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Gesucht: Erholung im Sommerurlaub

Für mehr als die Hälfte der Deutschen (53%) ist der Sommerurlaub die erholsamste Zeit. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie der Jobbörse Indeed in dessen Auftrag das Marktforschungsunternehmen Respondi  bundesweit 1.051 Arbeitnehmer befragte. Allerdings benötigen die meisten Urlauber ein paar Tage bis die Entspannung auch wirklich einsetzt. Ein Drittel der Befragten bekommen erst nach dem dritten Urlaubstag den Kopf von der Arbeit frei. Weitere 27% brauchen dafür eine ganze Woche – nur 22% können bereits ab dem ersten Tag auf Urlaubsmodus umschalten.

Komplett abschalten ist übrigens für viele Urlauber auch in den Sommerferien nicht möglich. Denn 50% ist auch im Urlaub mehr oder weniger im Einsatz. Ein Drittel der befragten Arbeitnehmer sind in Ausnahmefällen für den Arbeitgeber erreichbar, 12% immer und überall in Bereitschaft und 5% arbeiten gar regelmäßig an ihrem Urlaubsort, indem sie telefonieren oder E-Mails beantworten. Die Gründe dafür sind vielfältig: Während gut die Hälfte der arbeitenden Urlauber einfach nur auf dem Laufenden bleiben möchte, rechnen sich 21% bessere Karrierechancen durch ihre Erreichbarkeit während der Ferien aus.

Urlaub für weniger Gehalt? Nein Danke!

Rechtlich haben deutsche Arbeitnehmer bei einer klassischen Fünftagewoche Anspruch auf 20 Tage Jahresurlaub. Die meisten verfügen aber über deutlich mehr freie Zeit. Gemäß der Indeed-Umfrage haben 59% der Befragten 30 Urlaubstage zur Verfügung. 28% liegen unter dieser Schwelle, 13% sogar darüber. Zwar wünschen sich 59 % mehr als die offenbar gängigen 30 Tage, 19% sogar mehr als 35 – gegen Geld würden sie zusätzliche Urlaubstage aber nicht eintauschen. Denn wenn sie die Wahl hätten, würden mehr als die Hälfte der Befragten (56%) lieber mehr Gehalt wählen. Einen besonders attraktiven Bewerbungsgrund sieht die Mehrheit in einer hohen Anzahl von freien Tagen ebenfalls nicht.

„Urlaubstage sind ein fester Bestandteil des Arbeitslebens. Unsere Umfrage zeigt allerdings, dass die Anzahl der freien Tage offenbar kein ausgesprochenes Attraktivitätsmerkmal für Arbeitnehmer darstellt. Vielmehr sind sie eine Bedingung,  die viele Mitarbeiter und Bewerber in ausreichendem Maß voraussetzen. Allerdings spielen gerade bei jungen, gut ausgebildeten Fachkräften Faktoren wie Urlaub, Arbeitsklima oder andere soziale Faktoren eine wichtige Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers - Geld nimmt eine geringer Bedeutung ein. Dies sollten Unternehmen für die Zukunft verstärkt berücksichtigen“, so Frank Hensgens, Geschäftsführer bei Indeed Deutschland. 

Zwei bis drei Wochen Sommerurlaub sind die Regel

Die meisten deutschen Urlauber freuen sich in der Regel auf eine zwei- bis dreiwöchige Auszeit im Sommer. Ein Viertel von ihnen nehmen sich in den Sommermonaten sechs bis zehn Urlaubstage. Mehr als die Hälfte (51%) beantragen indes 11-15 Urlaubstage im gleichen Zeitraum. Eine Beschränkung der Urlaubsdauer gibt es nur in jedem dritten Unternehmen. In diesen Fällen liegt diese dann immer noch bei 15 Urlaubstagen, also bei der Dauer die viele Arbeitnehmer maximal anstreben. Entspannt gehen Mitarbeiter im Team mit der Absprache der Urlaubsphasen um. 54% einigen sich mit ihren Kollegen und reichen aufeinander abgestimmt die Urlaubsanträge bei ihrem Vorgesetzten ein. Bei weniger als einem Drittel (32%) ist eine Entscheidung des Vorgesetzten notwendig.

Über die Studie
Für die hier vorgestellte Studie befragte das Marktforschungsunternehmen Respondi im Auftrag von Indeed 1.051 Arbeitnehmer zu ihrem Umgang mit Urlaubstagen im Job. Befragungszeitraum war Juni 2018. 

Quelle: Indeed
(Foto: JenkoAtaman/Fotalia)

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