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Bachelor und Master werden selten genannt

Viele Absolventen orientieren sich an den in den Stellenanzeigen geforderten Abschlüssen. Statt den Bachelor- oder Master-Abschluss konkret zu benennen, verwenden fast 50 Prozent der personalsuchenden Firmen lediglich allgemeine Begriffe wie „Studienabschluss“, „Hochschulabschluss“ oder Universitätsabschluss“ als Voraussetzung.

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Studentin
Foto: ©AdobeStock/sementsova321

Viele Studierende fragen sich, ob ein Bachelor-Abschluss ausreicht oder ob sie sich doch noch für einen Master entscheiden sollten. Young Professionals werden auf jeden Fall händeringend gesucht, einen konkreten Abschluss sucht man in den Stellenanzeigen jedoch oftmals vergebens.

Zwischen Januar und Oktober schrieben Unternehmen und öffentliche Einrichtungen deutschlandweit über 160.000 Stellenangebote für sie aus. Der Bachelor-Abschluss stand als Anforderung aber in lediglich etwa 16.700 Stellen und der Master in circa 12.000 Stellen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Berliner Personalmarktforschung Index Research. Analysiert wurden öffentlich geschaltete Stelleninserate in 200 Printmedien, 305 Online-Jobbörsen, dem Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit und 657.000 Firmenwebsites.

Nachfrage nach Young Professionals steigt

Die Nachfrage nach Young Professionals steigt seit Jahren. Von Januar bis Oktober dieses Jahres veröffentlichten Arbeitgeber über 160.000 Stellen für Trainees, Volontäre, Juniors und Direkteinsteiger mit Hochschulabschluss. Im Gesamtjahr 2022 lag das Stellenangebot bei fast 195.000 Positionen. Zum Vergleich: 2021 veröffentlichten Arbeitgeber erst rund 144.000 und 2020 etwas mehr als 103.000 Stellen für Young Professionals.

Viele Absolventen orientieren sich an den in den Stellenanzeigen geforderten Abschlüssen. Statt den Bachelor- oder Master-Abschluss konkret zu benennen, verwenden fast 50 Prozent der personalsuchenden Firmen lediglich allgemeine Begriffe wie „Studienabschluss“, „Hochschulabschluss“ oder Universitätsabschluss“ als Voraussetzung. „Mit der konkreten Nennung des Bachelor- oder Master-Abschlusses sprechen Unternehmen Absolventen viel gezielter an. So ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie sich auch wirklich bewerben“, betont Jürgen Grenz, CEO der Index Gruppe.

Nennung des Bachelor-Abschlusses hat kaum zugenommen

Im Anforderungsprofil der Stellenausschreibungen für Young Professionals kommt der Bachelor noch kaum vor: Von insgesamt 160.000 Stellenangeboten in den ersten 10 Monaten 2023 wurde der Bachelor-Abschluss nur in rund 16.700 Positionen als Voraussetzung genannt. Das sind 10,4 Prozent der Anzeigen. Gegenüber dem Jahr 2019 ist das eine geringe Steigerung, seinerzeit lag der Anteil erst bei 7,8 Prozent.

Master-Abschluss noch nicht praxistauglich?

Der Master als Abschlusses steht ebenfalls sehr selten als Anforderung in Stellen für Young Professionals. Zwischen Januar bis Oktober 2023 wurde der Master-Abschluss im Anzeigentext in nur rund 12.000 Stellen erwähnt, dies entspricht einem Anteil von lediglich 7,5 Prozent. Im Jahr 2019 lag der Anteil noch bei 6,6 Prozent.

„Mit Blick auf die Bedeutung, die der Bachelor- und Masterabschluss für Young Professionals heute hat, sollten Personalverantwortliche ihr Wording in den Stellenausschreibungen anpassen“, fordert Jürgen Grenz.

Quelle: index

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