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Vorbereitung auf Automatisierung nicht ausreichend

Deutsche Arbeitgeber bereiten ihre Mitarbeiter nicht ausreichend auf die zunehmende Automatisierung vor


• 22 % der deutschen Arbeitnehmer befürchten, dass ihr Arbeitsplatz in den nächsten zehn Jahren automatisiert wird
• 43,8 % der Beschäftigten aus Kunst- und Kultur sowie 32,6 % aus dem Bereich Sales, Medien & Marketing fühlen sich von der Automatisierung bedroht
• 53,6 % geben an, dass ihr Arbeitgeber sie nicht genügend auf dieses Szenario vorbereitet


Roboter, die uns zum Verwechseln ähnlich sehen und unseren Arbeitsplatz übernehmen: Die Automatisierung schreitet unaufhörlich voran und verursacht bei Millionen Arbeitnehmern in Deutschland Ungewissheit. Im dritten Jahr in Folge gibt ´The Workforce View in Europe 2018´ im Auftrag von ADP diesbezüglich einen Einblick in die Gedanken und Ängste von über 1.300 deutschen Arbeitnehmern. Die Ergebnisse zeigen, dass Beschäftigte in Deutschland über die Konsequenzen der Automatisierung und die mangelnde Vorbereitung durch ihren Arbeitgeber besorgt sind.


Die Studie belegt, dass beinahe jeder vierte deutsche Arbeitnehmer befürchtet, in den nächsten zehn Jahren durch eine Maschine ersetzt zu werden. Dabei gibt über die Hälfte der Arbeitnehmer (53,6 %) an, dass ihr Arbeitgeber sie nicht ausreichend weiterbildet, um sie auf die Automatisierung und ein neues Arbeitsumfeld vorzubereiten.


Vor allem für die junge Generation ist Automatisierung ein allgegenwärtiges Thema. Die Mehrheit der 16- bis 24-Jährigen (14,9 %) und der 25- bis 34-Jährigen (11,2 %) befürchtet, dass ihre Position in den kommenden zehn Jahren durch eine Maschine ersetzt wird. Auch im Hinblick auf die Branchen sind Unterschiede zu beobachten. So fühlt sich knapp die Hälfte (43,8 %) der Arbeitnehmer aus dem Kunst- und Kulturgewerbe von der Automatisierung bedroht, gefolgt von einem Drittel (32,6 %) der Beschäftigten aus dem Bereich Sales, Medien & Marketing. Im Gegensatz dazu geht nur eine Minderheit der Arbeitnehmer aus dem Architektur- und Bauwesen (6,9 %) davon aus, dass ihre Rolle durch die Automatisierung überflüssig wird, gefolgt vom Bildungssektor (11,2 %).


„Automatisierung schien bisher eine Herausforderung für zukünftige Generationen zu sein. Aber unsere Ergebnisse zeigen, dass dieses Thema bereits allgegenwärtig in den Köpfen der deutschen Beschäftigten ist“, erklärt Steven van Tuijl, General Manager bei ADP Deutschland. „Künstliche Intelligenz und Robotik schreiten in einem solchen Tempo voran, dass Maschinen bald in der Lage sein werden, die Arbeit von Menschen in einer Vielzahl von Berufen und Branchen zu verrichten. Und obwohl sich dies wahrscheinlich positiv auf Effizienz und Produktivität auswirkt, könnte es für Tausende den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten. Ein Szenario, das die Arbeitswelt für immer verändern wird.“


„Aus diesem Grund ist es für Arbeitgeber jetzt umso wichtiger, sich richtig vorzubereiten. Dazu müssen sie analysieren, welche Positionen am wahrscheinlichsten automatisiert werden und welche Auswirkung das auf die benötigten Qualifikationen hat. Denn mehr Roboter bedeuten nicht, dass alle Mitarbeiter überflüssig werden. Durch die Automatisierung werden neue Stellen geschaffen, während sich andere Rollen erheblich verändern. Arbeitgeber müssen anfangen, ihre Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren, damit diese so schnell wie möglich bereit sind, Seite an Seite mit Maschinen zu arbeiten.“
Die gesamten Ergebnisse der Studie sind in einem Whitepaper zusammengefasst, das über folgenden Link heruntergeladen werden kann.

Über die Studie
Die Studie „The Workforce View in Europe 2018" untersucht die Haltung von Arbeitnehmern in Bezug auf die Zukunft der Arbeit. Die Studie wurde im August 2017 vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Opinion Matters für ADP durchgeführt. Insgesamt wurden 9.908 Arbeitnehmer in acht europäischen Ländern befragt, darunter Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Spanien, Schweiz und Großbritannien. In Deutschland nahmen 1.322 Arbeitnehmer an der Studie teil.


Quelle: www.de-adp.com

(Foto: © zapp2photo/Fotolia)

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