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Zehn Jahre im Job und doch kein Geld!

Viele Berufstätige in Deutschland beziehen auch nach zehn Jahren Berufserfahrung ein niedriges Einkommen. Das Vergleichsportal Gehalt.de hat 27.213 Daten ausgewertet und untersucht, in welchen Berufen es für Fachkräfte kaum Gehaltssteigerungen gibt. Verglichen wurden Berufsanfänger mit erfahrenen Beschäftigten. Das Ergebnis: Friseure und Berufskraftfahrer erleben nach zehn Jahren kaum eine Gehaltssteigerung, während Business Developer im gleichen Zeitraum fast 35.000 Euro mehr verdienen als zu Beginn ihrer Laufbahn.

Hier macht zehnjährige Berufserfahrung fast keinen Unterschied

Den geringsten Gehaltsanstieg nach zehn Jahren im Job erleben Friseure. Berufseinsteiger verdienen zu Beginn ihrer Karriere rund 22.300 Euro und nach zehn Jahren nur 1.300 Euro mehr. Das entspricht einer Gehaltserhöhung von durchschnittlich 130 Euro pro Jahr. Ein ähnlich schwaches Wachstum liegt bei den Berufskraftfahrern vor: Einsteiger verdienen hier rund 27.700 Euro und nach zehn Jahren erhöht sich das Gehalt auf circa 29.000 Euro. „Wer in seiner Berufslaufbahn Karriere machen möchte, sollte sich frühzeitig über die Aufstiegsmöglichkeiten informieren – hier helfen Weiterbildungen oder die Übernahme von Führungsverantwortung“, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

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In diesen Berufen gibt es nach zehn Jahren deutlich mehr Gehalt

Starke Gehaltssteigerungen finden vor allem in akademischen Berufen statt: Einsteiger im Business Development erhalten ein Gehalt von 44.900 Euro. Nach zehn Jahren erreichen sie rund 79.700 Euro. Laut Auswertung verdient ein Viertel der Business Developer nach zehn Jahren über 100.000 Euro jährlich. Auch erfahrene SAP-Berater verzeichnen eine nennenswerte Gehaltssteigerung von 47.400 Euro auf rund 79.000 Euro. Beschäftigte im Controlling und E-Technik-Ingenieure verdienen zu Beginn ihrer Karriere 44.000 Euro beziehungsweise 48.000 Euro. Nach zehn Jahren erhalten Fachkräfte beider Berufsgruppen jeweils rund 22.500 Euro mehr.

Gehälter für Akademiker steigen stärker an

Ein weiteres Ergebnis der Analyse: In akademischen Berufen erleben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich stärkere Gehaltsanstiege als in Jobs, die eine Lehre erfordern. „Langjährige Berufserfahrung macht sich in akademischen Berufen deutlich stärker bezahlt als nach einer Ausbildung – vor allem in Berufen, in welchen die Nachfrage nach Spezialisten und Experten besonders hoch ist“, so Bierbach abschließend.

 

Zur Methodik: Das Vergleichsportal Gehalt.de analysierte 27.213 Gehaltsdaten von Berufseinsteigern und Beschäftigten mit zehn Jahren Berufserfahrung. Sämtliche Gehaltsangaben sind Bruttojahresgehälter und von Beschäftigten ohne Personalverantwortung. Die Daten stammen aus den vergangenen 12 Monaten.

Bei den Gehaltsangaben handelt es sich um Mediangehälter. Der Median beschreibt die Mitte innerhalb eines Datensatzes: 50 Prozent der Daten liegen über dem Wert, 50 Prozent darunter. Der Median ist in der Regel genauer als der Durchschnittswert. Letzterer kann nämlich durch Ausreißerwerte nach unten und oben verzerrt werden.

Anmerkung: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Pressemitteilung die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

Quelle: Gehalt.de
(Foto: Elnur/Fotalia)

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