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Wenn das Kind mit ins Büro kommen muss

Oh nein: Die Kita streikt! Die letzte Streikwelle unter den Kita-Mitarbeitern war bundesweit für viele Eltern eine echte Herausforderung. Dabei muss es nicht gleich ein Arbeitskampf sein. Es reicht auch schon, wenn das Kind krank ist. Was tun? Oft springen Freunde, Nachbarn oder die Großeltern ein, aber manchmal ist es wie verhext und niemand ist greifbar. Wenn dann wichtige Termine anstehen, die sich nicht verschieben lassen, ist guter Rat teuer. Die einzige und zumindest für Bürojobs einfachste Lösung: Das Kind mit zur Arbeit nehmen. „Immer mehr Unternehmen konzentrieren sich im Zeitalter des Fachkräftemangels darauf, ein möglichst angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Und dazu gehört dann auch das Verständnis für Eltern in Extremsituationen“, erklärt Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad Deutschland. Und tatsächlich gibt es bei einigen größeren Betrieben bereits Betten für kranke Kinder, Spielzimmer und sogar Ferienprogramme. Kleine Betriebe können sich das natürlich nicht leisten, sind aber in den Entscheidungen oft flexibler und unkomplizierter.

Wie im Fall der Fälle mit entsprechenden Notsituationen umzugehen ist, sollte am besten vorab mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden. Wichtig ist die möglichst schriftliche Festlegung ganz klarer Regeln, um Missverständnisse zu vermeiden: Wann dürfen die Kinder mitgebracht werden, nur bei Krankheit und Ausfall der Kita oder auch an Ferientagen? Wo dürfen sich die Kinder im Betrieb aufhalten? Dürfen Sie Betriebsmittel, wie etwa Papier und Stifte oder einen Computer nutzen? Wer muss beim Arbeitgeber informiert werden, damit auch der Versicherungsschutz (Haftpflicht und Unfall) gewährleistet ist? Sind diese Punkte für alle festgelegt, sollte es zumindest aus betriebstechnischer Sicht keine Probleme mehr geben.

Selbstverständlich haften die Eltern für die Zeit des Aufenthalts für ihr Kind und haben die Aufsichtspflicht. Wenn sie dann noch dafür sorgen, dass der Nachwuchs die Kollegen und die Arbeitsabläufe so wenig wie möglich stört, sollte dem Mitbringen des Kindes im Notfall eigentlich nichts im Wege stehen.

Quelle: Randstad

(Foto: © racorn/123RF/randstad)

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