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Studie: Wie sieht das Büro der Zukunft aus?

Wie wird das Büro der Zukunft aussehen? Welche Wünsche haben Arbeitnehmer*innen? Und wie werden Unternehmen diesen Bedürfnissen gerecht? Diesen Fragen hat sich das Fraunhofer IAO gewidmet. Das Ergebnis: Eine entscheidende Rolle wird die digitale Infrastruktur spielen. Gefragt sind zudem Nachhaltigkeit und eine ausgewogene Work-Life-Balance.  

Gemeinsam mit der Euroboden GmbH und Engel & Völkers Commercial Berlin befragte das Fraunhofer IAO 1000 Personen zum Büro der Zukunft. Die Ergebnisse hielten die Autoren in der Studie »Back to the office« fest. Neue Technologien und der demografische Wandel bedingen die Transformation der Arbeits- und Bürowelt – und spiegeln gleichzeitig die lang gehegten Wünsche der Arbeitnehmer*innen wider. Dazu zählen unter anderem Nachhaltigkeit sowie eine veränderte Work-Life-Balance.

Büro der Zukunft: Inspiration und Nachhaltigkeit gefragter denn je

60 Prozent der Befragten geben in der Umfrage an, dass sich ihr Arbeitsstil in Zukunft in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht ändern wird. Neben harten Standortfaktoren zeigt sich zunehmend die Wichtigkeit weicher Standortfaktoren für die Wahl der Büroimmobilie. 24 Prozent der Befragten wünschen sich unter anderem eine kreative Umgebung. Insbesondere Faktoren wie eine digitale Infrastruktur und ein inspirierendes Umfeld haben in der jungen Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen (30 Prozent) einen hohen Stellenwert. Katharina Dienes, Wissenschaftlerin am Fraunhofer IAO und Mitautorin der Studie betont: „Besonders der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit hat sich als enorm wichtig herausgestellt. Die Symbiose zwischen Natur und Gebäude ist gefragter denn je. Begrünte Dach- und Fassadenflächen sowie die Nutzung von Flächen zur Lebensmittelproduktion („Urban Farming“) als Beitrag zu einer biodiversen Stadt befürworten 25 Prozent der Befragten. Die Zustimmung (30 Prozent), Büroflächen zukünftig mit öffentlich unzugänglichen Arbeitsorten im Grünen auszustatten und diese auch außerhalb der Arbeitszeit als Naherholungsorte zu nutzen, betont dieses Umdenken.“ Klimaschutz und nachhaltiges, ökologisches Handeln stehen im Rahmen der Arbeitsplatzgestaltung vor allem bei jüngeren Generationen (unter 30-Jährige) im Fokus.

Der Arbeitsplatz als Begegnungs- und Kommunikationszone

Das Nutzungskonzept von Büroflächen wandelt sich. 26 Prozent der Befragten befürworten Büroflächen zukünftig als Kommunikations- und Begegnungszonen. Still- und Fokusarbeiten verlagern sich in das Homeoffice. Auch die Möglichkeit sogenannter Third Places als Alternative zu zentralen Unternehmensstandorten findet Anklang. 22 Prozent begrüßen die Bereitstellung eines „Working-in-the-City-Pass“, der es ermöglicht, für einen festgelegten Zeitraum in Cafés, Bibliotheken etc. zu arbeiten. Dennoch ist davon auszugehen, dass der physische Austausch und die Interaktion wichtige Bestandteile in der Büro- und Arbeitswelt bleiben. Das Bürogebäude muss sich neu erfinden.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer IAO

Teaserfoto: © Adobe Stock/puhhha