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Frühjahrsputz für die Personalstrategie : Ansätze für eine zeitgemäße HR-Transformation

Mindestens ein- bis zweimal im Jahr sollten sie daher prüfen, ob sie technologisch, strategisch und personell optimal auf die aktuellen Herausforderungen vorbereitet sind. Mit diesen vier Ansatzpunkte können Unternehmen die richtigen Weichen für eine zukunftsgerichtete Personalstrategie stellen.

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Frühjahrsputz
Foto: ©AdobeStock/Tara Grebinets

Der nahende Frühling kann ein guter Anlass sein, sich Zeit für eine Bestandsaufnahme und einen Neuanfang zu nehmen. Das gilt auch für Personalabteilungen. Der rasante Einzug von KI sowie Fachkräftemangel und wirtschaftliche Instabilität verlangen HR-Verantwortlichen viel ab.

 

Mindestens ein- bis zweimal im Jahr sollten sie daher prüfen, ob sie technologisch, strategisch und personell optimal auf die aktuellen Herausforderungen vorbereitet sind. Mit diesen vier Ansatzpunkte können Unternehmen die richtigen Weichen für eine zukunftsgerichtete Personalstrategie stellen.

KI – Richtige Integration im Unternehmen

Künstliche Intelligenz (KI) kann schon heute auf vielfältige Weise in Unternehmen eingesetzt werden, um die Effizienz zu steigern, Zeit zu sparen und Kosten zu senken. Nicht selten passiert es jedoch, dass Unternehmen die Technologie ohne einen strategischen Plan und messbare Ziele einsetzen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, Berührungsängste in Bezug auf KI abzubauen. Fast jede vierte angestellte Person befürchtet Umfragen zufolge, dass Maschinen oder Technologien ihr in Zukunft den Job streitig machen.

Daher ist beim Thema KI und Digitalisierung transparente Kommunikation gefragt. Sie hilft, die Skepsis der Belegschaft zu überwinden. Mitarbeitende müssen auf diesem Weg mitgenommen und aktiv in den Fortschrittsprozess eingebunden werden. Erst wenn sie die Sicherheit haben, dass die Maßnahmen sie unterstützen und nicht ersetzen sollen, kann KI zum hilfreichen Partner werden, der Arbeiten erleichtert und routinemäßige Aufgaben automatisiert. Dies ermöglicht es Teammitgliedern, sich voll und ganz auf strategische und kreative Aspekte ihrer Arbeit zu konzentrieren.

 

Mitarbeitende länger halten

Laut Forbes sowie auch dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) blieben Mitarbeitende in den letzten Jahren wieder länger in ihren Unternehmen. Als Gründe dafür sieht das IW wirtschaftliche Unsicherheiten sowie die Corona Pandemie. Ob sich der Trend fortsetzt, ist noch nicht erkennbar. Trotzdem ist er ein Anlass zu prüfen, ob man den Mitarbeitenden auch innerhalb des Unternehmen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gibt. Besonders bei jüngeren Angestellten ist der Wunsch nach beruflicher Entwicklung groß und kann zum Wechsel des Unternehmens führen. Personalisierte Schulungsprogramme, die mit ihren Karrierezielen übereinstimmen, können dem entgegenwirken.

Bei heutigen Multi-Generationen-Belegschaften sind differenzierte Angebote gefragt, die auch erfahreneren Mitarbeitenden neue Optionen – von Spezialisierungen bis zur Teilzeitarbeit etc. – eröffnen. Dies schafft eine harmonische Arbeitsumgebung, in der Mitarbeiter aller Altersgruppen Wert und Chancen für Wachstum finden.

 

Internes und externes Fachwissen integrieren

In deutschen Unternehmen sind aktuell 149.000 Stellen für IT-Expertinnen und -Experten unbesetzt. Daher müssen Unternehmen vermehrt externe Fachkräfte einbinden. Wichtig ist dabei jedoch die Integration interner Teams mit externen Spezialisten. Wenn diese Symbiose gelingt, können Unternehmen die Stärken beider Ressourcenquellen optimal nutzen und agile und maximal effiziente Betriebsabläufe sicherstellen.

Outsourcing ist heute weit mehr als eine Maßnahme zur Kostensenkung. Angesichts rascher technologischer Fortschritte ist Fachwissen, das aus einem globalen Talentpool bezogen wird, entscheidend geworden.

 

In HR-Technologie investieren

Laut Analysen von Gartner werden Investitionen in HR-Technologie in diesem Jahr steigen. So planen 89 Prozent der Personalleiter, ihre Technologiebudgets entweder beizubehalten oder sogar zu erhöhen. Dies belegt auch Trends in Richtung Automatisierung, insbesondere bei Rekrutierungs- und Onboarding-Prozessen. Zudem investieren Personalverantwortliche vor allem in Umschulungs- und Weiterbildungsplattformen, um eine Belegschaft aufzubauen, die in der Lage ist, sich technologischen Veränderungen rasch anzupassen.

Die Herausforderung besteht darin, eine harmonische Verbindung zwischen technologischem Fortschritt und Werteorientierung in der Mitarbeiterförderung und -entwicklung zu schaffen. So sollte die Technologie HR-Prozesse zwar vereinfachen und verbessern, dabei jedoch nicht die grundlegenden menschlichen Aspekte des Wohlergehens und der Entwicklung der Mitarbeiter in den Hintergrund drängen. Personalverantwortliche sollten daher in Technologien investieren, die zeitintensive und repetitive Prozesse automatisieren und rationalisieren, dabei aber gleichzeitig die Mitarbeiter aktiv in ihrer beruflichen Entwicklung und ihrer Fähigkeit zur Anpassung an künftige Herausforderungen unterstützen und fördern.

„Die Herausforderung für Personalverantwortliche besteht heute vor allem darin, Technologie strategisch einzusetzen, um ihr Personalmanagement zu verbessern. Dabei darf der Mensch im Mittelpunkt jedoch nicht vernachlässigt werden“, erklärt Bjorn Reynolds, CEO von Safeguard Global. „Nur so gelingt es, eine zukunftsfähige Belegschaft aufzubauen. Unternehmen sollten daher regelmäßig prüfen, ob ihre Personalstrategie aktuelle Herausforderungen adressiert und zeitgemäße Tools nutzt, um Mitarbeitende optimal zu unterstützen und für die Zukunft fit zu machen.“

Björn Reynolds
Foto: ©Safeguard Global

Bjorn Reynolds, CEO von Safeguard Global

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