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Häusliches Arbeitszimmer: Keine mehrfache Nutzung des Höchstbetrags von 1.250 Euro

Steht für einen Teil der betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz als das häusliche Arbeitszimmer zur Verfügung, ist der Abzug der Aufwendungen auf 1.250 € pro Jahr begrenzt. Dieser personenbezogene Höchstbetrag von 1.250 € kann nur einmal beansprucht werden, auch wenn der Steuerpflichtige mehrere häusliche Arbeitszimmer in verschiedenen Haushalten nutzt (BFH, Urteil vom 9.5.2017, Az. VIII R 15/15).

Ist der Werbungskosten- bzw. Betriebsausgabenabzug durch den gesetzlichen Höchstbetrag von 1.250 € begrenzt, dann kann er nur einmal beansprucht werden. Das gilt auch, wenn der Steuerpflichtige mehrere häusliche Arbeitszimmer gleichzeitig oder nacheinander nutzt. Der Höchstbetrag ist personenbezogen, sodass eine Zuordnung zu einzelnen Einkunftsarten unterbleibt.

Tipp: Übt der Steuerpflichtige seine gesamte betriebliche oder berufliche Tätigkeit im häuslichen Arbeitszimmer aus, kann er alle Aufwendungen abziehen. Die gleichzeitige Nutzung von zwei Arbeitszimmern in zwei verschiedenen Haushalten führt dann allerdings dazu, dass keines dieser Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit bildet. Der Abzug der Aufwendungen ist dann begrenzt auf den gesetzlichen Höchstbetrag von 1.250 €. Es ist dann ggfs. sinnvoll, nur ein häusliches Arbeitszimmer zu nutzen.

Quelle: VSRW-Verlag Dr. Hagen Prühs GmbH