrage um nahezu 17 Prozent auf fast 51.000 Jobangebote. 2021 wuchs der Markt besonders stark. Mit nahezu 44.000 Positionen verzeichnete er ein Plus von mehr als 28 Prozent.

„Die wirtschaftliche Unsicherheit hat dazu geführt, dass Unternehmen vorsichtiger geworden sind und Spitzenpositionen deutlich seltener neu besetzen“, erklärt Index-CEO Jürgen Grenz.

Top-Branchen für Vorstände und Geschäftsführer

Die meisten Vorstands- und Geschäftsführerpositionen wurden 2024 im Gastgewerbe angeboten – hier waren es fast 5.000 Top-Jobs. Knapp dahinter lag die Industrie mit nahezu 4.000 Positionen, gefolgt vom öffentlichen Dienst mit rund 3.500 Spitzenposten. Im Handel gab es 3.000 C-Level-Stellen.

Die größten Chancen auf Spitzenjobs

Prozentual lag der Anteil der Spitzenjobs am gesamten Anzeigenvolumen in allen Bundesländern zwischen 0,3 und 0,5 Prozent. Zahlenmäßig führte Bayern 2024 das Bundesländer-Ranking für Geschäftsführer- und Vorstandsjobs mit über 7.400 Positionen an. Das Saarland bildete mit lediglich 403 Chefposten das Schlusslicht.

 

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