Management by Trump
Man darf zurecht zweifeln, dass Management by Trump die Herausforderungen der Welt zu lösen hilft. Die Mehrheit der Unternehmen schätzt die Kultur der Zusammenarbeit und geht nicht den Weg der Konfrontation. Wir und unser Planet sind ein Unikat im Weltraum, das zu schützen sich auf jeden Fall lohnt.

Nachdem Corona die Menschen und die Gesellschaft seit 2021 etwas aus der Kurve geworfen hatte, erleben wir seit der Amtsübernahme von Donald Trump 2025 wahre Achterbahnfahrten in der Wirtschaft und in der Politik. Das fühlt sich an wie Management by Kollateralschäden oder Management by Panic. Entscheidungen werden getroffen, ohne die Nebenwirkungen ernsthaft zu berücksichtigen. Negative Folgen für Mitarbeitende, Kunden oder Strukturen werden bewusst in Kauf genommen. Wichtig ist, dass ein kurzfristiges Ziel erreicht wird – egal wer oder was dabei unter die Räder kommt. Man will nach außen Stärke signalisieren.
Die Mehrzahl der Betriebe in Deutschland wünscht sich ein langfristiges Wirtschaften. Stabilität und Wachstum bildeten über viele Jahrzehnte die Grundpfeiler für unsere Entwicklung. Heute herrschen Stagnation, hohe Unsicherheit und ein tiefgreifender wirtschaftlicher Strukturumbruch. Man darf zurecht zweifeln, dass Management by Trump die Herausforderungen der Welt zu lösen hilft. Die Mehrheit der Unternehmen schätzt die Kultur der Zusammenarbeit und geht nicht den Weg der Konfrontation.
Mit den Krisen wachsen der Innovationsdruck und das Umdenken
Corona hat unsere Arbeitswelt nachhaltig verändert. Mit dem Ukraine-Krieg wurde die Waffenindustrie hoffähig. Der Konflikt mit dem Iran zeigt uns wieder einmal, wie abhängig wir von natürlichen Ressourcen sind. Ab den 70er-Jahren, nach den Ölkrisen und den Reaktorunfällen begannen Wirtschaft und Staat intensiv in die Entwicklung und den Ausbau von erneuerbarer Energie zu investieren. Deutschland entwickelte sich dadurch zu einem weltweit führenden Standort.
Inzwischen ist diese Industrie nach China abgewandert. Deutschland kann erfinden und entwickeln. In puncto Skalierung und Finanzierung schwächelt das Land. Überall im Land entstehen völlig neue Geschäftsmodelle, insbesondere in den Bereichen der künstlichen Intelligenz. So wächst die Zahl der „KI-TrainerInnen“ rasant.
Apple feierte gerade sein 50-jähriges Jubiläum. Steve Jobs, Steve Wozniak und später Tim Cook haben das Unternehmen vom Garagen-Start-up zu einem der mächtigsten und wertvollsten Konzerne der Welt gemacht. Apple er- und überlebte viele Umbrüche. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf einer Kombination aus technischer Innovation, geschlossener Markenstrategie und der starken Kundenbindung. Im Mittelpunkt des Unternehmens stehen nicht Bodenschätze, sondern die Menschen mit ihren Ideen und ihrem Engagement. Sie haben all das geschaffen, was den Global Player heute so wertvoll macht. Das gilt auch für Siemens, SAP und all die vielen Betriebe in Deutschland. Alle Geschichten großer Unternehmen beginnen mit Menschen, die sich für eine Sache begeistern. Wir leben immer in einer Zeit „…for New Beginnings“.
Bedenke das Ende
„Respice finem“. Der Satz wird Seneca zugeschrieben. Doch diese Botschaft findet sich schon beim griechischen Dichter Äsop im 6. Jh. v. Chr. und auch beim griechischen Geschichtsschreiber Herodot, der um 400 v. Chr. lebte. Der Rat klingt einfach, doch die Krux liegt in der Umsetzung. Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Der Ausgang vieler Entwicklungen ist nicht so klar absehbar, wie wir es uns manchmal wünschen würden. Das Pendel der Entwicklungen bewegt sich weiter, aber es schlägt auch zurück. Und aus der asiatischen Denke kennen wir Yin und Yang. Alles im Universum besteht aus gegensätzlichen, aber voneinander abhängigen Kräften, die sich im ständigen Wandel und auf dem Weg zum Gleichgewicht bewegen. Im Zentrum stehen Harmonie, Einheit und die Einsicht, dass Gegensätze sich ergänzen statt einander zu bekämpfen.
Die Artemis-II-Crew, die gerade den Mond umrundete, hat uns ein herrliches Foto von der Erdsichel übermittelt. Der Weltraum ist riesig, aber bis heute hat niemand einen erdgleichen Planeten gefunden. Wir und unser Planet sind ein Unikat im Weltraum, das zu schützen sich auf jeden Fall lohnt. Nur wenn die Erde lebenswert bleibt, können wir uns weiter entwickeln. Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren nahezu verdoppelt. Damit verbunden sind viele Veränderungen und Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Wir alle können dazu unseren Beitrag leisten. Wir lernen den Wandel zu leben.
Messen verstehen sich als Fenster in die Zukunft. Dort präsentieren AusstellerInnen und ReferentInnen neue Lösungen und Visionen. Lernen ist fundamental für die Überlebensfähigkeit des Menschen und der Betriebe. Wenn Sie die Möglichkeit haben, besuchen Sie die Messen „Personal Süd“ in Stuttgart und die „Learntec“ in Karlsruhe.
Ich wünsche allen Ausstellern viel Erfolg und den Besuchern gute Impulse und neue Partnerschaften. Bleiben Sie zuversichtlich.

Franz Langecker
Chefredakteur HR Performance



