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Neuer Job-Berufssprachkurs für Geflüchtete

Die Job-Berufssprachkurse machen den beschäftigungsbegleitenden Spracherwerb leichter und deutlich attraktiver. Neu und innovativ ist die konsequente Ausrichtung an den Bedarfen der Betriebe und der Beschäftigten am jeweiligen Arbeitsplatz. Die Kurse können bereits in kleinen Gruppen starten.

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Deutschkurs
Foto: ©AdobeStock/Frank Gärtner

Geflüchtete sollen neben dem Beruf leichter Deutsch lernen können. Dafür hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BMAF) ein neues Kursangebot gestartet – im Rahmen des Job-Turbos. Diese sogenannten Job-Berufssprachkurse sollen mit interessierten Unternehmen erprobt werden. Erste Kurse sind bereits zum Ende des ersten Quartals 2024 geplant.

 

    Mit dem Job-Turbo bringen wir Geflüchtete jetzt schneller in Arbeit. Dafür sind Sprachkenntnisse wichtig, aber sie müssen noch nicht perfekt sein. Denn Sprache lernt sich nicht nur auf der Schulbank, sondern vor allem im täglichen Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz. Damit das gut klappt, führen wir neue berufsbegleitende Sprachkurse ein. Sie richten sich flexibel und praxisnah nach den Anforderungen der Betriebe und der Beschäftigten. Das bringt unseren Job-Turbo weiter voran.

    Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales

 

Den Job-Turbo hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zusammen mit der Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, und dem Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten, Daniel Terzenbach, im Oktober 2023 vorgestellt. Ziel des Job-Turbos ist es, Geflüchtete mit grundständigen Deutschkenntnissen schneller in Arbeit zu bringen und bei Bedarf berufsbegleitend weiter zu qualifizieren. Der Job-Turbo wird von Spitzenverbänden der Wirtschaft, Gewerkschaften, Betriebsräten, kommunalen Spitzenverbänden und zahlreichen Unternehmen in Deutschland aktiv unterstützt. Das Ziel aller Beteiligten bleibt dabei eine möglichst nachhaltige und an den vorhandenen Potenzialen ausgerichtete Integration in den Arbeitsmarkt.

Ausrichtung an den Bedarfen der Unternehmen

Die Job-Berufssprachkurse machen den beschäftigungsbegleitenden Spracherwerb leichter und deutlich attraktiver. Neu und innovativ ist die konsequente Ausrichtung an den Bedarfen der Betriebe und der Beschäftigten am jeweiligen Arbeitsplatz. Die Kurse können bereits in kleinen Gruppen (in der Regel mit sieben Teilnehmenden ähnlicher Berufsgruppen, im Einzelfall auch mit nur drei Teilnehmenden) starten. Um die Sprachvermittlung praxisnah in den Berufsalltag einzubauen, werden sie vorzugsweise direkt in den Betrieben durchgeführt. Wie andere Berufssprachkurse auch können die Job-Berufs­sprachkurse in Teilzeit, zu Tagesrandzeiten oder virtuell stattfinden. Neu und im Portfolio der Berufssprachkurse einzigartig ist außerdem ein individuelles Sprachcoaching, das jedem Teilnehmenden gezielt dabei helfen wird, die speziellen kommunikativen Herausforderungen am Arbeitsplatz besser zu bewältigen. Für die Organisation und Durchführung ist das BAMF zuständig.

Gespräche zur Planung beruflicher Perspektiven

Zugang haben Erwachsene, die bereits einen Integrationskurs absolviert, dabei mindestens das Sprachniveau A2 erreicht und entweder eine Arbeitsplatz­zusage haben, sich in Vorbereitung auf eine konkrete Beschäftigung oder bereits in Arbeit befinden. Mit rund 100 bis 150 Unterrichtseinheiten (je 45 Minuten) sind die Kurse im Umfang deutlicher geringer als herkömmliche Berufssprachkurse. Eine Abschlussprüfung ist nicht vorgesehen. Empfohlen werden zu Kursende vielmehr Gespräche unter Einbindung der Arbeitgebenden zur Planung beruflicher Perspektiven und zu Möglichkeiten, die weitere Entwicklung zu unterstützen. Für den weitergehenden Spracherwerb können nach Abschluss des Kurses die bestehenden Angebote der Berufssprachkurse genutzt werden.

Quelle: BMAS

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