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Start-up bringt Hochschulabschlüsse auf die Agenda von HR-Abteilungen zurück

Junge qualifizierte Hochschulabsolventen, die frisch in den Arbeitsmarkt eintreten, sind eine wertvolle Ressource für alle Unternehmen. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für ein Hochschulstudium. Um die steigende Nachfrage nach Hochschulbildung zu decken, werden immer mehr Hochschulen und Studiengänge gegründet. Im Deutschland des Jahres 2018 gibt es rund 500 Hochschulen und 30.000 Studienprogramme.

Die Benotung und die Leistungsdichte unterscheiden sich dabei stark zwischen den verschiedenen Hochschulprogrammen. Die Abschlussnote kann daher häufig keine verlässlichen Informationen über die tatsächliche Qualität der individuellen Bewerber geben. Genau an dieser Stelle setzt CASE (candidate select) an. Der CASE Score berücksichtigt, wie ein Bewerber im Vergleich zu seinen Kommilitonen abgeschnitten hat und wie hoch das allgemeine Niveau in dem entsprechenden Studiengang war.

Die Frage bleibt, ob durch statistische Analyse die Aussagekraft eines Hochschulabschlusses wiederhergestellt werden kann. Hierzu hat CASE, dessen Scoring aktuell von der Boston Consulting Group deutschlandweit eingesetzt wird, nun erstmals Recruiting-Ergebnisse veröffentlicht. Sie basieren auf der Zusammenarbeit mit Simon-Kucher & Partners, Evonik Industries, MAHLE,DP DHL, und einem nicht genannter großer Energieversorger und liegen HR Performance unter dem Link vorab vor: CASE Study.

Besonders die Erfahrungen des Stuttgarter Autozulieferers MAHLE sind interessant. Das Unternehmen hatte Trainees mit durchschnittlich vier Jahren Arbeitserfahrung evaluiert und die Ergebnisse rückblickend mit dem CASE Score bei Einstellung abgeglichen. Trainees mit gutem CASE Score wurden von MAHLE in 70 Prozent der Fälle auch später als sehr gut bewertet. Bei Trainees mit schlechten CASE Score war Mahle nur in 10 Prozent der Fälle „sehr zufrieden“. Andere Auswahlkriterien, darunter auch die absolute Note, ein IQ-Test oder sogar das Assessment-Center waren nicht in der Lage verlässliche Voraussagen zu treffen.

Auch die Ergebnisse im Praktikantenprogramm JOIN der Deutschen Post DHL Group sind für die neue Recruiting-Methode vielversprechend. Zusammen mit dem Online-Test eines anderen Anbieters konnte der Hochschulabschluss gemessen durch den CASE Score 53 Prozent der nicht erfolgreichen Teilnehmer im späteren Assessment-Center vorab erkennen. Ein beträchtlicher Gewinn, wenn man die Kosten eines professionellen Auswahltages bedenkt.

Die Auswahl von leistungsfähigen Mitarbeitern ist das Ziel jeder HR-Abteilung. Doch ob ein Kandidat langfristig gute Leistungen erbringen kann, zeigt sich erst nach einiger Zeit im Unternehmen. Der CASE Score macht Studienleistungen, die selbst über mehrere Jahre erworben wurden, vergleichbar. Daher ist es vielleicht wenig überraschend, dass der CASE Score stärker mit echter Job-Performance korreliert, als kurzfristige Bewertungsmethoden wie das Assessment-Center oder ein Online-Test.

Quelle: CASE

Bild: (v.l.n.r.) Dr. Jan Bergerhoff von CASE, HR-Deutschand Chef von Evonik Industries, Randolf Bursian, Dr. Philipp Seegers von CASE, Dr. Frank Lelke, Leiter HR Sourcing Evonik Industries (Quelle: Nikelowski, Evonik)

 

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