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So profitiert der HR-Bereich von BI-Lösungen

Interview mit Daniel Müller, Sales Manager bei der bi excellence software GmbH

HRP: Was sind aus Ihrer Sicht aktuelle Trends beim Thema Business Intelligence?

Daniel Müller: Business Intelligence (BI) ist in den letzten Jahren anwenderfreundlicher geworden. Bei BI-Anwendungen ersetzen beispielsweise Drag-and-Drop-Oberflächen das Skripting. So ist BI nicht mehr nur ein Tool der IT, sondern kann von allen Fachbereichen im Self Service eingesetzt werden. Ein spezielles Trendthema ist künstliche Intelligenz. Der Anwender kann beispielsweise einem künstlich intelligentem Sprachbot die Frage stellen: „Wie hoch ist der Gewinn meiner Produkte, die im letzten Jahr verkauft wurden?“. Der Bot interpretiert die Frage und liefert das gewünschte Ergebnis.

HRP: Wie verhalten sich Big-Data-Umgebungen und klassische BI-Systeme zueinander? Wie können sie sich gegenseitig bereichern?

Müller: Früher wurde beispielsweise die Personalabteilung als nicht-kennzahlenbasiert bezeichnet. Jetzt lassen sich mit Big Data alle Geschäftsbereiche quantifizieren. Dazu greift klassisches BI vorwiegend auf historische Daten aus einem Data Warehouse (DWH) zu und wertet sie aus. Doch in letzter Zeit verzichten immer mehr Unternehmen auf ein DWH: Heißt: Sie nutzen Echtzeitdaten. Das Internet der Dinge mit Predictive Maintenance ist hier ein gutes Beispiel. Hierbei werden Ausfalldaten von Maschinen gesammelt, um vorauszusagen, wann Bauteile verschleißen.

HRP: Auf Ihrer Website schreiben Sie, dass Sie den Schritt von Business Intelligence zu Business Integration gegangen sind. Wie sieht dieser Schritt aus und warum ist er wichtig?

Müller: Ein Immobilienportal ist von der Logik her parallel zu einem Business Intelligence System aufgebaut. Einmal möchte der Nutzer beispielsweise über den Umsatz mit bestimmten Kunden Bescheid wissen und im anderen Fall über spezielle Wohnungen. Bei Extranet- und Schulungsportalen ist es ähnlich, nur mit mehr BI-Funktionen. Benutzer müssen sich einloggen und sind einer bestimmten Benutzergruppe mit definierten Berechtigungen zugeordnet. Für unsere eigene Business-Intelligence-Lösung, biAnalytics, und für unsere Extranet- und Portallösungen verwenden wir dasselbe Business Intelligence Framework. Je nach Anforderung wird die Benutzeroberfläche angepasst und die entsprechende Logik eingebaut.

HRP: Was sind aus Ihrer Sicht wichtige Daten, die HR momentan eigentlich noch viel zu wenig nutzt?

Müller: Seit einigen Jahren gibt es im HR-Bereich „People Analytics“. Das Ziel: Potenziale der Mitarbeiter erkennen und fördern. So lässt sich die Zufriedenheit am Arbeitsplatz erhöhen und das volle Leistungsvermögen der Angestellten abrufen. BI schafft es bei gegebener Datenbasis mithilfe von Mustererkennnung und Machine Learning, persönliche Stärken und Reize zu identifizieren. Dies hilft, wertvolle Mitarbeiter zu halten und bei der Auswahl neuer Angestellten: Die Datenanalyse schafft eine bessere Entscheidungsgrundlage dafür, wer in das Team passt und wie seine Stärken für das Unternehmen am besten genutzt werden können.

HRP: Vielen Dank für das Gespräch.