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Weltweit sehen Mitarbeiter mehrheitlich einen positiven Nutzen von Künstlicher Intelligenz – die Deutschen sind eher skeptisch

Laut einer umfassenden Studie unter fast 3.000 Arbeitnehmern aus acht Nationen, die von The Workforce Institute, Kronos Incorporated durchgeführt wurde, sehen vier von fünf der Befragten in Künstlicher Intelligenz (KI) die Chance, ein motivierendes und autonomeres Arbeitserlebnis zu schaffen. Mangelnde Transparenz durch ihre Arbeitgeber ist dabei die Hauptursache für Angst und Besorgnis.

Die Umfrage „The Engaging Opportunity – Working Smarter with AI“ der Coleman Parkes Research, untersucht das Meinungsbild von Gehalts- und Lohnempfängern aus verschiedenen Branchen in Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich, Mexiko, Australien, Kanada und Neuseeland zum Thema „Arbeiten mit künstlicher Intelligenz“. Die Studie liefert zudem Antworten auf die Frage: Inwiefern glauben Mitarbeiter, dass die aktuell aufstrebenden Technologien dazu genutzt werden können, die Zukunft des Arbeitens tatsächlich zu verbessern?

News Facts

„Hey HAL, kannst du mir helfen?“ – Mitarbeiter auf der ganzen Welt werden KI mit offenen Armen begegnen, um ihre Arbeit fairer und einfacher zu gestalten.

  • Im internationalen Vergleich würden Mitarbeiter aus allen acht Nationen KI begrüßen, wenn zeitraubende interne Prozesse vereinfacht oder automatisiert würden (64 %), eine bessere Strukturierung ihres Arbeitspensums möglich wäre (64 %), subjektive Entscheidungen fairer würden (62 %) oder wenn sichergestellt wäre, dass Führungskräfte bessere Entscheidungen treffen könnten (57 %).
  • Mexikaner sind ganz im Gegensatz zu den Deutschen am positivsten gegenüber KI eingestellt. So sind vier von fünf befragten Mexikanern sowohl der Meinung, dass KI zeitaufwendige Arbeiten vereinfache (81 % vs. 59 % in Deutschland), als auch, dass sie durch KI ihre Arbeitsbelastung besser ausgleichen könnten (84 % vs. 52 % in Deutschland).
  • Im internationalen Ranking ist die Grundstimmung bezüglich der Optimierung des Arbeitstags durch KI sowohl in Deutschland als auch in Frankreich eher verhalten. Im Vergleich der untersuchten Länder sind die Deutschen und Franzosen am wenigsten bereit, künstlicher Intelligenz eine Chance zu geben.

 

Angst vor dem Unbekanntem – Mangelnde Kommunikation schürt Unbehagen bei Mitarbeitern

  • Laut der Umfrage ist bei drei von fünf Organisationen auf internationaler Ebene (58 %) noch großer Redebedarf, was die Auswirkungen und Einsatzgebiete von KI betrifft. Zwei Drittel aller Mitarbeiter (61 %) geben jedoch an, dass es ihr Wohlbefinden steigern würde, wenn sie in Entscheidungen und Entwicklungen hinsichtlich des Einsatzes von KI in ihrem Unternehmen einbezogen würden.
  • So auch in Deutschland: über die Hälfte der Befragten (60 %) wünscht sich, über das Thema besser informiert zu sein. 
  • Unternehmen in den Vereinigten Staaten geben sich offenbar am geheimnisvollsten: 67 Prozent der Befragten gaben an, keine Kenntnis von den KI-Plänen ihrer Organisation zu haben. Arbeitnehmer aus Kanada (66 %), dem Vereinigten Königreich (62 %) und Deutschland (55 %) tappen ebenfalls im Dunklen. Mehr als zwei Drittel (67 %) der Angestellten aus Mexiko berichten wiederum, dass ihre Organisation KI zu einem gemeinsamen Gesprächsthema machen.

 

Die Generationslücke1 – Generation Z und Babyboomer haben sehr unterschiedliche Meinungen zum Nutzen von KI

  • Weltweit glauben 88 Prozent der Mitarbeiter der Generation Z (Gen Z), dass KI ihre Arbeit verbessern kann. Die Babyboomer sehen das anders: nur 70 Prozent vertreten diesen optimistischen Standpunkt.
  • Über alle Länder hinweg sehen Befragte der Gen Z den größten Vorteil von KI in fairerem Arbeiten.
  • Jüngere Millennials und Gen X‘ers hingegen versprechen sich vielmehr die Übernahme manueller Aufgaben durch KI, die sie in ihrem täglichen Arbeiten beeinträchtigen. Ältere Millennials dagegen hoffen, dass sie sich durch den Einsatz von KI grundlegende, administrative Aufgaben ersparen.
  • Die signifikantesten Unterschiede zwischen Jung und Alt bei diesem Thema zeigen sich bei der Akzeptanz von KI zur Beurteilung der eigenen Arbeitsqualität (Gen Z 68 % vs. Babyboomers 48 %), der Bereitschaft, sich durch KI bei einer effizienteren Bewältigung des Arbeitspensums innerhalb einer Schicht unterstützen zu lassen (Gen Z 67 % vs. Babyboomers 52 %), der Offenheit gegenüber KI bei der besseren Beurteilung der eigenen Arbeit durch die Führungskraft (Gen Z 70 % vs. Babyboomers 55 %) und der Bereitschaft, den eigenen Arbeitsplatz durch einen Roboter ersetzen zu lassen (Gen Z 42 % vs. Babyboomers 21 %).

 

Vorsichtiger Optimismus – Mitarbeiter hoffen, dass KI ihren Job verbessern und nicht ersetzen wird

  • Während vier aus fünf Mitarbeitern (82 %) die Chance sehen, dass KI einen positiven Einfluss auf ihre Arbeit haben könnte, befürchtet ein Drittel (34 %), dass KI sie eines Tages komplett ersetzten könnte (42 % davon gehören der Gen Z an).
  • Im internationalen Vergleich sind Deutschland und Frankreich in diesem Punkt am optimistischsten: 30 Prozent der Befragten befürchten, durch die Implementierung von KI in ihrem Unternehmen, ihren Job zu verlieren. Die größte Sorge für deutsche Mitarbeiter ist, dass über KI eine ständige Überwachung stattfinden wird.

 

Umfrage-Methodik

Diese Forschung wurde im Auftrag von Kronos Incorporated von Coleman Parkes Research, einemunabhängigen britischem Forschungsunternehmen, durchgeführt. Die Daten wurden zwischen November 2017 und Januar 2018 von 2.807 Mitarbeitern mit Online-Methoden und quantitativen Interviews erhoben. Die Umfrageteilnehmer kamen aus acht verschiedenen Ländern, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Australien, Neuseeland, Frankreich, Deutschland, Kanada (Englisch und Französisch sprechende Teilnehmer) und Mexiko. Zu den Umfrageteilnehmern gehörten sowohl Gehalts- als auch Lohnempfänger von Organisationen aller Größen aus einer Vielzahl von Branchen. Für weitere Fragen zur Methodik der Umfrage wenden Sie sich bitte an Daniel.Gouthro@Kronos.com.

Quelle: Engaging Opportunity – Working Smarter with AI“ von The Workforce Institute at Kronos Incorporated

Fußnote 1: Generationen sind wie folgt definiert: Gen Z, 18-20; Junge Millennials, 21-27; Ältere Millennials, 28-37; Gen X, 38-54; Babyboomer, 55+