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Glückliche Mitarbeiter sind entscheidend für den Unternehmenserfolg

Es klingt ein wenig wie eine Plattitüde: Glückliche Mitarbeiter und der Erfolg des Unternehmens, für das sie arbeiten, sind eng miteinander verknüpft. Aber das ist die Realität, wie eine Studie der University of Oxford im vergangenen Jahr bestätigte. Arbeitgeber sind deshalb gut beraten, dem Glück ihrer Mitarbeitenden auf die Sprünge zu helfen.

13 Prozent höhere Abschlüsse erzielten die Studienteilnehmer in Wochen, in denen sie glücklich waren. Das Ergebnis der Oxford-Studie macht deutlich: Das eigene Wohlbefinden hat einen enormen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Arbeitgeber können das Glück ihrer Mitarbeitenden nicht zu 100 Prozent beeinflussen – so viel ist klar. Dafür spielen private Belange eine zu große Rolle. Aber sie können einiges dafür tun, dass sich ihre Angestellten am eigenen Arbeitsplatz wohl fühlen.   

5 Tipps für glücklichere Mitarbeitende:

1. Wertschätzung ist immer die bessere Wahl 

Eigentlich sollte eine wertschätzende Kommunikation selbstverständlich sein. Doch drückt der Stress gerade mal wieder auf das Arbeitspensum oder verhageln die Unternehmenszahlen die allgemeine Stimmung, vergessen viele Vorgesetzte, welche Auswirkung ihr Ton auf die Produktivität ihrer Mitarbeitenden haben kann. Deshalb: fair, freundlich und auf Augenhöhe ist immer die bessere Wahl. Dazu gehört auch – selbst in schlechteren Zeiten – das Engagement der Mitarbeitenden zu würdigen und Erfolge gebührend zu feiern. Außerdem sollten Unternehmen ihren Angestellten genügend Raum für Ideen und Kreativität geben. Wer das Gefühl hat, sich aktiv einbringen zu können, ist in der Regel motivierter.

2. Feedback ist der Schlüssel zum Wohlbefinden des Mitarbeitenden

Zwischen Tür und Angel bleibt nur selten Zeit für ein konstruktives Gespräch. Unternehmen sollten sich deshalb Zeit für die Belange ihrer Mitarbeitenden nehmen. Am besten gelingt das mithilfe eines Feedbackgesprächs. Wo drückt der Schuh? Gibt es Sorgen oder Probleme? Was lief besonders gut im vergangenen Jahr? Wo ist es an der Zeit für ein Lob? Das Feedbackgespräch bietet Raum, um sich intensiv Zeit für den Mitarbeitenden zu nehmen – und auch um Kritik anzubringen und gemeinsam zu definieren, wie Dinge in Zukunft besser laufen können.

Regeln für gutes Feedback finden Unternehmen hier.  

3. Gehalt und Arbeitsverträge: Ziel muss der sichere Hafen sein

Junge Menschen wünschen sich einen Arbeitgeber mit Werten – wie jüngst die Online-Plattform Zenjo schreibt. Dazu zählen eine offene sowie ehrliche Kommunikation und Sicherheit. Wollen Arbeitgeber glückliche Mitarbeitende, sollten sie diesem Bedürfnis gerecht werden – mit unbefristeten Verträgen und einer leistungsgerechten Bezahlung. Zusätzlich können Prämien oder andere Benefits zum ohnehin geschuldeten Lohn ein Anreiz sein. Die fünf beliebtesten Beispiele für Gehaltsextras finden Unternehmen hier.

4. Entwicklungsperspektiven: Weil niemand gerne auf der Stelle tritt

Niemand tritt gerne auf der Stelle. Deswegen: Entwicklungsperspektiven sind wichtig. Gibt es eine Karriereleiter? Und wie realistisch ist die nächste Stufe? Unternehmen sollten hier mit ihren Angestellten offen kommunizieren: Wo sehen sie den jeweiligen Mitarbeiter? Wohin kann er sich die kommenden fünf Jahre entwickeln? Dazu sollten sie aber auch in Erfahrung bringen: Wo sieht sich der Mitarbeitende selbst? Wo fühlt er sich wohl? Manchmal macht beispielsweise für den Karrieresprung ein Abteilungswechsel Sinn. Und manchmal ist ein neuer Job-Titel in den kommenden Jahren schlichtweg nicht realistisch. Wichtig ist: Gemeinsam an einem Strang zu ziehen und niemanden vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Neben der Karriereleiter sind aber auch Weiterbildungen ein entscheidender Baustein zur Personalentwicklung. Nicht jeder will Führungskraft werden. Welche Möglichkeiten gibt es hier? Welche Angebote können Arbeitgeber machen? Im Mitarbeitergespräch sollten Führungskraft und Mitarbeiter mögliche Optionen durchsprechen und Entwicklungsperspektiven festlegen.

5. Flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice: Alles eine Frage der Work-Life-Balance

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist das Homeoffice nicht mehr aus der Arbeitswelt wegzudenken. Deswegen: Wer kein Homeoffice anbietet, muss sich bewusst sein, als Arbeitgeber nicht mehr allzu attraktiv zu sein. Gleiches gilt für flexible Arbeitszeitmodelle. Wer den Bedürfnissen seiner Mitarbeitenden gerecht werden will, sollte ihnen ein gewisses Maß an Freiheit und Selbstbestimmung bieten. Das stärkt die Work-Life-Balance – und macht am Ende des Tages ein Stück glücklicher.

Autor: Philipp R. Kinzel

Teaserfoto: © Adobe Stock/vadim_key

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