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R+V-Studie: Mitarbeiterbindung ist Resilienzfaktor Nr. 1

Welche Faktoren sind für die künftige Resilienz der Unternehmen am wichtigsten? Die repräsentative Studie der R+V Versicherung „Fokus Mittelstand: Resilienz-Report 2026“ liefert interessante Einblicke.

2 Min. Lesezeit
Eine Gruppe junger fröhlicher Menschen wirft Konfetti in die Luft
©AdobeStock/red_orange_stock

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Kein Thema ist wichtiger als die Mitarbeiterbindung. Und bei keinem ist der Handlungsbedarf größer: Die repräsentative Studie der R+V Versicherung „Fokus Mittelstand: Resilienz-Report 2026“ zeigt, dass mittelständische Firmen den Stellenwert erkennen – doch es gibt noch ein ausgeprägtes Umsetzungsdefizit. Die gute Nachricht: Unternehmen können mit einfachen Maßnahmen gegensteuern.

Vielfältige Krisenherde und Unsicherheiten belasten die Stimmung in den mittelständischen Betrieben. Mittlerweile blicken deutlich mehr Führungskräfte mit Bangen in die Zukunft als noch vor zwei Jahren (29 % vs. 17 %). Die Studie der R+V Versicherung zeigt zudem, dass sich ein Drittel der Unternehmen derzeit aktiv krisenfester macht.

Grafik 2: Resilienz-Report 2026

Luft nach oben bei der Umsetzung

Welche Faktoren sind für die künftige Resilienz der Unternehmen am wichtigsten? Führungskräfte und Mitarbeitende sind sich einig: eigene Beschäftigte binden und Verstärkung für die Teams gewinnen. Jeweils um die 90 Prozent sagen das – das sind höhere Werte als bei unternehmerischen Kernaufgaben wie Produktentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Nicht ganz. Ein Viertel der Firmen hat zwar den Stellenwert der Mitarbeiterbindung erkannt, handelt aber nicht entsprechend. Solche Umsetzungsdefizite gibt es der Studie zufolge auch auf anderen Handlungsfeldern, doch bei der Mitarbeiterbindung sind sie am ausgeprägtesten.

Grafik 1: Resilienz durch Mitarbeiterbindung

Zudem sehen die Befragten bei typischen Personalthemen große Haftungsrisiken. Bei Homeoffice-Regelungen und anderen arbeitsrechtlichen Fragen etwa fürchten mehr als zwei Drittel der Führungskräfte mögliche haftungsrechtliche Folgen wie etwa Schadensersatzansprüche.

Wie können Unternehmen ihre Resilienz ausbauen?

Der R+V-Resilienz-Report hat untersucht, wie mittelständische Führungskräfte resilienzfördernde Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung einschätzen.

  • 78 Prozent der befragten Führungskräfte halten höhere Arbeitgeberzuschüsse zur Altersvorsorge für einen Weg, um durch eine höhere Mitarbeiterbindung die Resilienz des eigenen Unternehmens zu stärken.
  • Ein Ausbau der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und flexible Lebensarbeitszeitkonten sind für die Führungskräfte ebenfalls wichtige Rezepte für eine Stärkung der Resilienz (jeweils 74 %).
  • Auch eine Stärkung der betrieblichen Invaliditätsvorsorge findet hohe Zustimmung (61 %), obwohl dieses Thema in der öffentlichen Diskussion eher eine Nebenrolle spielt.

Sind solche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung wirkungsvoll?

Auch darauf liefert die Studie eine klare Antwort: Ja, solche Maßnahmen kommen an. Die gut 1.000 befragten Mitarbeitenden schätzen deren Bedeutung sogar noch deutlich höher ein als die Führungskräfte. Beispiel Altersabsicherung durch Direktversicherungen oder Betriebsrenten: 89 Prozent der Beschäftigten halten eine höhere  Arbeitgeberbeteiligung für resilienzstärkend – das ist gut ein Zehntel mehr als bei den Führungskräften. Lebensalter und Bildungsgrad haben durchweg nur einen geringen Einfluss auf die hohen Zustimmungswerte.

Mehr über die Resilienz-Studie und zielführende Lösungsansätze

(erschienen in HR Performance 3/2026)

Christian Noltensmeyer

Christian Noltensmeyer, Kunden- und Filialdirektor betriebliche Vorsorge bei der R+V Versicherung

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