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Dank Micro-Credentials fitter für die Arbeitswelt

Während in Nordamerika bereits sechs von zehn Universitäten (59 Prozent) auf Micro-Credentials setzen, haben sie in Europa noch weniger als die Hälfte (46 Prozent) adaptiert – wovon wiederum lediglich die Hälfte (46 Prozent) hierfür Credit Points nach dem Europäischen Referenzsystem (ECTS) vergibt.

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Foto: ©AdobeStock/HillTract

Micro-Credentials könnten die Fähigkeitskluft zwischen Bildungssektor und Arbeitsmarktanforderungen schließen. Gemeint sind damit Zertifikate für bestimmte, eingegrenzte Lernziele, die in kürzerer Zeit als vollumfängliche Abschlüsse absolviert werden können. So bescheinigen neun von zehn Universitätsentscheidern in Europa Absolventen mit Micro-Credentials eine höhere Arbeitsmarktreife als jenen ohne. Zu diesem Ergebnis kommt der „Micro-Credentials Impact Report 2024“.

Ähnlich viele Universitätsentscheider (86 Prozent) meinen, dass solche Absolventen besser in der Lage sind, die Erwartungen von Arbeitgebenden zu erfüllen. Das ist insbesondere deswegen wichtig, da, laut 70 Prozent der Weiterbildungsbeauftragten deutscher Unternehmen, das deutsche Bildungssystem junge Menschen nicht ausreichend auf die heutige Arbeitswelt vorbereitet.

Während in Nordamerika bereits sechs von zehn Universitäten (59 Prozent) auf Micro-Credentials setzen, haben sie in Europa noch weniger als die Hälfte (46 Prozent) adaptiert – wovon wiederum lediglich die Hälfte (46 Prozent) hierfür Credit Points nach dem Europäischen Referenzsystem (ECTS) vergibt. Betrachtet man die Einschreibungszahlen im Bereich Professional Certificates, zeichnet sich jedoch ein Wachstumstrend ab; in Europa sind die Einschreibungen im Vorjahresvergleich um 34 Prozent gestiegen – dies ist der drittgrößte Zuwachs nach Nordamerika (61 Prozent) und dem Mittleren Osten sowie Nordafrika (41 Prozent).

Zudem halten fast zwei Drittel (65 Prozent) jener Universitäten in Europa, die noch keine Micro-Credentials eingeführt haben, dies für die nächsten fünf Jahre für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich. Ungefähr 83 Prozent der bereits Micro-Credentials nutzenden Unis in Europa haben ihr Angebot nach der Ersteinführung bereits erweitert oder mehr Studierenden angeboten, was für eine hohe Wertschätzung dieser Form des Leistungsnachweises durch Hochschulleitungen spricht.

Micro-Credentials erhöhen Arbeitsmarktchancen

Die Karrierechancen von Studierenden steigen laut nahezu allen Befragten in Europa (97 Prozent) auch langfristig aufgrund von Micro-Credentials, darüber hinaus erhöhten diese die Innovationskraft (81 Prozent) und Wettbewerbsfähigkeit (79 Prozent) der eigenen Institution.

„Laut Studierenden, Arbeitgebenden und Hochschuleinrichtungen helfen Micro-Credentials dabei sicherzustellen, dass die Universitätsausbildung den Bedürfnissen von Arbeitgebenden entspricht und hochwertige Beschäftigungsergebnisse erzielt“, sagt Nikolaz Foucaud, Managing Director EMEA bei Coursera. „Ihre Eignung, Lernende bei einer Bearbeitungsdauer von wenigen Wochen oder Monaten schnell und umfassend mit berufsrelevanten Fähigkeiten auszustatten, macht sie zur perfekten Ergänzung des traditionellen Abschlusses. Wenn die Umsetzung der Absicht entsprechen soll, gibt es jedoch noch einiges zu tun: Die Anbieter von Micro-Credentials können mögliche Qualitätsbedenken mit unabhängigen Anrechnungsempfehlungen zerstreuen; Universitätsverantwortliche zusammen mit Lehrkräften Micro-Credentials so in die Lehrpläne integrieren, dass sie das bestehende Angebot verbessern.“

Der vollständige, globale „Micro-Credentials Impact Report 2024“ von Coursera ist verfügbar unter https://www.coursera.org/enterprise/resources/ebooks/micro-credentials-report-2024

Quelle: Coursera

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