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Tag des Workaholics: Darf’s noch ein bisschen mehr sein?

Leidenschaft für den eigenen Beruf zu haben ist schön, aber Aufgaben, die nach der eigentlichen Arbeitszeit erledigt werden, summieren sich schnell zu einem großen Haufen an Überstunden. Anlässlich des Tages des Workaholics am 5. Juli wollte die führende Jobsuchmaschine Jobrapido unter anderem wissen, wie viele Überstunden bei den Deutschen anfallen und wie sie über Arbeitssucht als Krankheit denken.

Jeder vierte Deutsche arbeitet pro Woche drei bis fünf Stunden zu viel

Ganze 83 Prozent, so die Umfrage, machen regelmäßig Überstunden – und nur bei wenigen von ihnen (9%) bleibt es bei weniger als einer Stunde pro Woche. 24 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie im Durchschnitt pro Woche drei bis fünf Überstunden machen. Weitere 21,5 Prozent arbeiten durchschnittlich eine bis drei Stunden mehr in der Woche. Doch für viele Deutsche hört die Überstunden-Skala hier noch lange nicht auf, denn laut Umfrage machen 13,5 Prozent fünf bis zehn Überstunden pro Woche, acht Prozent zehn bis 20 Überstunden und weitere sieben Prozent haben sich sogar komplett von ihrer Regelarbeitszeit verabschiedet: sie arbeiten jede Woche durchschnittlich mehr als 20 Überstunden.
Überstunden scheinen für die Mehrheit der Deutschen jedoch kein Problem dazustellen. So gab ein Großteil der Umfrageteilnehmer an, dass eine bis drei Überstunden pro Woche für sie annehmbar sind (35%). Weitere 25 Prozenthalten drei bis fünf Überstunden wöchentlich für akzeptabel, während rund jeder Achte (12,5%) sogar fünf bis zehn Überstunden pro Woche immer noch annehmbar findet.

Die Mehrheit kennt Workaholics aus ihrem eigenen Arbeitsumfeld

Die wichtigsten Gründe für ihre Überstunden können die Deutschen in der Umfrage klar identifizieren: Hauptgrund ist in ihren Augen, dass Arbeitnehmer zu viel Arbeit aufgelastet bekommen (55%), dicht gefolgt von Mehrarbeit durch Krankheits- oder Urlaubsvertretung für andere Kollegen (45%). Als weiteren gravierenden Faktor sehen sie Vorgesetzte, die Aufgaben nicht gerecht unter allen Kollegen verteilen (11,5%).

56 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass zu viele Überstunden ungesund sind und die Gefahr anderer Krankheiten wie Burnout oder Suchtkrankheiten nur zusätzlich fördern. Und auch Arbeitssucht selbst ist eine ernstzunehmende Krankheit. Erschreckende 26 Prozent der Befragten gaben dennoch an, dass sie Arbeitssucht trotzdem nicht als Krankheit sehen. Dabei kennt mehr als jeder zweite Deutsche sogar Menschen aus seinem eigenen Arbeitsumfeld, die er als Workaholics identifizieren würde: 25,5 Prozent gaben an, dass zwei bis fünf Personen in ihrem Arbeitsumfeld dazu zu zählen sind. Weitere 23 Prozent kennen zumindest eine Person, die arbeitssüchtig ist und fast jeder zehnte Deutsche (9%) hat sogar mehr als fünf Workaholics in seinem Arbeitsumfeld.
Rob Brouwer, CEO von Jobrapido, kommentiert: „Unsere Umfrageergebnisse zeigen, dass Überstunden für die meisten Deutschen zum Alltag gehören. Unternehmen sollten jedoch ein  Auge darauf haben, dass bei ihnen nicht zu viele Überstunden gemacht werden, um Mitarbeiter vor den Gefahren von Arbeitssucht zu schützen. Wenn den Mitarbeitern eine ausgewogene Work-Life-Balance geboten wird, sind sie darüber hinaus auch allgemein glücklicher und motivierter – und motivierte Mitarbeiter wirken sich immer positiv auf das gesamte Unternehmen aus.“

(Foto: © mooshny/fotolia)