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Fast jeder Dritte ist schon einmal für den Job umgezogen

Fast jeder ist auf der Jobsuche schon einmal auf dieses Problem gestoßen: Nach intensiver Suche hat man endlich die Stellenausschreibung für  eine großartige Stelle – oder vielleicht sogar den langersehnten Traumjob – gefunden, doch dafür müsste man in eine fremde Stadt umziehen. Wie reagieren die Deutschen in dieser Situation und welche Erfahrungen haben sie damit bisher gemacht? Sind sie bereit, für einen Job in eine neue Stadt zu ziehen oder lehnen sie einen Umzug kategorisch ab?

29 Prozent der Deutschen würden nicht (nochmal) für den Job in eine andere Stadt ziehen

Wie die Umfrage von Jobrapido im April 2017 herausfand, mussten 31 Prozent der Deutschen schon einmal für den Job in eine andere Stadt ziehen. Doch das steht im Gegensatz zu den sonst eher heimatverwurzelten Deutschen: Die Mehrheit ist noch nie für die Karriere umgezogen. Drei Prozent haben sogar schon einmal eine Stelle abgelehnt, weil sie einen Umzug erfordert hätte. 29 Prozent der Umfrageteilnehmer würden darüber hinaus einen Umzug ablehnen, sollte er in Zukunft für den Job nötig sein.

Die Beweggründe für diejenigen, die für den Job umziehen würden, sind unterschiedlich. Für 31 Prozent ist die Chance auf ein neues Leben und neue Erfahrungen der verlockendste Faktor, für 18 Prozent die Chance auf den Traumjob und für weitere elf Prozent die Chance auf eine höhere Position im gleichen Unternehmen und ein höheres Gehalt. Um ihren aktuellen Job behalten zu können, würden lediglich drei Prozent der Deutschen einen Umzug in Erwägung ziehen. Jeder Vierte (25%) lehnt den Fortzug für die Karriere zudem kategorisch ab und würde sich auch von Traumjob und Traumstadt nicht in die Ferne locken lassen.

Pendeln als unbeliebte Alternative

Gegen einen Umzug spricht für viele vor allem das soziale Umfeld. So gab fast die Hälfte aller Befragten (42%) gab an, dass ihre aktuelle Beziehung, ihre Familie und Freunde sie davon abhalten würden, den aktuellen Wohnort zu verlassen. Darüber hinaus würde jeder vierte Deutsche (26%) nur dann in eine andere Stadt umziehen, wenn diese noch nahe genug an ihrem bisherigen Wohnort ist, um Freunde und Familie zumindest an den Wochenenden weiterhin sehen zu können.

Ein tägliches Pendeln zwischen zwei Städten stößt bei vielen Deutschen jedoch auch nur auf wenig Gegenliebe: 27 Prozent lehnen dies grundsätzlich ab und für weitere 38 Prozent würde Pendeln nur dann in Frage kommen, wenn sie maximal 30 Minuten bis zu ihrem Arbeitsplatz benötigen.

„Unsere Umfrageergebnisse zeigen, dass die Deutschen ihre Familie und ihr soziales Umfeld sehr schätzen“, kommentiert Rob Brouwer, CEO von Jobrapido. „Die Nähe ihrer Lieben ist für die meisten wichtiger als die Karriere. Durch die positive Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes könnte sich für viele der Wunsch erfüllen, beides zu verbinden. Die Chancen für den Traumjob vor der eigenen Haustür stehen so gut wie lange nicht mehr.“

 

(Foto: © olly/Fotolia.com)