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Entgeltabrechnung ist europaweit das Top-Thema im HR-Sektor

SD Worx stellt neue internationale Online-Umfrage vor

Die Corona-Pandemie hat die Prioritäten sowohl großer als auch kleiner Unternehmen neu geordnet. Das Resultat: In acht von zehn europäischen Ländern ist eine reibungslose, effiziente Entgeltabrechnung und -zahlung nun bei Weitem das Hauptanliegen der Personalabteilungen. Das geht aus einer neuen Umfrage von SD Worx hervor. Demnach zieht es die überwiegende Mehrheit vor, die Entgeltabrechnung selbst zu erledigen. Zudem bleibt die Zahlung fester Gehälter die bevorzugte Option, obwohl die Nachfrage nach mehr Flexibilität steigt. 

Im Juni 2020 führte der Payroll- und HR-Service Provider SD Worx eine umfangreiche und länderübergreifende Online-Umfrage durch. Insgesamt 3.000 Unternehmen aller Größen, die über elf europäische Länder verteilt sind, teilten darin ihre Einblicke in die Zukunft der Arbeit und der Menschen. In Deutschland gehen beispielweise 40,5 Prozent der Teilnehmer davon aus, dass COVID-19 einen anhaltend negativen Einfluss auf die finanzielle Lage des eigenen Unternehmens haben wird. Das drängt sie unter anderem dazu, im Bereich Human Resources (HR) ihre Strategien und Ziele neu zu priorisieren. 

Zurück zu den Grundlagen
Wie die Umfrage belegt, hat eine korrekte und pünktliche Entgeltabrechnung bei heutigen HR-Strategien bei Weitem die höchste Priorität. Für 44,7 Prozent der deutschen Unternehmen ist eine effiziente Entgeltabrechnung und -zahlung in Zukunft ‚sehr wichtig‘. Darüber hinaus steht die Entgeltabrechnung in fast allen Ländern an der Spitze einer Liste von 19 HR-Prioritäten – die Ausnahmen sind Österreich (auf Platz zwei), die Schweiz (auf Platz zwei) und Irland (auf Platz sechs). Auf Platz zwei der Liste liegt europaweit ‚die Beantwortung und Bearbeitung von HR-Fragen der Mitarbeiter‘. Bemerkenswerterweise handelt es sich bei beiden Top-Prioritäten um operative, administrative Aufgaben – also Grundlagen der Personalarbeit.

„In Krisenzeiten ist es entscheidend, die Grundlagen zu meistern. Dafür müssen die eigenen HR-Prozesse und -Systeme jedoch reibungslos funktionieren und ablaufen. Ansonsten ist es fast unmöglich, flink und agil zu sein – was ein großes Hindernis ist, wenn Wandel die einzige Konstante darstellt“, kommentiert Patrick Weber, Managing Director bei SD Worx Deutschland. 

Outsourcing der Entgeltabrechnung
Der hohe Stellenwert der Entgeltabrechnung sorgt bei Unternehmen generell für ein Dilemma. Sie müssen grundsätzlich entscheiden, ob sie die Aufgabe selbst erledigen oder lieber outsourcen. Die Zahlen zeigen, dass die erste Option europaweit beliebter ist. Zum Beispiel wollen 68,1 Prozent der befragten deutschen Unternehmen ihre Entgeltabrechnung vollständig beziehungsweise größtenteils selbst erledigen. Das Interesse am Outsourcing ist also geringer. Trotzdem gehört die Entgeltabrechnung zu den Top 5 der HR-Aufgaben, die vollständig beziehungsweise größtenteils ausgelagert sind.  

Wenn es darum geht, auch die vorgelagerten Aufgaben der Lohn- und Gehaltsabrechnung (d.h. die Erfassung und Eingabe von Daten wie Abwesenheiten, Prämien und Zulagen) auszulagern, liegt Belgien an der Spitze, dort greifen 26,1 Prozent der Unternehmen ganz oder überwiegend auf Dienstleistungen Dritter zurück. Deutschland ist mit 13,1 Prozent Drittletzter vor der Schweiz, die mit 5,9 Prozent das Schlusslicht bildet. Die Unternehmen heben verschiedene Vorteile als Grund für ihre Entscheidung hervor, die eigene Entgeltabrechnung auszulagern. Dabei nennen sie vor allem den geringeren Verwaltungsaufwand (36,9 Prozent), die gesicherte Kontinuität der HR-Aktivitäten (29,7 Prozent) und die Möglichkeit für Mitarbeiter, sich mehr auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren (27 Prozent).

