Startseite » News » Drei Fragen an… Phil Curtis

Drei Fragen an… Phil Curtis

2 Min. Lesezeit

… Phil Curtis, seit 1. April 2022 als globaler Leiter für den HR-Bereich der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) verantwortlich

HRP: Welche Veränderungen streben Sie bei der Allianz Global Corporate & Specialty an, speziell im HR-Bereich?

Phil Curtis: Wir begleiten eng das Transformationsprogramm hin zu einem digitalen, globalen Geschäftsmodell, das die AGCS vor zwei Jahren gestartet hat. Außerdem treiben wir den kulturellen Wandel bei Führungskräften und Mitarbeitern voran. Ein globales Mindset, vertrauensvolle Zusammenarbeit und Eigeninitiative, aber auch ein klarer Kundenfokus sind Kernelemente. Wir möchten ein diversifiziertes und inklusives Arbeitsumfeld schaffen, in dem jeder Einzelne er oder sie selbst sein kann. Inklusion kommt für mich dabei zuerst. Erst wer sich in einer neuen Organisation zurechtfindet und ein Netzwerk aufbauen konnte, kann zur Vielfalt beitragen, die so wertvoll für jedes Unternehmen ist.

HRP: Welche Tools, Apps oder Produkte sind für Sie in der Personalarbeit wichtig?

Curtis: Im Allianz-Konzern nutzen wir natürlich die einschlägigen Systeme und Softwareanwendungen für Personaldaten, Talentmanagement und Payroll. Spannend finde ich die Entwicklungen bei Onlinetrainings. Es gibt Plattformen, die passgenaue Lernpfade und Kurse für bestimmte Skills oder Mitarbeitergruppen anbieten, so werden die Angebote von LinkedIn Learning oder Coursera sehr viel einfacher zugänglich. Das Lernen verlagert sich vom Seminar hin zum On-the-job-learning.

Wir fördern gezielt den 70:20:10 Ansatz, das heißt nur noch zehn Prozent des Lernens erfolgt im klassischen Training (übrigens findet auch dies mittlerweile größtenteils virtuell statt), der Rest online oder On-the-job.

HRP: Wie sieht für Sie Personalarbeit in Zeiten von Corona bzw. Post-Corona aus?

Curtis: Die Pandemie hat bei AGCS viele Entwicklungen beschleunigt, und wir haben diese Zeit zum Experimentieren und Lernen genutzt. Hybrides Arbeiten ist bei uns nun fest verankert. Unsere Mitarbeiter schätzen die Flexibilität, den Ort ihrer Arbeit besser mit den persönlichen Umständen zu vereinbaren.

Dennoch schätzen sie nach wie vor auch den physischen Austausch und das Gefühl der Zusammengehörigkeit, das für uns so wichtig ist. Wir versuchen, das Beste von allem unter einen Hut zu bringen. Einen großen Fokus haben wir aktuell darauf, dass Well-being und mentale Gesundheit einen noch höheren Stellenwert einnehmen. „No-Meeting-Wednesday“ und spezielle Gesundheitsangebote wie Kurse zur Meditation, Stressbewältigung oder Rückenstärkung haben wir aus diesem Grund eingeführt. Außerdem spüren wir wie gerade viele Unternehmen die Knappheit von Nachwuchs- und Führungskräften und arbeiten daher intensiv daran, als Arbeitgeber so attraktiv wahrgenommen zu werden, wie wir es sind.

HRP: Herr Curtis, vielen Dank für das Gespräch.

(erschienen in der HR Performance 3/2022)

Andere interessante News

Mann im Anzug ohne Kopf, der die Arme hebt vor rot-gestreiftem Hintergrund

Darum muss HR-KI ab August Chefsache sein

Ab dem 2. August 2026 verschärft der EU AI Act die Regeln für den Einsatz von Hochrisiko-KI in Europa drastisch – insbesondere in den Bereichen Transparenz, Risikomanagement und Go...

Frau hebt Handy in die Kamera mit myspdata-App

Die neue my_spdata App macht HR noch erlebbarer

Durch das Rebranding festigt SP_Data seine Rolle als zuverlässiger Partner in der digitalisierten Arbeitswelt. Das überarbeitete Corporate Design verkörpert Klarheit, Effizienz und...

Frau reckt vor buntem Hintergrund die Faust in die Luft und zeigt sich resilient

Mehr Resilienz täte uns allen gut

Gesundheit im Betrieb war bis vor 10 Jahren eher ein Randthema. Heute ist Resilienz wichtiger denn je und längst zum Erfolgsfaktor geworden: Wie BGM, Mental Health und gesunde Führ...