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Mehr Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen

Stress ist zu einem der größten Gesundheitsrisiken in der modernen Arbeitswelt geworden. Die psychischen Folgen einer starken körperlichen und seelischen Belastung über einen längeren Zeitraum können von Migräne bis hin zu Depressionen und Burnout reichen. Solche psychischen Erkrankungen sind immer häufiger der Grund für Fehlzeiten und den frühzeitigen Einstieg in das Rentenalter. Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern deshalb Instrumente an die Hand geben, mit denen sie Stress frühzeitig vorbeugen und die Entstehung dadurch bedingter psychischer Erkrankungen vermeiden können.

Die Anzahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen hat seit 2004 um knapp 72 Prozent zugenommen. Mittlerweile geht jeder zehnte Fehltag auf eine psychische Erkrankung zurück. Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im Fehlzeiten-Report 2016. Keine andere Diagnose zieht so lange Ausfallzeiten nach sich wie eine psychische Erkrankung. 2015 fehlten Mitarbeiter mit psychischen Erkrankungen im Schnitt 25,6 Tage – mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,6 Tagen. Dabei sind sämtliche Altersgruppen der Erwerbstätigen betroffen, denn auch unter jungen Arbeitnehmern nehmen psychische Störungen immer mehr zu. „Ursache für eine psychische Erkrankung muss nicht unbedingt Stress sein, allerdings kann dauerhafter und belastend erlebter Stress, unter dem heute immer mehr Menschen leiden, psychische Erkrankungen begünstigen“, erklärt Sven Pudel, Geschäftsführer von WeCARE, der die digitale Gesundheitsplattform EXPARO mit seinem Team entwickelt hat. 

Aufgrund von Veränderungsprozessen wie der Digitalisierung und den damit einhergehenden wachsenden Anforderungen in der Arbeitswelt sind Arbeitnehmer heute stärker gefordert als früher. „Die zunehmende Leistungsverdichtung, ein immer höher werdendes Arbeitstempo und der zunehmende Zeit- und Leistungsdruck machen vielen Arbeitnehmern zu schaffen“, betont Sven Pudel. Die wachsenden Anforderungen in der Arbeitswelt sorgen dafür, dass Menschen heute gestresster sind als je zuvor. Hinzu kommen häufig auch hohe Anforderungen oder Konflikte im privaten Bereich. Hält Stress über einen längeren Zeitraum an, wird er zu einer Dauerbelastung. Für Mitarbeiter kann dies deutliche gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen und beispielsweise in einem Burnout enden.

Seminartipp

 

seminar_psychische-gefährdung.PNG14.12.2016 | Nürnberg

22.03.2017 | Dortmund

 

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