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Emotionale Führung reduziert psychische Belastungen

Die psychischen Belastungen von Mitarbeitenden und Führungskräften rücken zunehmend in den Betrachtungsfokus. Dauerhafte Unsicherheit, hohe Veränderungsgeschwindigkeiten und die kontinuierliche Anpassung an neue technologische Anforderungen führen zu einer spürbaren Zunahme psychischer Belastungen, emotionaler Erschöpfung und Stress. Wie können Unternehmen darauf reagieren?

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Mann sitzt erschöpft vor seinem Laptop und schläft fast, auf seiner Brust ist ein leerer Akku abgebildet
Foto: ©AdobeStock/yanothing

Die anhaltende Veränderungsdynamik erhöht den psychischen Druck auf Beschäftigte und Führungskräfte spürbar. Umso wichtiger wird die Frage, wie Belastungen verringert und Stabilität geschaffen werden können. Welche Bedingungen dafür nötig sind, erläutern unsere Autoren, Prof. Dr. Wolfgang Bohlen von der AKAD Hochschule Stuttgart und Prof. Dr. Peter Mühlemeyer, Professor i.R. und externer Studienleiter an der AKAD Hochschule Stuttgart, in diesem Beitrag.

Vielfältige komplexe und dynamische Veränderungen, wie Digitalisierung, Internationalisierung oder künstliche Intelligenz stellen für Unternehmen, Mitarbeitende und Führungskräfte vielfältige Herausforderungen dar. Hinzukommen weitere Veränderungen: demografischer Wandel, Komplexität der Aufgaben und Arbeitsverdichtung sowie veränderte Ansprüche an die Arbeitsbedingungen, inklusive persönlicher Entwicklungsmöglichkeiten. Diese stellen nur einen Ausschnitt der zunehmend multidimensionalen Herausforderungen dar.

Auch in der Vergangenheit gab es Herausforderungen für Unternehmen. Führungskräfte und Mitarbeitende haben hierauf stets reagiert und Lösungen entwickelt. Die aktuellen dauerhaften Veränderungen sind jedoch von ihren Dimensionen her mit früheren Umbrüchen nicht vergleichbar. Die Komplexität der Veränderungen ist substanziell umfassender und von Dauer und belastet Unternehmen.

Neben diesen strukturellen und organisatorischen Veränderungen rücken zunehmend die psychischen Belastungen von Mitarbeitenden und Führungskräften in den Fokus. Dauerhafte Unsicherheit, hohe Veränderungsgeschwindigkeiten und die kontinuierliche Anpassung an neue technologische Anforderungen führen zu einer spürbaren Zunahme psychischer Belastungen, emotionaler Erschöpfung und Stress. Damit verändern sich auch die Anforderungen an Führung.

Psychische Belastungen und emotionale Erschöpfung

Was sind die Folgen in Unternehmen? Psychische Belastungen, Fehlzeiten und erheblich steigende Krankheitstage aufgrund von Stress-bedingter Dauerbelastung haben in den letzten Jahren signifikant zugenommen. In Bezug auf die Mitarbeiterführung ist zu beobachten, dass sich Mitarbeitende zunehmend reduziert in ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit fühlen. Bei dauerhaft zunehmenden Anforderungen durch Komplexität, Digitalisierung und weitere Entwicklungen entstehen in Unternehmen Widersprüche, die zu Überforderung und zunehmenden emotionalen Belastungen der Organisationsmitglieder führen.

Diese können in Teilbereichen durch neue Arbeitsformen und Entwicklungen abgefedert werden. Auch wenn „New Work“-Arbeitsformen – auch verbunden mit Themen der heute geforderten Vereinbarkeit von Beruf und Familie – zunehmend in Unternehmen Wertigkeit erfahren, ist die Belastung für viele Organisationsmitglieder dauerhaft hoch, während die Entlastung durch die Organisation in der Realität vielfach zu wünschen übrig lässt.

Betriebswirtschaftlich führt die eingeschränkte Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden, aber auch die permanente Belastung von Führungskräften bereits jetzt zu beträchtlichen unternehmerischen Einbußen. Die Produktivleistung der Mitarbeitenden war und ist immer noch einer der wesentlichen betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren, die für alle Unternehmen von strategischer Bedeutung sind. In Organisationen, die durch hohe Arbeitsverdichtung und strukturelle Überlastung geprägt sind, zeigt sich zudem verstärkt eine erhöhte Kündigungsrate; das heißt, (gute) Mitarbeitende wechseln angesichts des aktuellen Fach- und Führungskräftemangels deutlich schneller den Arbeitgeber. Dies wiederum führt zu erheblichen Transaktionskosten, wie auch jüngere empirische Studien deutlich belegen.

In vielen Unternehmen ist eine Art emotionale Erschöpfung zu beobachten. Um den skizzierten Herausforderungen zu begegnen und wieder Höchstleistungen erbringen zu können, muss diese emotionale Dauerbelastung reduziert werden.

Die Diskussion dieser Aspekte erscheint im Lichte des Fachkräftemangels und dem Postulat, dass die Mitarbeitenden die wichtigste Ressource im Unternehmen sind, von hoher Bedeutung für den langfristigen Erfolg von Unternehmen zu sein. Die multidimensionalen Herausforderungen und in Folge die skizzierten Phänomene der emotionalen Belastung von Mitarbeitenden in Unternehmen haben unterschiedlichste Implikationen für die Mitarbeiterführung, die nachfolgend beschrieben werden.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag aus der HR Performance 3/2026.

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