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Eingestaubte Kommunikation vergrault Millennials

Digital, vernetzt und kommunikativ - gestatten, Millennial! Die Generation der zwischen 1981-1997 Geborenen macht heute den weitaus größten Anteil der Arbeitnehmer aus und bereiten ihren Chefs neben guter Leistung vor allem eins: Kopfzerbrechen. Die bange Frage lautet: Wie kann man ihren hohen Ansprüchen gerecht werden, um sie als Leistungsträger im Unternehmen zu halten? Eine aktuelle Studie von TechSmith in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen OnePoll verdeutlicht, dass das Thema Kommunikation am Arbeitsplatz dabei eine entscheidende Rolle spielt – und von Unternehmen in den seltensten Fällen berücksichtigt wird.

Bild vs. Text: Hohes Potenzial für Unternehmen

„Soziale Plattformen wie Facebook oder Instagram erfreuen sich unter anderem deshalb so großer Beliebtheit, weil sie auf visuellen Content setzen“, erläutert Wendy Hamilton, CEO von TechSmith. „Das ist kaum verwunderlich – visuelle Elemente erleichtern die Kommunikation und sind oft aussagekräftiger als umständliche Texte. Vor allem im Arbeitsalltag, wo Informationen prägnant und effizient vermittelt werden müssen, bieten sie hohes Potenzial. Unternehmen sind in der Pflicht: Sie müssen mit modernen Tools und Hilfsmitteln die notwendigen technischen Voraussetzungen schaffen, damit sich eine stärker visuell orientierte Kommunikation etablieren kann.“
 
Gemäß der Studie teilen vor allem Millennials diese Ansicht: Mehr als 64 Prozent gaben an, Informationen schneller zu verstehen, wenn diese visuell – beispielsweise in Form eines Erklärvideos oder Screenshots – vermittelt werden. 58 Prozent behalten die Informationen auf diese Weise zudem besser in Erinnerung.
 
Erwartung vs. Realität: Die Herrschaft der Texte

Trotz dieser Ergebnisse bemängelt nahezu die Hälfte (44 Prozent) der befragten Millennials, dass die Kommunikationsmethoden ihres Unternehmens veraltet seien. 47 Prozent gaben an, dass der interne Informationsaustausch auf die reine Textebene und das Schreiben von Emails beschränkt sei. Mit teils erheblichen Folgen: 43 Prozent gaben an, dass sie sich durch die starren Kommunikationsprozesse innerhalb ihres Unternehmens demotiviert fühlten.
 
Der wissenschaftliche Beweis: Die Macht der Bilder

Die wissenschaftlichen Untersuchungen im Rahmen der Studie mit mehr als 100 Probanden zeigen, dass ein Einbeziehen visueller Inhalte nicht nur jungen Arbeitnehmern entgegenkommt, sondern fast allen Angestellten dabei hilft, Informationen besser, schneller und nachhaltiger zu verarbeiten.
 
Zwei Drittel (67 Prozent) der Mitarbeiter konnten die im wissenschaftlichen Versuch gestellten Aufgaben schneller erledigen, wenn sie zur Vorbereitung Screenshots, Screencasts oder Videos statt reiner Textanweisungen erhielten. Zudem waren sie motivierter als die Mitarbeiter, die lediglich Textanleitungen erhalten hatten. Im Schnitt wurden die visuell vermittelten Informationen pro Aufgabe um 7 Prozent schneller aufgenommen. Die Genauigkeit beim Verständnis verbesserte sich um 8 Prozent, sobald Text und Bild kombiniert wurden, und um 6 Prozent beim Einsatz von Videos.
 
„Weit über die Hälfte des menschlichen Gehirns ist an der Verarbeitung optischer Reize beteiligt“, erläutert Dr. Alastair Goode, Kognitionswissenschaftler und Forschungsleiter der Studie. „Unsere Ergebnisse belegen, dass die Einbindung visueller Elemente in einem Geschäftsszenario zu einem tieferen Verständnis und erhöhter Aufmerksamkeit beim Adressaten führt.“
 
Wendy Hamilton ergänzt: „Eine Verbesserung von 7 oder 8 Prozent pro Aufgabe erscheint zunächst nicht viel, summiert sich jedoch aufgerechnet auf einen ganzen Arbeitstag oder gar ein ganzes Arbeitsjahr pro Mitarbeiter erheblich. Eine stärker visuell orientierte Kommunikation kann damit einen erheblichen Teil zu einem effizienteren Informationsaustausch innerhalb eines Unternehmens beitragen."
 
Weitere Informationen und Hintergründe zur Studie: TechSmith Blog

Über die Studie
Die Ergebnisse sind Teil der Studie “Kommunikationsverhalten am Arbeitsplatz” von TechSmith und OnePoll, die sich in zwei Teile gliedert – eine repräsentative Umfrage unter 4.500 Büroangestellten aus sechs Ländern sowie eine wissenschaftliche Untersuchung mit 125 Büroangestellten unter Leitung des britischen Kognitionswissenschaftlers Dr. Alastair Goode. 
 
Quelle: TechSmith
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