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Vorsicht vor gefälschten Meisterbriefen

Eindringlich gewarnt wird vor Internetportalen wie zum Beispiel berufsdiplom.com oder betrügerischen Webseiten chinesischer Unternehmen, die das kostenpflichtige Erstellen von Zeugnissen anbieten und dafür ohne Genehmigung Logos zum Beispiel auch von Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern verwenden.

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Mann schaut mit Lupe auf Laptop
Foto: ©AdobeStock/Andrey Popov

Vor Urkundenfälschungen wird durch die Handwerkskammer (HWK) Dortmund gewarnt. „Die Bandbreite reicht von eigenmächtig verbesserten Arbeitszeugnissen über nachgemachte Lehrgangszertifikate bis hin zu gefälschten Gesellen- und Meisterbriefen“, sagt Vivien Gravenstein vom Justiziariats-Team der HWK.

„Im Verdachtsfall sollte direkt der jeweilige Aussteller des Zeugnisses kontaktiert werden”, empfiehlt die Assessorin. Auch bei der HWK Dortmund seien gerade in den vergangenen Monaten auffällig viele gefälschte Meisterbriefe bei der versuchten Betriebseintragung in die Handwerksrolle eingereicht worden.

Mangelhafte Handwerksleistungen können lebensgefährliche Auswirkungen haben

In allen Fällen habe die Handwerkskammer Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstattet. Denn: Wer eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, macht sich strafbar und es drohen ernste rechtliche Konsequenzen wie eine Geld- oder sogar Gefängnisstrafe. Außerdem können gefälschte Angaben oder Dokumente dazu führen, dass sie von Vertragspartnern angefochten und Verträge damit unwirksam werden. Über die rechtlichen Konsequenzen hinaus birgt eine fehlende Meisterqualifikation auch erhebliche Risiken. Nicht nur das Vertrauen von Kunden oder des Arbeitgebers steht auf dem Spiel. Mangelhafte Handwerksleistungen können sogar Leben gefährden.

Vor betrügerischen Webseiten wird gewarnt

Eindringlich warnt Gravenstein vor Internetportalen wie zum Beispiel berufsdiplom.com oder betrügerischen Webseiten chinesischer Unternehmen, die das kostenpflichtige Erstellen von Zeugnissen anbieten und dafür ohne Genehmigung Logos zum Beispiel auch von Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern verwenden. „Angesichts von Preisen unter zehn Euro für ein Meisterprüfungszeugnis mit täuschend echt aussehendem Siegel und Unterschriften befürchten wir, dass die Zahl gefälschter Zeugnisse in Zukunft noch weiter zunimmt“, so Gravenstein.

Möglichkeiten der Überprüfung

Die Echtheit von Dokumenten kann meist ohne größeren Aufwand überprüft werden, indem der jeweilige Aussteller wie z. B. die Handwerkskammer direkt kontaktiert wird. Darüber hinaus bietet die App „Zeugnischeck“ die Möglichkeit, ein vorgelegtes Meisterprüfungszeugnis oder einen Meisterbrief schnell und einfach auf Echtheit zu überprüfen. Stellt sich heraus, dass es sich um eine Fälschung handelt, sollte die Angelegenheit der Staatsanwaltschaft übergeben werden.

Quelle: Handwerkskammer Dortmund

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