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Raus aus der HR-Komfortzone

Personalverantwortliche sollten sich nicht ausschließlich auf HR-Prozesse fokussieren, sondern vielmehr fragen: Wie lässt sich die Zusammenarbeit in Mitarbeiterteams optimieren und damit ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg verbessern? Das fordert Oracle im Umfeld der HR Tech World (Amsterdam, 24.-25. Oktober). Grundlage sind die Ergebnisse der jüngst durchgeführten Studie „Barriers to Engagement“ in Zusammenarbeit mit dem Think Tank „Engage with Success“ sowie Forschern von „Ashridge Executive Education“, Teil der Hult International Business School. Die Studie stellt zum ersten Mal das Team und nicht den einzelnen Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Die Ergebnisse haben das Potenzial, die vorherrschenden Vorstellungen über die Faktoren von Mitarbeitermotivation und -engagement auf den Kopf zu stellen.

In der Studie gleicht das Team von Ashridge Executive Education das Verhalten von Teams gegen Faktoren des individuellen Mitarbeiter-Engagements ab. Die Ergebnisse haben die Wissenschaftler in vier „Zonen“ zusammengefasst, denen sie unterschiedliche Team-Typen zuordnen.

  • „Zone of Engagement“: Hierzu zählen Teams, die produktiv arbeiten und proaktiv nach Problemlösungen suchen. Die Mitarbeiter bewerten die Arbeit im Team positiv.
  • „Zone of Disengagement“: In dieser Zone sehen sich Mitarbeiter eher als „Opfer“ vorgegebener Strukturen und arbeiten lieber alleine. Die Teams sind daher insgesamt unproduktiver.
  • “Zone of Pseudo-Engagement”: Teams in dieser Zone arbeiten zwar produktiv, die Mitarbeiter verfolgen jedoch vermehrt eigene Interessen. Ihnen ist es wichtiger, sich vor Führungskräften in einem positiven Licht zu präsentieren, als zum Team-Erfolg beizutragen.
  • „Zone of Contentment“: In diesen Teams packen die Mitarbeiter nur das Nötigste an. Sie gehen nicht an ihre Grenzen, um sich weiterzuentwickeln, und machen sich keine oder nur wenig Gedanken, wie sie das Unternehmen vorwärts bringen können.

Mit den Studienergebnissen können HR-Verantwortliche ein besseres Verständnis für das Zusammenspiel von Management-Ansätzen, Team-Strukturen, Diversität, Mitarbeiterbeziehungen und eine ganze Reihe weiterer Faktoren entwickeln. So sind sie in der Lage zu erkennen, wo es bei einzelnen Teams „hakt“ und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

„Die Führungsetage fordert schon lange, dass Personalverantwortliche neue Dimensionen der HR-Arbeit erschließen. Doch viele Verantwortliche verlassen nur ungern ihre eigene ‚Komfortzone‘, in der sie sich vor allem mit Prozessen beschäftigen. Natürlich sind auch diese nach wie vor grundlegend. Doch im Gegensatz zur Arbeit auf der Ebene von Mitarbeiterteams trägt das nicht zu erfolgreicheren Marketing-Kampagnen, besseren Vertriebsergebnissen oder anderen Faktoren des Unternehmenserfolgs bei“, erklärt Joachim Skura, Strategy Director HCM bei Oracle. „Mithilfe von integrierten HR-Systemen können und müssen Personalexperten jetzt aktiv werden und mit den unterschiedlichen Unternehmensbereichen zusammenarbeiten, um engagierte und produktive Teams aufzubauen.”

„Die Studie ist noch nicht komplett abgeschlossen. Doch schon jetzt zeichnen sich teilweise überraschende Ergebnisse ab, die die bisherige Wahrnehmung von Mitarbeitermotivation und -engagement auf den Kopf stellen. Wir sind gerade erst dabei, zu verstehen, wie groß der Einfluss von Teamdynamiken auf den einzelnen Mitarbeiter tatsächlich ist – für viele Angestellte nimmt ihr Team einen größeren Stellenwert ein als das Unternehmen, für das sie arbeiten“, fügt Sharon Oliver, Programme Director von Ashridge Executive Education, hinzu.

„Einer der größten Einflussfaktoren und Wegbereiter für Mitarbeitermotivation ist der ‚Engaging Manager‘ – wie wir ihn in der Studie nennen. Eine fähige Führungskraft, die ihren Mitarbeitern vertraut, sie als Individuen wahrnimmt und dabei gleichzeitig ein Arbeitsumfeld schafft, in dem jeder sein Bestes geben kann“, erläutert Cathy Brown, Executive Director bei Engage for Success. „Das ist nur eines der ersten bemerkenswerten Ergebnisse unserer Studie. Wir sind dabei, noch tiefer in die Thematik einzusteigen, und wollen herausfinden, was innerhalb von Teams vorgeht und warum sie sich so verhalten, wie sie es tun.“

Mehr Informationen zum Thema Mitarbeiterengagement und seine Bedeutung finden Sie in der vorausgegangenen Oracle-Studie.

(Foto: © Konstantin Yuganov/Fotolia)