Visionen stärken die Resilienz und sichern die Zukunft
Der Gedanke an diese Zukunft gibt Kraft. Dieses Bild zeigt, wie wichtig Pläne, Perspektiven, Ideen,Visionen und Optionen sein können. Das gilt nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Unternehmen und die Politik. Alle möchten wissen, wie es weitergeht.

Bei den meisten Menschen in Deutschland dürfte der Urlaub inzwischen der Vergangenheit angehören. Sie haben Kraft geschöpft, sich erholt und sind mit frischem Elan zurückgekehrt. Der Urlaub hat gut getan. Also beginnen viele schon mit den Planungen für 2027. Wo soll es das nächste Mal hingehen?
Die Freude auf die nächste große Auszeit treibt die Phantasie. Sie trägt durch das Jahr. Sie gleicht einem Traum oder einer Vision. Dafür braucht es keinen Psychiater. Der Gedanke an diese Zukunft gibt Kraft. Dieses Bild zeigt, wie wichtig Pläne, Perspektiven, Ideen,Visionen und Optionen sein können. Das gilt nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Unternehmen und die Politik. Alle möchten wissen, wie geht es weiter.
Die Angst vor den Veränderungen darf uns nicht lähmen. Wir verlassen das Industriezeitalter, das die Generation der Boomer geprägt hat. Damals hätte sich niemand in der HR-Abteilung vorstellen können, dass die Beschäftigten eines Tages den Urlaubsort zum Arbeitsort verwandeln.
Die wenigen Menschen, die das damals schon verwirklichen konnten, waren die Expats. Als Spezialisten wurden sie einst für viel Geld ins Ausland gesandt. Unternehmen haben damals keine Kosten und Mühen gescheut, um ihre Mitarbeitenden in den unterschiedlichsten Regionen der Welt zu platzieren. Die Kosten für eine gescheiterte Entsendung waren hoch. Oftmals wurde deshalb die ganze Familie entsandt, um dem Entsandten mehr Stabilität zu bieten.
Heute erleben wir die umgekehrte Entwicklung. Deutschland sucht und lädt Fachkräfte in unser Land ein. Auch wenn wir die Fachkräfte, die aus aller Welt zu uns kommen nicht mit den Expats von damals vergleichen können, machen sie doch die gleichen Erfahrungen, wie Letztere damals. Der Arbeitstag gibt zwar Halt. Aber in der Zeit danach stürzen viele regelrecht ab. Die wenigsten haben eine Familie, die ihnen außerhalb des Unternehmens Halt bietet. Die meisten Onboarding-Prozesse beziehen sich nur auf den Arbeitsplatz. Wenn Menschen auf diese Weise Scheitern kostet das nicht nur viel Geld. Es zerstört meist auch Visionen oder Träume.
Schöpferische Zerstörung
Der österreichische Ökonom Joseph Alois Schumpeter hat 1911 diesen Begriff geprägt. Mit seiner Theorie, dass jede ökonomische Entwicklung im Kern auf einer Zerstörung von etwas Bestehendem aufbaut, war er seiner Zeit voraus. Dabei geht es um die Zerstörung von alten Märkten durch neue Technologien, Produkte, Dienstleistungen, Methoden und Geschäftsmodellen. Für ihn war das die Basis für Innovationen, Wachstum und neuen Wohlstand. Heute wissen wir, dass nur derjenige Erfolg hat, der bereit ist, alte Strukturen aufzubrechen.
Dafür braucht es Visionen. Die Gründer im Silicon Valley waren ausschließlich Visionäre. Mit ihren Ideen haben sie die Welt verändert. Ein Blick auf das Start-up Dashboard Deutschland zeigt, dass es hier in Deutschland im ersten Quartal fast 25.000 Start-ups gab. Statt offensiv auf die Zukunftsindustrie zu setzen, kämpfen viele im Land noch immer um die alte Industrie. KI hat Einzug gehalten. Es verändert Handwerksbetriebe und große Konzerne. Ein Ende der Entwicklung ist nicht absehbar. Es entstehen neue Arbeitsplätze, Optionen und Visionen. Mitarbeiter können und sollen diese mitgestalten. Die junge Generation bringt die Fähigkeiten dafür mit. Sie gestaltet bereits die Zukunft. Ihnen mangelt es nicht an Visionären. Ob KI diese neue Recruitinglandschaft abbilden kann, darf bezweifelt werden. Schließlich stammt das Inhaltliche KI-Setting von gestern.

Franz Langecker
Chefredakteur HR Performance



