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Neue Broschüre zeigt Bedeutung der Schichtarbeit

Die Erfahrungen der letzten Jahre und auch die aktuellen Diskussionen um Lieferengpässe und Warenströme zeigen, dass die Notwendigkeit von Nacht- und Schichtarbeit unverändert hoch ist.

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Foto: ©AdobeStock/DC Studio

Auch in Zukunft ist und bleibt Schichtarbeit in Zukunft notwendig, um Produktion und Wohlstand in Deutschland zu halten. Doch wie lässt sich diese optimal gestalten? Und worauf ist bei der Einführung neuer Schichtmodelle zu achten?

Die neue Broschüre des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft richtet sich an die betrieblichen Praktiker und erläutert die wichtigsten Aspekte, die für die Beurteilung und Akzeptanz von Schichtmodellen auf betrieblicher und individueller Ebene maßgeblich sind.

„Aus der Vielzahl an Themen haben wir gemeinsam mit Arbeitszeitexperten der Metall- und Elektroindustrie die maßgeblichen Herausforderungen ausgewählt. Darunter zum Beispiel: Wie ist der Kenntnisstand zu ergonomischer Schichtplangestaltung? Besteht Veränderungsnotwendigkeit? Wie ist die Akzeptanz? Wie kann die Vereinbarkeit mit dem Privatleben gelingen?“, so Veit Hartmann, wissenschaftlicher Experte des ifaa.

Die Broschüre „HERAUSFORDERUNGEN BEI DER EINFÜHRUNG NEUER SCHICHTMODELLE – Hinweise und Lösungsansätze“ steht kostenlos zur Verfügung.

Notwendigkeit der Schichtarbeit unverändert hoch

Die Erfahrungen der letzten Jahre und auch die aktuellen Diskussionen um Lieferengpässe und Warenströme zeigen, dass die Notwendigkeit von Nacht- und Schichtarbeit unverändert hoch ist. Und nicht nur in Bereichen, die der Grundversorgung der Bevölkerung dienen wie zum Beispiel bei ärztlichen Dienstleistungen oder der Pflege.

Das sagt das Gesetz

Damit die Gesundheit der Beschäftigten, die in Nacht- und Schichtarbeit tätig sind auf Dauer möglichst gering beeinträchtigt wird, schreibt der Gesetzgeber im Arbeitszeitgesetz die Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit nach bestimmten arbeitswissenschaftlichen Kriterien vor (§6 (1) ArbZG). Für eine erfolgreiche Einführung von Schichtmodellen sind die jeweiligen betrieblichen Anforderungen in einem Ausgestaltungs- und Diskussionsprozess der Betriebsparteien mit den Wünschen und Bedarfen der Beschäftigten abzugleichen und optimal aufeinander abzustimmen. Nur so können sowohl Betrieb als auch Beschäftigte von einem neuen Modell profitieren.

Herausforderungen bei der Einführung neuer Schichtmodelle

Dazu gehören beispielsweise:

  • Die Veränderungsnotwendigkeit wird nicht gesehen und das neue Modell abgelehnt.
  • Beschäftigte fühlen sich durch das neue Modell benachteiligt oder erwarten finanzielle Einbußen.
  • Das Modell ist nicht auf das soziale Umfeld der Beschäftigten abgestimmt und erfährt somit indirekt eine Ablehnung.
  • Die Komplexität des Themas überfordert die betrieblichen Akteure, daher wird das Thema zunächst verschoben.

Wie diese Klippen umschifft werden können, zeigt die neue ifaa-Broschüre „Herausforderungen bei der Einführung und Bewertung neuer Schichtmodelle – Hinweise und Lösungsansätze“.

Die aktuelle Broschüre ergänzt den ersten Teil aus dem Jahr 2019, in dem anschaulich nachgewiesen werden konnte, dass für die Mehrheit der betrieblichen Anforderungen eine Gestaltung von Schichtmodellen nach den vom Gesetzgeber geforderten arbeitswissenschaftlichen Kriterien möglich ist.

Quelle: ifaa

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