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"Kevin" fehlt: So zahlt sich der Name auf den Stundensatz aus

Brigitte und Kurt - Spitzenverdiener haben traditionelle Namen

Gerade Vornamen, die heutzutage nicht mehr im Trend sind, führen die Tabelle der Bestverdiener bei freelancermap an - Spricht das für die vermeintlich langjährige Erfahrung? Der seit den 60er-Jahren kaum noch vergebene Name Brigitte liegt mit 88 Euro Stundenlohn auf dem ersten Platz der Frauen. Sie verdient dabei drei Euro mehr als Kurt. Der erste Platz der männlichen Freelancer verdient 85 Euro. Kurt und Brigitte bilden allerdings keine Ausnahme. Gerade bei den Männern sind neben Kurt die nächstbesten Verdiener Horst, Herbert und Reinhardt. Bei den Frauen sind es Gabriele, Anja und Andrea.

Jan und Anna - Zeitlos beliebte Namen liegen im Durchschnitt

Jan und Anna sind bei Eltern, und denen die es werden wollen, zeitlos beliebt. Die Beliebten sind allerdings, wie schon in der Schulzeit, nicht unbedingt die Erfolgreichsten. Während sich Jan mit einem Stundensatz von 74 Euro auf Platz 50 der Spitzenverdiener aufhält, sieht es für Anna mit 42 Euro deutlich schlechter aus. Unter den zehn zeitlos beliebtesten Namen ist Klaus übrigens der Lukrativste. Er befindet sich mit 82 Euro auf Platz 6 der Spitzenverdiener. Sabine befindet sich immerhin mit 72 Euro auf Platz 61.

Vorsicht bei Trendnamen - Jonas und Sofia verdienen am meisten

Die beiden beliebtesten Vornamen 2017 sind Ben und Emma. Doch unter den Freelancern sind diese Namen dann doch eher selten vertreten. Deutlich präsenter sind die Lukas, Paul und Felix. Letzterer ist der Spitzenverdiener mit 71,13 Euro pro Stunde. Der viertbeliebteste Mädchenname 2017, Sofia, führt die Verdiensttabelle mit 82,71 Euro unter den Frauen an. Aber: Wie auch der Freelancer-Kompass 2017 belegte - Frauen sind in der Selbstständigen-Branche bislang die Seltenheit, weniger als 10 Prozent der Experten sind weiblich.

Kevin, was ist eigentlich mit Kevin?

Nur wenige Vornamen haben im 21. Jahrhundert so sehr abgebaut wie Kevin. Und auch in der Freelancer-Branche taucht der Name nur selten auf. Mit 48 Euro pro Stunde befindet sich Kevin zugleich am Ende des Tableaus. Aber: Im Vergleich zur Entlohnung als Fest-Angestellter kann sich das durchaus sehen lassen. Laut dem Report "Verdienste auf einen Blick" einer Erhebung des Statistischen Bundesamts (Destatis) aus dem Jahr 2017 beträgt der durchschnittliche Stundenverdienst für Vollzeitbeschäftigte als auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer reduzierten Wochenarbeitszeit 16,96 Euro. Zudem sind die 48 Euro ca. das sechsfache des seit 1. Januar 2018 angehobenen Mindestlohns, der nun bei 8,84 Euro liegt.

Mit traditionellen Namen auf der sicheren Seite, aber...

Beliebte und trendige Namen scheinen keinen positiven Einfluss auf das Gehalt zu haben. Viel mehr wirkt es so, dass gerade sehr traditionelle Namen mit einem guten Stundenlohn korrelieren. Entscheidet der Vorname bei der Gehaltsverhandlung? "Nein", so Thomas Maas CEO von freelancermap, "die größten Einflussfaktoren auf das Gehalt sind derzeit das Bundesland und die Branche, in der Freelancer, Selbstständige und Freiberufler arbeiten. Auch interessant: Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen ist verschwindend gering. Einen Gendergap gibt es zumindest im Bereich IT-Entwicklung und Consulting sowie Engineering nicht. Andere Branchen können und werden sich hoffentlich davon einiges abschauen."

Hier finden Sie Ihren Namen und das, was Sie - oder ihr Freelancer-Nachwuchs - verdienen bzw. verdienen sollte.

Quelle: freelancermap.de

(Foto: © Grum I/Fotolia)