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So nutzen Sie Arbeitszeitkonten richtig

In der Diskussion um flexiblere Arbeitszeiten sind Langzeitkonten ein immer beliebteres Mittel. Seit 1999 ist der Anteil der Beschäftigten mit einem Arbeitszeitkonto um 21 auf 56 Prozent gestiegen, der Anteil der Betriebe um 17 auf 35 Prozent, ist jedoch nach Branche deutlich unterschiedlich verbreitet.

Während 76 Prozent der Betriebe der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung Arbeitszeitkonten anbieten, sind es im Gastgewerbe gerade einmal 24 Prozent. In vier von zehn Betrieben sind die Konten zwischen einem halben und einem Jahr auszugleichen, Langzeitkonten bleiben die Ausnahme. Dort angesparte Guthaben werden meist für Sabbaticals, Familie oder Weiterbildungen genutzt. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Tipps für Arbeitgeber und Beschäftigte

„Arbeitszeitkonten ermöglichen Spielräume, Auftragsschwankungen auszugleichen sowie Arbeit und Freizeit besser zu vereinen - so profitieren Betriebe wie Beschäftigte gleichermaßen“, meint Prof. Dr.-Ing. Susanne Mütze-Niewöhner, Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen, die das Projekt „Arbeitszeitbox“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit leitet.

Das Projekt Arbeitszeitbox veranstaltet deshalb eine Expertendiskussion zum Thema Langzeitkonten als Webinar. BeraterInnen, MitarbeiterInnen aus Verbänden, Gewerkschaften und Kammern erfahren in der einstündigen Diskussion verschiedene Inhalte zu dem Thema. Experte Frank Brenscheidt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin diskutiert dazu die Vor- und Nachteile von Langzeitkonten und steht für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei und über folgenden Link möglich: https://webconf.vc.dfn.de/azbox-langzeitarbeitskonten/

„Arbeitszeitkonten brauchen klare Regeln zu Zweck, Umfang, Nutzung, Ausgleichszeitraum und -art“, so Mütze-Niewöhner. Die Höchst- und Untergrenzen sollten die Schwankungen in der Auftragslage abbilden, Kurzzeitkonten im Jahresverlauf ausgeglichen werden. Zu beachten sind die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Kunden sowie die gesetzlichen Grundlagen. Hierbei helfen Umfragen und Analysen von Auftragslage, Überstunden, Krankenständen und Vertretungen. Die Arbeitszeitbox beispielsweise bietet Excel-Tabellen zur Einführung eines Ampelkontos, das anzeigt, wenn zu viele Plus- oder Minusstunden anfallen.

Auch die neue Ausgabe der HR Performance 4/2018 (Erscheinungsdatum: 22.08.) legt ihren Schwerpunkt auf Arbeitszeitmodelle und Zeitwertkonten. Hier geht's zum Shop.

Quelle: www.inqa.de
(Foto: Günter Menzl/Fotalia)

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