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Mitarbeiter fordern mehr HR-Einfluss auf die Führungskultur

Nimmt HR eine aktive Rolle ein, verbessert sich die Führungsarbeit spürbar, wie der aktuelle Leadership-Monitor zeigt. Dabei zeigt sich, dass die Hälfte der Beschäftigten den Wunsch hat, dass HR die Führungskultur im eigenen Unternehmen stärker vorantreibt.

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Frau steht vor Kollegen an einem langen Tisch und spricht über Personalführung
Foto: ©AdobeStock/Jacob Lund

Personalabteilungen haben aus Sicht vieler Beschäftigter positiven Einfluss auf die Qualität der Führungsarbeit in ihrem Unternehmen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Leadership-Monitors von HR WORKS, der die Führungsstruktur in deutschen Unternehmen analysiert. Für die repräsentative Studie wurden 2.083 Beschäftigte befragt. Genau die Hälfte der Beschäftigten wünscht sich, dass sich die HR-Abteilung in ihrem Unternehmen mehr in die Führungsarbeit einbringt. Dieser Wunsch basiert auf guten Erfahrungen damit. Denn wenn sich die Personalabteilungen hier engagieren, zeigt das Wirkung: 38 % der Beschäftigten sind dann sehr zufrieden mit ihren Führungskräften, weitere 46 % immerhin tendenziell zufrieden. Bei rund jedem vierten Unternehmen (24 %) erleben Beschäftigte eine aktive Rolle von HR in der Führungsarbeit und begrüßen das auch. Weitere 27 % würden sich mehr Engagement wünschen, müssen aber mangels HR-Initiative darauf verzichten.

Mitarbeitende verbinden gute Führungsarbeit auch mit gutem HR-Einfluss

In der Frage, wie sich gute Führungsarbeit entwickeln lässt, schwanken viele Beschäftigte zwischen den Ansichten, dass gute Führung tatsächlich trainiert werden kann oder ob sie schlicht auf Talent beruht. Immerhin 40% sind der Meinung, dass beide Aspekte gleich zu gewichten seien. Interessant in diesem Kontext: In Unternehmen, in denen sich HR in die Führungskultur einbringt, schätzen 40 % der Beschäftigten Führungsarbeit als erlernbare Fähigkeit ein. “Personalabteilungen benötigen mehr Handlungsspielraum und ein stärkeres Mitspracherecht, wenn es um die Optimierung von Führungsarbeit geht. So kann HR von der rein organisatorischen Verwalterin, die sie in vielen Unternehmen noch ist, zur aktiven Gestalterin einer zukunftsfähigen und gut geführten Organisation werden”, sagt Ivana Baumann, Director HR & Recruiting bei HR WORKS.

Führungsverantwortung ist für ein Viertel ein festes Berufsziel

Selbst in eine Führungsposition zu kommen, ist derweil ein vorstellbares Karriereziel für viele Mitarbeitende. Für fast drei Viertel der Befragten (72 %) ist das grundsätzlich eine Option. Etwas mehr als ein Viertel (28 %) strebt in jedem Fall Führungsverantwortung an, 44 % allerdings nur dann, wenn die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind. Unter denjenigen, die es als absolutes Karriereziel anstreben, sind deutlich mehr Männer als Frauen: 36 % der Männer verfolgen das Ziel, in eine Führungsposition zu kommen, während das nur jede fünfte Frau fest anstrebt. Überraschend hoch ist der Anteil junger Menschen, die eine Führungsrolle in jedem Fall anstreben. Dieser beträgt vergleichsweise hohe 40 %.

Über die Studie

Für die Umfrage zur Führungsarbeit in deutschen Unternehmen befragte das Marktforschungsunternehmen bilendi im Auftrag von HR WORKS 2.083 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren. Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden betrug zum Zeitpunkt der Befragung im August 2025 45 Jahre. 76 % von ihnen waren in Vollzeit berufstätig, 24 % in Teilzeit. Die Studie deckt Unternehmensgrößen von KMU bis Konzernen ab.

Quelle: HR WORKS

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