„Kontinuität bei HR-Aktivitäten ist hervorragend. Wenn beispielsweise bei unseren Kunden im HR-Team jemand krank wird oder das Unternehmen verlässt, hat das keine Auswirkungen auf die Entgeltabrechnung. Alles ist gut dokumentiert und in den sicheren Händen von SD Worx“, sagt Weber.


Vergütungspolitik flexibler gestalten 
Darüber hinaus zahlen laut Umfrage viele Unternehmen (49,4 Prozent europaweit, 51,7 Prozent in Deutschland) ihren Mitarbeitern nur feste Gehälter. Einige Arbeitgeber (42,8 Prozent europaweit, 44,7 Prozent in Deutschland) planen jedoch, ihre Vergütungspolitik flexibler zu gestalten. Setzen deutsche Arbeitgeber auf variable Gehälter und Benefits, fügen sie dem Paket mehrere Leistungen hinzu. Die Top 3 sieht dabei wie folgt aus: Von den Unternehmen zahlen 67,4 Prozent Prämien, Boni und Provisionen. Bei 39,8 Prozent von ihnen gibt es in Bezug auf die eigene Mobilität einige Vorteile und Zulagen. Weitere 32,8 Prozent schließen für Mitarbeiter unterschiedliche Versicherungen ab.
Eine flexiblere Vergütung von Arbeitnehmern ist in der Liste der Prioritäten europäischer Unternehmen an vorletzter Stelle zu finden. Das heißt auch, nur wenige von ihnen bieten aktuell eine Auswahl an Belohnungen an, die zu den individuellen Lebensphasen, Präferenzen und Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter passen. So stellt kaum ein Unternehmen (6,8 Prozent europaweit, 8,9 Prozent in Deutschland) seinen Mitarbeitern ein freies Budget für Benefits bereit, die ihnen wichtig sind, wie zum Beispiel technische Geräte oder eine zusätzliche soziale Absicherung.
„Im Kampf um Talente gibt es noch eine Reihe von Anreizen, die fast niemand in Aussicht stellt, wie beispielsweise individuelle Belohnungen. Wir von SD Worx sind davon überzeugt, dass mehr Flexibilität im HR-Bereich essenziell ist. Der Erfolg und das Wachstum eines Unternehmens hängen in Zukunft von seiner Fähigkeit ab, sich schnell und problemlos an Veränderungen anzupassen. Personalabteilungen spielen dabei natürlich eine entscheidende Rolle. Daher sollten sie individuelle Ansätze für ihre Arbeitsweise entwickeln und fortlaufend befolgen, die sie flexibel und agil machen. Oder anders gesagt: Sie müssen in ihren Aktivitäten zunehmend freier werden“, so Weber.


Veranschaulichen lässt sich das an einem Bild. Idealerweise agieren Personalabteilungen wie Menschen, die einen Hula-Hoop-Reifen hochhalten. Sie kombinieren eine solide Basis (dazu gehört zum Beispiel die Entgeltabrechnung) mit freien Bewegungen (die unter anderem die individuellen Belohnungen symbolisieren). Die Umfrage macht allerdings deutlich, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist. In den kommenden Wochen und Monaten wird SD Worx weitere Informationen zum Thema Flexibilität im HR-Bereich und bei der Entgeltabrechnung veröffentlichen.

Über die Umfrage
Die Online-Umfrage „The Future of Work and People in Europe – Fluid as Hula-Hoop Shaking 2020” hat SD Worx im Juni 2020 durchgeführt. Im Laufe von mehreren Wochen gelang es dem Payroll- und HR-Service Provider, insgesamt 3.000 Unternehmen aus elf europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien und Vereinigtes Königreich) für die Teilnahme zu gewinnen. Mit dabei waren kleine Unternehmen (weniger als 100 Mitarbeiter) bis hin zu großen Unternehmen (mehr als 1.000 Mitarbeiter) und zusammen repräsentierten sie alle vier Wirtschaftssektoren.

Quelle: SD Worx
Beitragsbild: Pixabay

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