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Azubi-Onboarding während der Pandemie

Die Pandemie hat Deutschland weiterhin im Griff. Das hat Auswirkungen auf das Onboarding neuer Azubis. Die Krux: Gerade diese Phase ist enorm wichtig für die Mitarbeiterbindung.

Je besser ein Auszubildender im Job ankommt, umso stärker ist er gebunden. Der Effekt: Er ist motiviert, arbeitet sich besser ein und ist rascher produktiv. Einem Arbeitgeber sollte es von Anfang an gelingen, einem Azubi zu signalisieren: „Du gehörst dazu.“ Dass es hier allerdings schon vor der Corona-Krise hakte, brachte 2019 eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) ans Tageslicht. Dieser zufolge war es für Unternehmen damals schon eine Herausforderung, Azubis an Bord zu holen.

Generation Z steht Heimarbeit aufgeschlossen gegenüber

Vielen Unternehmen gelang es also nicht, die nötige Nähe aufzubauen. „Das wird in der aktuellen Situation nicht leichter“, stellt Katja Kolb, Geschäftsführerin des HR-Software Lösungsanbieters Persis, fest. „In vielen Fällen hat bislang nur ein kurzes Vorstellungsgespräch stattgefunden und das anschließende Onboarding muss wohl in großen Teilen remote abgewickelt werden. Doch nur die wenigsten Unternehmen haben Erfahrungen mit Remote-Onboarding.“

Allerdings: In puncto Azubi-Onboarding könnte das auch Chancen bieten. Das legt die Studie Recruiting Trends 2020 der Universität Bamberg nahe. Dieser zufolge sind gerade junge Leute überdurchschnittlich aufgeschlossen gegenüber Heimarbeit. Innerhalb der Generation Z – die heutige Azubi-Generation – würden fast vier von zehn Kandidaten ein Jobangebot ablehnen, sollte Home-Office nicht im Benefit-Paket enthalten sein.

Digitales Ausbildungsmanagement unterstützt Onboarding  

Abhilfe schafft ein digitales Ausbildungsmanagement. Kontakte und Informationen zum Team sowie zu Unternehmens-Benefits, Unternehmensziele, Visionen und Werte, ein vorläufiger Einarbeitungsplan und wichtige Termine: All das findet der Azubi hier im Überblick. Umso besser, wenn es dazu auch eine passende Ausbildungs-App gibt. In dieser finden junge Talente im besten Fall alle Schlüsselinformationen. Es gibt einen Kalender mit farbig markierten Terminen. Sogar das Online-Berichtsheft ist verfügbar und per Spracheingabe, bearbeitbar, speicherbar und an den Ausbilder versendbar.

So gelingt das Onboarding problemlos

Aber selbstredend ersetzt selbst das beste System den persönlichen Kontakt nicht. Hilfreich ist ein Buddy, der für den Azubi als Ansprechpartner zur Verfügung steht. So finden Azubi und Arbeitgeber, nicht nur inhaltlich, sondern auch emotional schneller und besser zusammen. In den Phasen der Remote-Arbeit kann der soziale Kontakt über Videokonferenzen aufrechterhalten werden. Für Katja Kolb ist die Sache jedenfalls klar: „Wenn sozialer Kontakt und Technik sich perfekt ergänzen, gelingt das Onboarding von Azubis ohne Probleme. Pandemie hin oder her.“

Quelle: Sonja Dietz, freie Autorin, „Azubi-Onboarding in Pandemie-Zeiten“, HR Performance Spezial Nachwuchs gewinnen 3/2020

Hinweis:

Bundesminister Karliczek sagt: Digitalisierung und Nachhaltigkeit soll künftig Pflichtprogramm für Auszubildende sein. Die für berufliche Bildung verantwortlichen Akteure haben sich darauf geeinigt, dass künftig Kompetenzen aus den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit in jedem Ausbildungsberuf vermittelt werden. Hierfür haben sie neue sogenannte Standardberufsbildpositionen beschlossen. Hier geht es zu unserem Artikel zum Thema:

https://www.hrperformance-online.de/blog/detail/sCategory/209/blogArticle/4342