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Drei Fragen an… Dr. Carolin Herbst

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Dr. Carolin Herbst, seit 1. April 2022 HR Group Director und für den Personalbereich der Randstad Gruppe Deutschland verantwortlich.

HRP: Welche Veränderungen streben Sie bei der Randstad Gruppe Deutschland an, speziell im HR-Bereich?

Dr. Carolin Herbst: People Management muss nachhaltig und vielfältig sein. Unsere Aufgabe ist es, den nötigen Rahmen für Gestaltungsmöglichkeiten im Unternehmen zu schaffen, sodass alle Mitarbeitenden ihre Stärken bestmöglich einbringen können. Die Rolle von HR liegt vor allem in der proaktiven Gestaltung und Beratung an der Seite des Managements, der Führungskräfte und der Beschäftigten – vor allem in Zeiten des Changes. Neben den Change-Themen liegt bei uns das Augenmerk auch auf dem Thema der Arbeitgeberattraktivität nach innen und nach außen und auf der Verfeinerung unserer Diversity-Strategie.

HRP: Welche Tools, Apps oder Produkte sind für Sie in der Personalarbeit wichtig?

Herbst: Wir wollen die Möglichkeiten und Erkenntnisse von HR-Analytics bei Entscheidungen stärker nutzen, mit dessen Unterstützung Forecasts erstellen und auf dieser Grundlage auch unsere Planung optimieren. Für uns sind Social-Media-Kanäle bedeutend, LinkedIn, XING, TikTok, Monster (für Stellenanzeigen) hinsichtlich Direktansprache und Employer Branding; denn häufig sind Menschen offen für neue Jobs und spielen mit dem Gedanken, ihren Arbeitgeber zu wechseln, schauen allerdings nicht auf Stellenanzeigen oder sind noch nicht aktiv auf Jobsuche. Das Active Sourcing, also die aktive Suche und Ansprache von Kandidaten, ist dabei eine Möglichkeit, die wir ebenfalls nutzen.

HRP: Wie sieht für Sie Personalarbeit in Zeiten von Corona bzw. Post-Corona aus?

Herbst: Aus dem Fachkräftemangel ist ein Arbeitskräftemangel geworden. Gutes Personal zu finden und zu halten, ist die zentrale Herausforderung für Unternehmen. Für Personalverantwortliche hat Employer Branding zunehmend Priorität: Fragen danach, was heute einen guten und attraktiven Arbeitgeber auszeichnet, worauf es Arbeitnehmer:innen in Deutschland ankommt und wo und wie sie zukünftig arbeiten möchten, stehen im Vordergrund. Im Recruiting sollten Unternehmen dabei die eigenen Anforderungen hinterfragen und offen sein für eine Vielfalt an Lebensläufen und Menschen.

HRP: Frau Dr. Herbst, vielen Dank für das Gespräch.

(erschienen in HR Performance 3/2022)

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