Viel HR-Wertschöpfungspotenzial liegt brach : Potenziale zeigt die Zukunft Personal Europe
Vor 20 Jahren gehörten Learning und Corporate Health noch zu den periphären HR-Themen. Heute stellen sie ein weiteres Viertel der Aussteller in Köln. Hier liegt noch viel Wertschöpfungspotenzial brach, das der älteren Messebesucherschaft leicht zu entgehen droht. Alle reden zwar von Diversität und KI, aber sie liegen nicht immer auf der Hand. Es lohnt sich deshalb beim Messerundgang genauer auf das Portfolio der Aussteller und Vortragsforen zu blicken.

Wenn Sie in die Ausstellerwelt der Messe Zukunft Personal Europe am 15. -17. September 2026 in Köln eintauchen, erleben Sie einen ganzen HR-Kosmos. Er spiegelt die Komplexität der aktuellen HR-Landschaft wider. Auf den ersten Personalmessen vor fast 30 Jahren dominierten noch einzelne Softwarelösungen und Services. Der Markt war überschaubar. Im Mittelpunkt standen konkrete Produkte und weniger die Mitarbeiter. Das hat sich komplett gewandelt.
Heute dreht sich die ganze Messe um das Thema Wertschöpfungspotenzial Mensch. Über 600 Aussteller zeigen, wie und wo sich neue Möglichkeiten im Personalbereich eröffnen. HR hat sich in den zurückliegenden Jahren softwareseitig mit einer funktionierenden digitalen Infrastruktur gut aufgestellt. Der HR-Dienstleistungsmarkt wächst unaufhaltsam. Vor lauter Produkten und Services haben wir vergessen, dass inzwischen ein „HR-Wald“ mit eigenem Ökosystem entstanden ist.
Das HR-Ökosystem managen
Der Blick auf die Ausstellerwelt zeigt, dass nicht mehr die „Bäume“ die Messe dominieren. Es sind die vielen kleinen Rädchen und Schräubchen, die das Ökosystem HR balancieren und leistungsfähig halten. Mit der Digitalisierung aller HR-Bereiche entsteht eine neue Komplexität, die die ursprünglichen Einsparungen aufzufressen droht. Ähnlich wie bei einem Eisberg beginnen wir, den nicht sichtbaren Teil zu unterschätzen. Bei der Fokussierung auf die Produkte und Services verlieren wir die Dynamik des Ganzen aus dem Auge. Die Messe hilft, den nötigen Blickwandel zu vollziehen. Es dominieren nicht mehr die großen Aussteller, sondern das Thema „Organisational Performance Services“.
Die eigentliche Wertschöpfung in der Zukunft liegt im optimalen Management des Ökosystems HR. Fast ein Viertel der Aussteller beschäftigen sich mit den Themen Finden, der Rekrutierung und dem Binden von Mitarbeitenden und Talenten. Dabei verschwimmen auch die Grenzen zwischen intern und extern. Die meisten Aussteller präsentieren ihr Know-how nicht nur am Stand. Sie geben ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auf den vielfältigen Vortragsevents weiter.
Der Mensch steht im Mittelpunkt
Vor 20 Jahren gehörten Learning und Corporate Health noch zu den periphären HR-Themen. Heute stellen sie ein weiteres Viertel der Aussteller in Köln. Hier liegt noch viel Wertschöpfungspotenzial brach, das der älteren Messebesucherschaft leicht zu entgehen droht. Alle reden zwar von Diversität und KI, aber sie liegen nicht immer auf der Hand. Es lohnt sich deshalb beim Messerundgang genauer auf das Portfolio der Aussteller und Vortragsforen zu blicken. Nie zuvor war die Palette der Themen und Anbieter auf der Messe so breit. Es überwiegen die sogenannten „weichen Themen“: Gesundheit und Ernährung, das Wohlbefinden, der Employee Life Cycle, die individuellen Bedürfnisse, die persönliche Entwicklung, die Mitarbeiterkommunikation, Analytics, Training, Coaching, Leadership, Skills und das Vitalizing von Workspaces.
Ich glaube nicht, dass eine Personalabteilung von sich aus sagen kann: „Das alles betrifft uns nicht“. Auf der Messe findet sich das ganze Ökosystem Mensch in seinem beruflichen Kontext. Hier entdecken Sie als Besucher nicht nur Antworten auf Fragen, die sie sich bisher noch gar nicht gestellt haben. Hier finden Sie möglicherweise auch die kleinen Schräubchen und Rädchen, an denen sie drehen können, um ihr HR-Wertschöpfungspotenzial zu optimieren. Auch wenn KI und die Services das Portfolio der Aussteller dominieren und verkomplizieren, gibt es auch weiterhin die klassischen Aussteller, die sich mit Zeit, Zutritt, Sicherheit, Workforce Management, Payroll, HR-Software und Mitarbeiterbefragung beschäftigen.
Die Messe bietet vielfältige Möglichkeiten, sich zu treffen und auszutauschen. Sie können dort Vieles lernen und neuen Menschen begegnen. Und wenn Sie unaufdringlich und akquisefrei nach einem Kaffee oder Wasser suchen, gehen Sie einfach in die Halle 4.1: Am Stand A. 77 wird ihr Wunsch erfüllt. Dort treffen Sie vielleicht Thomas Buck, den Organisator des „HR-Roundtable“. Er lädt Sie auch auf diesem Weg zu seiner Standparty am Mittwoch, den 16. September, um 17:30 Uhr ein. Meine Kollegin Petra Priggemeyer und ich werden die 3 Tage auf der Messe vor Ort sein. Wir freuen uns über den Kontakt mit Ihnen.
Das DATAKONTEXT-Team wünscht Ihnen allen eine erfolgreiche Messe und eine gute Zeit in Köln.

Franz Langecker
Chefredakteur HR Performance



