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Löhne in Ost und West: Über 25 Prozent Gehaltsunterschied

Das Vergleichsportal Gehalt.de hat 339.006 Gehaltsdaten aus den neuen und alten Bundesländern miteinander verglichen. Das Ergebnis: Fast 27 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung liegt das Ost-West-Gefälle bei über 25 Prozent. Untersucht wurden ausschließlich Fachkräfte ohne Personalverantwortung.

Gesamtvergleich: 25 Prozent mehr Gehalt in den alten Bundesländern

Das durchschnittliche Jahresgehalt für alle Fachkräfte in den alten Bundesländern liegt bei 42.968 Euro, in den neuen Bundesländern sind es 34.308 Euro. Damit verdienen Beschäftigte im Westen ein Viertel mehr Gehalt als ihre Kollegen im Osten der Republik. Je nach Beruf und Branche kann die Lohnlücke noch größer ausfallen.

Berlin hat große Anziehungskraft

Eine Ausnahme im Osten der Republik bildet Berlin: Hier liegen die Gehälter mit 41.020 Euro auf überdurchschnittlichem Niveau. Im Vergleich zu den neuen Bundesländern erhalten Berliner rund zehn Prozent mehr Gehalt. „Berlin hat eine starke Anziehungskraft insbesondere für junge Menschen. Die Hauptstadt gilt als Mekka für Gründer und Start-Ups, was Auswirkungen auf das Gehaltsniveau hat“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Großer Gehaltsunterschied in der Industrie und im IT-Sektor

Laut Auswertung besteht die größte Gehaltsdifferenz zwischen Ost und West im Industrie- und ITSektor: Während ein Elektroniker im Westen Deutschlands durchschnittlich 42.273 Euro verdient, erhalten Beschäftigte im Osten für den gleichen Beruf rund 10.000 Euro weniger. Das ist eine Differenz von mehr als 31 Prozent. Bei Softwareentwicklern liegt die Lohnlücke zwischen Ost- und Westdeutschland bei rund 17 Prozent. „In den neuen Bundesländern sitzen insbesondere kleine bis mittelständische Unternehmen, die nur vergleichsweise geringe Gehälter zahlen können“, so Bierbach weiter.

Verkäufer verdienen im Westen 4.000 Euro mehr Gehalt

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Handelssektor: Eine Fachkraft im Handel erhält im Osten Deutschlands rund 20 Prozent weniger Lohn als der Kollege aus dem Westen. Für die Berufsgruppe der Verkäufer im Einzelhandel ermittelten die Gehaltsexperten eine Lohndifferenz von durchschnittlich 15 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das eine Gehaltsdifferenz von jährlich rund 4.000 Euro. Ost-West-Gefälle bei über 15 Prozent im Gesundheitswesen Als weiterer Sektor wurde das Gesundheitswesen unter die Lupe genommen. Arzthelfer verdienen in den westlichen Bundesländern durchschnittlich 38.818 Euro und damit rund 26 Prozent mehr als im Osten (32.627 Euro). Insgesamt verdienen Beschäftigte im Gesundheitswesen in den alten Bundesländern 15 Prozent mehr als ihre Kollegen im Osten.

 

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Zur Methodik: Das Vergleichsportal Gehalt.de analysierte 339.006 Gehaltsdatensätze aus den alten und neuen Bundesländern. Darüber hinaus wurden exemplarisch Sektoren und einzelne Berufe miteinander verglichen. Bei allen Angaben handelt sich um durchschnittliche Bruttojahresgehälter von Fachkräften ohne Personalverantwortung aus den vergangenen 12 Monaten.