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Französische Mitarbeiter einstellen: Die 6 wichtigsten HR-Tipps

1. Frage nach Art der Stelle klären

Ob ein Unternehmen einen französischen Mitarbeiter in Festanstellung, als Werkstudenten oder Praktikanten einstellt, hängt vor allem von zwei Fragen ab: Wie schätzt die Firma das Wachstumspotenzial ihrer französischen Webseite ein und wie hoch sind die finanziellen Mittel? Die meisten Start-ups stellen aufgrund des finanziellen Risikos lieber Praktikanten ein. Da auch in Frankreich Praktika üblich sind, es jedoch keine Trainee-Stellen gibt, sind französische Praktikanten oft besonders motiviert.  

2. Für in- oder externes Recruiting entscheiden

Ob französische Mitarbeiter besser über einen Personaldienstleister oder über das firmeninterne Recruiting gefunden werden, hängt von der zu besetzenden Stelle ab. Personal für eine Callcenter-Stelle lässt sich relativ einfach über das eigene HR-Team mithilfe französischer Jobportale finden, da das Arbeiten in Deutschland für französische Berufseinsteiger eine Chance darstellt. Französische Experten wie Marketing-Spezialisten ziehen jedoch Arbeitsstellen in anderen Ländern vor, weshalb sich für die Besetzung solcher Stellen ein Personaldienstleister lohnt.

3. Passendes Jobportal wählen

Während viele französische Jobportale nur Stellen im Inland vermitteln, sind deutsch-französische Portale wie Connexion-Emploi auf den Arbeitskräfte-Austausch zwischen den beiden Ländern spezialisiert. Eine ähnlich hohe Wahrscheinlichkeit, französische Mitarbeiter zu finden, bieten internationale Jobportale wie Monster und Stepstone. Wollen deutsche Unternehmen hochqualifizierte Stellen z. B. im Digital Commerce mit französischen Muttersprachlern besetzen, lohnt es sich, Personalvermittler wie Altaide oder Urbanlinker zu beauftragen. Für die Besetzung von Praktikumsstellen empfiehlt sich eine Anzeige bei den Portalen der lokalen Hochschulen oder bei Stellenwerk.

4. Französische Bewerber richtig einschätzen

Lange Lebensläufe und Arbeitszeugnisse zu verschicken, ist in Frankreich unüblich. Personaler sollten sich daher auf knappe Bewerbungen einstellen und bei interessanten Kandidaten nachhaken. Bei der Besetzung von Praktikumsstellen sind solche Bewerber interessant, die in ihrem Abiturzeugnis „mention (très) bien“ vorweisen können. Franzosen, die bilingual aufgewachsen sind oder seit über zehn Jahren in Deutschland leben, haben häufig korrektes schriftliches Französisch verlernt und eignen sich daher nicht immer für Stellen wie PR- oder Content-Manager. Um den ersten guten Eindruck eines Bewerbers zu bestätigen, sollte das HR-Team einen Probearbeitstag mit ihm organisieren.

5. Richtige Vergütung anbieten und Steuermodell berücksichtigen

Um gute französische Praktikanten zu finden, sollten deutsche Firmen die in Frankreich üblichen Mindestanforderungen erfüllen: Für ein Praktikum mit der üblichen Länge von sechs Monaten erhält der Mitarbeiter mindestens 500 Euro im Monat. Personaler sollten französische Bewerber auf die steuerlichen Unterschiede aufmerksam machen: Während Arbeitnehmer in Deutschland monatlich
 Steuern gemäß ihres Einkommens zahlen, ist die Steuerzahlung in Frankreich nur einmal im Jahr fällig.

6. Französische Mitarbeiter frühzeitig integrieren

Damit sich ein französischer Mitarbeiter schnell in der deutschen Firma mit ihren typischen Gepflogenheiten zurechtfindet und Fragen rasch klären kann, sollte ihm als Pate oder Mentor ein deutscher Kollege zur Seite gestellt werden. Ebenso sollten Personaler Deutschkurse für die französischen Kollegen organisieren, wenn Wert auf eine gut funktionierende interne Kommunikation gelegt wird.

Quelle: France ID (www.france-id.com)