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Frühe Positionierung auf dem internationalen Markt: Herauforderung für KMUs und Start-Ups

Eine frühe Positionierung auf dem internationalen Markt stellt KMUs und Start-Ups vor ernste Herausforderungen

Immer häufiger bauen Unternehmen einen internationalen Kundenstamm auf und investieren sogar in eine Auslandsvertretung, bevor sie überhaupt in der Lage sind, die Schwierigkeiten internationaler Geschäfte zu meistern. Zwar ist das Wachstumspotential dieser KMUs enorm, zunächst aber sind sie meist nicht auf die damit verbundenen Herausforderungen globaler Mobilität ihrer Fachkräfte vorbereitet. Giovanni De Carlo, Regional Director Business Development, Crown World Mobility, gibt einige Tipps, wie dies gelingt.

Die Personalabteilung solcher Unternehmen besteht häufig aus nur ein bis zwei Mitarbeitern, die von einer Vielzahl von Aufgaben völlig überlastet sind. Diese beinhalten nicht nur persönliche Anliegen im Ausland tätiger Mitarbeiter, sondern auch sich ständig ändernde Bestimmungen, Einwanderungsfragen – und natürlich den Brexit. KMUs haben in der Regel kein eigenes Mobility-Team oder Entsendungsprogramm, meist nicht einmal strukturierte Vorschriften. Manche lagern aus, manche schlängeln sich einfach so durch. Genau darin liegt die Tücke, die von Unternehmen, in ihrem Bestreben, möglichst schnell auf den globalen Markt zu expandieren, häufig übersehen wird.

Es folgen vier große Herausforderungen für KMUs auf dem globalen Markt – und Tipps, wie man damit fertig wird:

  1. Nehmen Sie Compliance-Fragen sehr ernst: ob im Zusammenhang mit Kenntnissen des internationalen Steuerrechts, mit der Handhabung ständig wechselnder Einwanderungsbestimmungen (insbesondere in den USA) oder mit akribischen Überprüfungen in Bezug auf die Regelungen zu Gewinnverlagerungen – die potentiellen Strafen sind enorm. Auch die langen Fristen bei der Einhaltung und Prüfung von Einwanderungsfragen können für Unternehmen zu einem großen Problem werden. Sie müssen solche Verzögerungen in die Planung von Auslandseinsätzen einbeziehen und sich im Hinblick auf die steten Änderungen internationaler Rechtsvorschriften entweder extern beraten lassen oder intern entsprechende Kapazitäten aufbauen. Googeln reicht hier nicht aus.
  2. Berücksichtigen Sie die Kosten missglückter Entsendungen: Der Preis für einen fehlgeschlagenen Auslandseinsatz kann hoch sein. Es ist teuer, jemanden ins Ausland zu schicken – und einige Monate später schon wieder zurückzuholen. Die Kosten eines schlecht geplanten Einsatzes, der im Anschluss missglückt, können bis zu vier Mal so hoch sein, wie das ursprüngliche Budget.
  3. Fördern Sie kulturelles Verständnis: Mangelndes Verständnis im Hinblick auf die Kulturlandschaft und die kulturellen Unterschiede internationaler Geschäftspartner können eine echte Bedrohung darstellen. Dies kann nicht nur zu Missverständnissen führen, die die Geschäftsbeziehung gefährden, sondern auch zu einer mangelnden Anpassung des entsendeten Mitarbeiters an die neue Umgebung.
  4. Binden Sie Talente: Die Bindung von Talenten ist ein wesentlicher Teil moderner Unternehmensführung. Unsachgemäß gehandhabte Entsendungen können jedoch zu teuren Fehlern führen. Wenn sich KMUs nicht um ihre entsendeten Mitarbeiter kümmern, verlassen diese das Unternehmen oder werden – und zwar auch schon während der Entsendung – von Wettbewerbern abgeworben.


Es wird klar, dass sich KMUs stärker mit Mitarbeiterentsendungen befassen müssen, sei es mit fachlicher Unterstützung durch Berater oder durch eine deutlich frühere Einführung eigener Programme. Wesentlich ist die Fähigkeit zur möglichst frühzeitigen Prognose korrekter Kosten und Verhinderung von Risiken. Ebenso wichtig ist die Kenntnis der jeweils aktuellen Einwanderungsbestimmungen. Wer diese Herausforderungen meistert, kann jedoch reichlich belohnt werden. Unternehmen, die im Umgang und in der Zusammenarbeit mit anderen Ländern gewandt sind, haben in der modernen Welt einen großen Vorteil – und gesuchte Führungskräfte. Globale Mitarbeitermobilität sollte nicht übersehen oder unterschätzt werden.

Quelle: Crown World Mobility

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