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Diese Gadgets machen mehr als nur ein Provisorium aus dem Homeoffice

Im März 2020 schickten zahlreiche deutsche Unternehmen ihre Arbeitnehmer plötzlich ins Homeoffice. Heute – zwei Jahre später – ist der Arbeitsplatz Zuhause bei den meisten längst kein Provisorium mehr. Viele Gadgets haben sich dabei als echte Homeoffice-Must-haves etabliert.

Zugegeben: Es ist nicht immer leicht, Privates und Arbeit in den eigenen vier Wänden strikt zu trennen. Dennoch können Arbeitnehmer einiges tun, um ihr Homeoffice in den eigenen Wohlfühl-Arbeitsplatz zu verwandeln.

Das sind meine ganz persönlichen Erfahrungen der vergangenen 24 Monate:

1. Ergonomie geht über Ästhetik

Am Anfang war mir vor allem wichtig, ein schönes, repräsentatives Arbeitszimmer zu kreieren. Davon bin ich jedoch schnell abgekommen. Dem Rücken ist es egal, wie der Bürostuhl aussieht. Hauptsache er ist ergonomisch und bequem. Gleiches gilt für die Maus, die Handauflage und die Tastatur. Hier ein paar Euro mehr zu investieren, lohnt sich. Denn die eigene Gesundheit dankt es einem langfristig.

2. Tageslicht ist entscheidend fürs Gemüt

Nicht jeder hat das Glück, seinen Schreibtisch an einem sonnendurchflutenden Ort platzieren zu können. Auch ich nicht. Mein Büro ist tendenziell dunkel. Die Sonne erreicht das schmale Fenster im Westen erst am späten Nachmittag. Abhilfe habe ich 2021 mit einer Tageslichtlampe geschaffen. Klar: Sie ersetzt kein echtes Tageslicht. Aber sie beugt meinem Lichtmangel vor und gibt mir Energie.

3. Eine Wohltat für die Ohren: Headset mit Noise-Cancelling

Das eigene Headset ist eine Philosophie für sich. Lange habe ich getestet, welches hier optimal für mich ist. Mit Kabel, mit USB-Anschluss, mit Noise-Cancelling oder ohne. Nachdem ich viel ausprobiert habe, trage ich mein Headset am Liebsten kabellos. So kann ich während meinen Telefonaten aufstehen und mir die Beine vertreten. Ein echter Aha-Effekt war und ist das Noise-Cancelling für mich. Dass Kopfhörer heutzutage Umgebungsgeräusche so gut filtern, war mir nicht bewusst. Jetzt kann der Paketbote klingeln, die Nachbarin ihren Fernseher laut aufdrehen: Stören tut es mich bei der Arbeit nicht mehr.

4. Loslassen nach Feierabend und was das eigene Whiteboard damit zu tun hat

Wir werden immer digitaler und das Papier verschwindet zunehmend aus unserem Arbeitsalltag. Sich ein analoges Whiteboard anzuschaffen, erschien mir zunächst als sehr antiquiert. Heute bin ich froh darüber, dass ich zugeschlagen habe, nachdem ich eines auf Ebay-Kleinanzeigen in der Rubrik „zu verschenken“ entdeckt hatte. Ich stehe oft auf und notiere mir meine Gedanken oder To-do’s auf dem Board. Wenn diese erledigt sind, wische ich sie mit einem Schwamm weg. Das ist Gold wert. Denn das Auslöschen abgehakter Aufgaben hilft mir beim Loslassen nach Feierabend.

 5. Alles in Reichweite: Die Anordnung entscheidet

Effizienz spielt auch am heimischen Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle für mich. Ich möchte nicht zum Drucker in ein anderes Zimmer hetzen oder für benötigte Ordner in die Abstellkammer kriechen. Deswegen habe ich meinen Arbeitsplatz so systematisiert, dass er meine Arbeitsabläufe widerspiegelt. Links neben mir habe ich die wichtigsten Dokumente griffbereit, rechts neben mir liefert mir mein Drucker alles, was ich schwarz auf weiß benötige. Meine Empfehlung: Hier sollte jeder für sich definieren, wie die eigenen Arbeitsabläufe sind und welche Gegenstände dementsprechend wohin müssen.

6. Alles kann, nichts muss

Sicherlich gibt es noch weitere Dinge, die das Homeoffice aufwerten. Ein Sitzkissen zum Beispiel. Oder eine Hängematte für die Füße. Oder ein Ventilator an heißen Sommertagen. Sollte mein häuslicher Arbeitsplatz in den kommenden Jahren der zentrale Ort für meine Arbeit bleiben, denke ich über einen höhenverstellbaren Schreibtisch nach. Vielleicht wird es in den kommenden Monaten auch ein bisschen grüner – Pflanzen sollen ja bekanntlich viele positive Effekte auf uns Menschen haben. Wir werden sehen. Eines kann ich aber aus voller Überzeugung sagen: Das Homeoffice von einem Provisorium in einen Wohlfühl-Ort zu verwandeln, lohnt sich. Und wirkt sich durchaus auf die Motivation, das eigene Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aus.

Autor: Philipp R. Kinzel

Teaserfoto: © Adobe Stock/Photographee.eu

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