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Ein Drittel der europäischen Arbeitnehmer ist mit der Mitarbeiterführung unzufrieden

Laut einer aktuellen Studie von ADP (Automatic Data Processing) ist exakt ein Drittel (33 Prozent) der europäischen Arbeitnehmer nicht mit der aktuellen Qualität ihrer Mitarbeiterführung zufrieden. Zudem gehen 37 Prozent davon aus, dass ihr Vorgesetzter nicht in der Lage ist, ihr volles Potenzial zu erkennen. Dies sind Ergebnisse einer Untersuchung, für die mehr als 2.000 Beschäftigte in Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Großbritannien befragt wurden.

Das Gefühl, nicht verstanden zu werden, geht über die direkten Vorgesetzten und das Management hinaus. 46 Prozent gaben an, ihr Arbeitgeber verstehe ihr Potenzial nicht. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) der Befragten gab an, das Gefühl zu haben, lediglich als Nummer wahrgenommen zu werden.

"Management und Führungskräfte haben einen unmittelbaren und spürbaren Einfluss auf die Motivation ihrer Mitarbeiter", sagte Steven van Tuijl, Managing Director ADP Germany & Poland. "Unsere Untersuchungen haben dokumentiert, dass Unternehmen hier immer noch Fehler machen - dies sollte zu denken geben. Es ist wichtig, dass Manager, Führungskräfte und HR-Teams sich die Zeit nehmen, ihre Mitarbeiter richtig zu verstehen. Nur wer um die Fähigkeiten und die Wünsche seiner Angestellten weiß, kann sie inspirieren, fördern und motivieren, was wiederum deren Produktivität steigert und so zum Erfolg des gesamten Unternehmens beiträgt."

Andere Gründe für Unzufriedenheit

Ein Mangel an Verständnis seitens der Arbeitgeber und des Managements ist nicht die einzige Ursache für die Unzufriedenheit von Mitarbeitern mit ihrem Arbeitsplatz. So fühlte sich ein Drittel der Mitarbeiter (34 Prozent) im vergangenen Jahr bei der Arbeit unsicher, vor allem aufgrund von Defiziten im Gesundheitsschutz und bei der Arbeitssicherheit oder wegen aggressiver Kunden. Ein Großteil der Arbeitgeber hat laut Umfrageteilnehmern keine adäquaten Prozesse implementiert, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter sicherzustellen; lediglich ein Viertel (26 Prozent) bietet für die Belegschaft einen Feedback-Prozess, über den Bedenken kommuniziert werden können. Immerhin 43 Prozent offerieren zumindest Gesundheits- und Sicherheitsschulungen.

Fehlende Unterstützung durch das Unternehmensmanagement, zu viel Stress, gestörte Beziehungen zwischen Kollegen oder schlechte Arbeitsbedingungen waren für knapp die Hälfte der Beschäftigten (44 Prozent) der Anlass, sich letztes Jahr bei der Arbeit unwohl zu fühlen. Nur wenige Unternehmen bieten für ihre Mitarbeiter Maßnahmen zur Förderung des psychischen Wohlbefindens wie Achtsamkeitstrainings (13 Prozent), Kurse zum Abbau unbewusster Voreingenommenheit (10 Prozent) oder adäquate Beratungsdienste (20 Prozent).

"HR-Teams können auf eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen zurückgreifen, um das Wohlbefinden, die Sicherheit und die Zufriedenheit von Mitarbeitern an ihrem Arbeitsplatz zu steigern", so van Tuijl weiter. "Es ist wichtig, jedem einzelnen Mitglied der Belegschaft die Möglichkeit zu geben, sein physisches und psychisches Wohlbefinden zu verbessern. Daher es ist unerlässlich, sich die Zeit zu nehmen herauszufinden, wie man dies am besten erreichen kann."

 

Zur Studie

Die Befragung wurde online im April 2018 von ADP und Circle Research unter 2.518 Mitarbeitern in fünf Ländern (Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Niederlande und Italien) durchgeführt. Dabei wurde bei den Teilnehmern ein repräsentativer Querschnitt auf Basis der Gesichtspunkte Alter, Geschlecht, Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigung, Gehaltsgruppe und Betriebszugehörigkeit ausgewählt.

Quelle: ADP
(Foto: SFIO CRACHO/Fotalia)

Weitere spannende Beiträge rund um das Thema Mitarbeiterführung finden Sie auch in der kommenden HR Performance 5/2018.

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