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Veränderungsbereite Beschäftigte werden strukturell ausgebremst : Öffentlicher Dienst

Das Fach- und Führungskräfte-Barometer 2026 der dbb akademie zeigt, dass im öffentlichen Dienst veränderungsbereite Fach- und Führungskräfte vorhanden sind, die jedoch durch strukturell ausgebremst werden. Woran liegt das und was bewegt den öffentlichen Dienst?

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Mann im Anzug arbeitet im öffentlichen Dienst am Laptop
Foto: ©AdobeStock/ZoFot

Im öffentlichen Dienst ist viel Potenzial vorhanden, wie das Fach- und Führungskräfte-Barometer (FUFBA) 2026 der dbb akademie zeigt. Um das vorhandene Potenzial zu nutzen, müssen die Rahmenbedingungen so weiterentwickelt werden, dass Gestaltungswille auch Wirkung entfalten kann. Wertschätzung, Entlastung, Handlungsspielräume sowie gezielte Weiterbildung sind dabei entscheidend.

Der öffentliche Dienst sieht sich großen Herausforderungen gegenüber – gleichzeitig gibt es veränderungsbereite Fach- und Führungskräfte, die bereit sind, Verantwortung zu tragen und Wandel aktiv mitzugestalten. Das belegt die neue Vertiefung zum Fach- und Führungskräfte-Barometer 2025 der dbb akademie e. V., die 2026 gezielt Ursachen von Unzufriedenheit, Faktoren der Arbeitgeberbindung sowie wirksame Hebel für Motivation und Veränderung untersucht hat. Die Auswertung erfolgte mithilfe des Net Promoter Score (NPS), der Zustimmung, Ablehnung und Veränderungspotenziale sichtbar macht. Klar erkennbar: Die Motivation ist da. Entscheidend ist jetzt, die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass dieses Potenzial im Arbeitsalltag besser zur Entfaltung kommt.

Insgesamt nahmen 1.012 Personen an der Vertiefungsbefragung teil, darunter 471 Führungskräfte und 541 Fachkräfte. Die Befragung knüpft an die Ergebnisse des Fach- und Führungskräfte-Barometers 2025 an und richtet den Blick gezielt auf die Ursachen von Unzufriedenheit, die Treiber von Motivation sowie die Faktoren, die Fach- und Führungskräfte langfristig an ihren Arbeitgeber binden.

Arbeitsbelastung und Bürokratie bleiben zentrale Herausforderungen

Die Ergebnisse zeigen: Unzufriedenheit entsteht vor allem dort, wo hohe Arbeitsbelastung, bürokratische Prozesse, fehlende Ressourcen und mangelnde Wertschätzung zusammenwirken. Bei den Fachkräften nennt mehr als jede zweite befragte Person hohe Arbeitsbelastung und Arbeitsdichte als zentralen Belastungsfaktor. Es folgen bürokratischer Aufwand und lange Abstimmungsprozesse mit 45,1 Prozent, mangelnde Anerkennung und Wertschätzung mit 42,3 Prozent sowie zu wenig Personal oder finanzielle Mittel mit 38,1 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Führungskräften: Auch sie erleben hohe Arbeitsbelastung, bürokratischen Aufwand und fehlende Ressourcen als zentrale Herausforderungen. Hinzu kommt der Wunsch nach mehr Rückhalt und klareren Handlungsspielräumen. Viele Führungskräfte tragen Verantwortung und möchten gestalten – benötigen dafür aber verlässliche Rahmenbedingungen, klare Zuständigkeiten und ausreichend Vertrauen in ihre Entscheidungen.

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