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Die wichtigsten Mitarbeitertrends 2024

Ein Bereich, in dem Verbesserungen möglich sind, ist die Weiterentwicklung, die zu den wichtigsten Faktoren für das Engagement zählt. Neu eingestellte Mitarbeitende sind jedoch seltener als der weltweite Durchschnitt der Meinung, dass sie ihre Karriereziele erreichen können.

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Mitarbeitertrends
Foto: ©AdobeStock/fizkes

Die Erwartungen der Mitarbeitenden werden im Jahr 2024 höher sein als je zuvor. Sie möchten beispielsweise ein Mitspracherecht haben, wenn es darum geht, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das ihren individuellen Bedürfnissen entspricht – so die Ergebnisse des aktuellen 2024 Employee Experience Trends Report von Qualtrics. Mitarbeitende begrüßen neue Technologien, wenn sie ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen. Dazu gehört auch künstliche Intelligenz (KI) sowie passives Zuhören bei Nachrichten und E-Mails.

Qualtrics befragte fast 37.000 Mitarbeitende in 32 Ländern über den Zustand der Arbeit. Trends, die das Arbeitsleben im Jahr 2024 bestimmen werden, sind:

  • Die „Flitterwochenphase“ am neuen Arbeitsplatz ist vorbei.
  • Etwas Zeit im Büro ist besser als gar keine – es sei denn, es sind fünf Tage pro Woche.
  • Mitarbeitende sind mit dem Austausch von Arbeits-E-Mails und Chats einverstanden, um die Employee Experience zu verbessern, stehen aber der Nutzung von Beiträgen in sozialen Medien eherambivalent gegenüber.
  • Mitarbeitende mit Kundenkontakt sind unzufrieden, werden schlecht unterstützt und haben das geringste Vertrauen.
  • Mitarbeitende würden lieber von KI unterstützt als bewertet werden.

„Flitterwochenphase“ ist beendet

In der Vergangenheit waren die Mitarbeitenden während des ersten Jahres in einer neuen Position engagierter. Jetzt aber zeigen neue Mitarbeitende ein geringeres Maß an Engagement, Wohlbefinden und Integration im Vergleich zu länger beschäftigten Mitarbeitenden. Laut einem Bericht der Society for Human Resource Management aus dem Jahr 2022 reicht ein neuer Job nicht mehr aus, um zu gewährleisten, dass sich neue Team-Mitglieder in den ersten sechs Monaten engagieren – ein kritischer Zeitraum für Unternehmensleiter, da die Kosten für die Einstellung eines neuen Mitarbeiters beträchtlich sind, je nach Position.

39 Prozent der weltweiten Mitarbeitenden, die weniger als sechs Monate in einem Unternehmen beschäftigt sind, wollen innerhalb der nächsten zwölf Monate das Unternehmen verlassen, ein Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Einige kehren sogar an ihren früheren Arbeitsplatz zurück.

Die Daten zeigen, wie wichtig die ersten Monate einer neuen Stelle für die Entwicklung engagierter und loyaler Team-Mitglieder sind – dennoch räumen nur 41 Prozent der Personalleiter:innen dem Onboarding neuer Mitarbeitenden Priorität ein, um sie vollständig in das Unternehmen zu integrieren. Da viele dieser neuen Angestellten jedoch von den jährlichen Umfragen zum Mitarbeiterengagement ausgeschlossen sind, entgehen Organisationen möglicherweise wichtige Informationen zu ihrer Bindung an die Firma.

Ein Bereich, in dem Verbesserungen möglich sind, ist die Weiterentwicklung, die zu den wichtigsten Faktoren für das Engagement zählt. Neu eingestellte Mitarbeitende sind jedoch seltener als der weltweite Durchschnitt der Meinung, dass sie ihre Karriereziele erreichen können. Sie führen außerdem seltener Gespräche über ihre Entwicklung. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen Engagement erhöhen können, indem sie sich schon früh auf die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeitenden konzentrieren.

„Es reicht nicht aus, großartige Talente ins Unternehmen zu holen“, erklärt Dr. Benjamin Granger, Qualtrics Chief Workplace Psychologist. „In den ersten Monaten erhalten Mitarbeitende einen ersten Eindruck von der Arbeit in einem Unternehmen – und der erste Eindruck lässt sich nur schwer ändern. Einstellung und Onboarding sind untrennbar miteinander verbundene Erfahrungen. Sie benötigen einen roten Faden, der sie miteinander verbindet. Andernfalls riskieren Unternehmen eine frühe und kostspielige Fluktuation.“

Etwas Zeit im Büro ist besser als gar keine

Die Debatte darüber, wie viele Tage die Teams im Büro verbringen sollten, hält weiter an. Die Studie zeigt, dass die Schlüsselindikatoren für eine positive Erfahrung bei Mitarbeitenden mit hybriden Arbeitsmodellen am höchsten sind.

Mitarbeitende in hybriden Arbeitsverhältnissen weisen im Vergleich zu Mitarbeitenden, die Vollzeit im Büro arbeiten, das höchste Engagement, die höchste Bleibeabsicht und das höchste Gefühl von Wohlbefinden und Integration auf. Diejenigen, die in einem hybriden Arbeitsverhältnis stehen, haben sogar höhere Werte als Angestellte, die vollständig remote arbeiten und keine Zeit im Büro verbringen.

Zum Employee Experience Trends Report 

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