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Feedback in Zeiten der Krise: Entwicklungen und Trends

Die Corona-Krise beherrscht viele deutsche Unternehmen. Unsicherheiten bauen sich auf, Inhalte, Aufgaben und Umfeld verändern sich bis hin zu existenziellen Nöten. Kommunikation – vor allem Feedback-Erhebung – wird wertvoller denn je.

Einsparungen und die schlagartige Veränderung von Arbeitsprozessen stehen aktuell im Vordergrund. In einem solch schnelllebigen gesellschaftlichen Umfeld erscheint weder eine Vollbefragung der Belegschaft noch eine Umfrage zu jedem Unternehmensthema sinnvoll. Um Mitarbeiter abzuholen, können stattdessen zu diesem Zweck offene Textfelder, aber auch Smileys als Mood-Checks eingesetzt werden. Zudem ist es wichtig zu erfahren, welche Informationen dem Mitarbeiter momentan fehlen, beziehungsweise zusätzlich benötigt werden.

Überblick über die Stimmung schaffen

Abfragen zum Austausch mit Kollegen sind ebenso notwendig – vor allem wenn das Gegenüber im Homeoffice arbeitet. Selbstverständlich sollte zeitgleich auch die Kommunikation mit Führungskräften und Geschäftsleitung thematisiert werden. Dabei spielt die technische Ausstattung eine wesentliche Rolle. Ist alles Notwendige an Technik vorhanden und funktioniert diese? Solch obligatorische Abfragen bieten dem Management und der Geschäftsleitung einen Überblick über die aktuelle Stimmung und eine bessere Bewertung der Arbeitsprozesse. Das hilft, gezieltere und schnellere unternehmerische Entscheidungen mit einer breiteren Zustimmung bei den Mitarbeitern zu treffen.

Krise verstärkt Trends

Die derzeitige Situation macht mit Sicherheit keine Trends, aber verstärkt diese. Feedback-Erhebungen finden öfter statt, sind dafür aber weniger umfangreich. Im Umkehrschluss bedeutet das nicht, dass die Vollbefragung ausstirbt – die zeitlichen Abstände werden nur größer.

Der Bedarf an Pulsbefragungen steigt

Der gesellschaftliche Wandel treibt den organisationalen Wandel voran. Themen, wie Work Life Balance, Changemanagement und Gesundheitsfragen sind auch Gegenstand von Feedbacklandschaften. Der Bedarf an Pulsbefragungen – auch als Pulse Surveys bekannt – für die so wichtigen Follow-up-Prozesse zur Umsetzung steigt.

Pluspunkt: Ergebnisse kleinerer Befragungen sind schneller verfügbar. Nur so können Unternehmen zeitnah und gezielt nachsteuern. Die Voraussetzung hierfür ist Flexibilität und interne Anpassungsfähigkeit.

Die Folge: Ein Abgleich von Unternehmensprozessen und -werten mit der Wahrnehmung sowie Lebenswirklichkeit der Belegschaften wird essentiell – und das über den gesamten Employee Lifecycle hinweg von der New Hire Survey bis hin zur Exit Survey.

Die richtigen Tools zur Umsetzung

Das erfordert technische Anpassungen: Der Wechsel von Plattformen und Providern sowie Anwendungsschnittstellen zu Unternehmens-Software werden erforderlich, um den schnelleren Wandel abzubilden zu können. Außerdem gewinnt der Self-Service für das Management an Bedeutung, um Folgebefragungen durchführen zu können. Tools zum Erfassen und Bewerten von Folgemaßnahmen unterstützen die Führung in der Steuerung des Unternehmens.

 

 

Quelle: Nico Reiter, Merck KGaA und Michael Wenzel, RACER Benchmark Group, „Feedbacklandschaften: Entwicklungen und Trends“, HR Performance Spezial Feedbackmanagement 3/2020.