Startseite » News » Ein Studium garantiert nicht immer das höchste Lebensentgelt

Ein Studium garantiert nicht immer das höchste Lebensentgelt

Experten erreichen zwar im Durchschnitt das höchste Lebensentgelt, ihr Lebensentgelt liegt aber nicht per se über dem von Fachkräften oder Spezialisten in anderen Berufen.

1 Min. Lesezeit
Foto: ©AdobeStock/Gorodenkoff

Mit dem Anforderungsniveau des Berufs steigt auch fast immer das Lebensentgelt. In bestimmten Berufen sieht es allerdings etwas anders aus, wie eine jüngst erschienene Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt: Dort können Mitarbeitende mit einer Berufsausbildung und anschließendem Fortbildungsabschluss aber Lebensentgelte erzielen, die vergleichbar sind mit denen von Personen mit Hochschulabschluss in anderen Berufen.

Das durchschnittliche Brutto-Lebensentgelt von Fachkräften, die in der Regel eine zwei- bis dreijährige Berufsausbildung absolviert haben, beträgt 1,7 Millionen Euro. Spezialisten, also Personen, die über ihre berufliche Ausbildung hinaus einen Fortbildungsabschluss wie einen Meister-, Techniker-, oder Fachwirtabschluss erzielen, haben ein durchschnittliches Brutto-Lebensentgelt von 2,4 Millionen Euro. Die höchsten Brutto-Lebensentgelte mit durchschnittlich 2,7 Millionen Euro erreichen Experten, also Personen, die Tätigkeiten ausüben, für die in der Regel ein Hochschulabschluss benötigt wird.

Die Lebensentgelte variieren jedoch erheblich zwischen Berufen. „Experten erreichen zwar im Durchschnitt das höchste Lebensentgelt, ihr Lebensentgelt liegt aber nicht per se über dem von Fachkräften oder Spezialisten in anderen Berufen“, berichtet IAB-Forscher Heiko Stüber.

In den Berufshauptgruppen der MINT-Berufe erzielen Spezialisten beispielsweise ein durchschnittliches Brutto-Lebensentgelt von mehr als 2,7 Millionen Euro. „Sie erreichen damit ein Lebensentgelt, das über dem durchschnittlichen Lebensentgelt von Experten liegt“, ergänzt Stüber. Auch erzielen Spezialisten in 29 und Fachkräfte in 13 Berufshauptgruppen, wie zum Beispiel im Bereich Papier- und Druckberufe und technische Mediengestaltung, ein Lebensentgelt von brutto über 1,6 Millionen Euro und somit ein höheres Lebensentgelt als Experten in Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen.

Aufgrund der steigenden Fachkräfteengpässe ist — zumindest in bestimmten Berufsgruppen — in den nächsten Jahren ein überproportionaler Anstieg der Entgelte von Fachkräften und Spezialisten im Vergleich zur Steigerung der Löhne insgesamt zu erwarten.

Quelle: IAB

Andere interessante News

Azubi-Ghosting

Azubi-Ghosting

„Das beste Azubimarketing und die tollste Social-Media-Kampagne nützen nichts, wenn Betriebe Bewerber entweder im Bewerbungsprozess verlieren oder auf Grund alter Glaubenssätze fragwürdige Kriterien bei der Einstellung heranziehen und so falsche Entscheidungen treffen,” sagt die Studieninitiatorin und Eignungsdiagnostikerin Felicia Ullrich von u-form Testsysteme.

Burnout

Hybrides Arbeiten mindert das Burnout-Risiko

Vier von fünf Personalleitern (86 Prozent) sagen, dass hybride Arbeitsformen heute zu den gefragtesten Benefits für Mitarbeiter gehören. Auch sie sind der Meinung, dass sich die Produktivität der Mitarbeiter gesteigert hat (85 Prozent). Dies geht aus einer Studie hervor, die Anfang des Jahres durchgeführt wurde.

Fußball-EM während der Arbeitszeit

Fußball-EM und die Arbeitszeit

Immerhin fast jeder fünfte männliche Arbeitnehmer (19%) plant, an Spieltagen der deutschen Nationalmannschaft oder für den Tag nach den DFB-Spielen Urlaub zu nehmen, um sich voll der Europameisterschaft im eigenen Land widmen zu können. Bei Frauen fällt diese Art der fußballerischen Hingabe etwas defensiver aus.