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Beständiges Lernen notwendig

Wichtig ist, den betrieblichen und personellen Bedarf genau zu analysieren. Wo gibt es Diskrepanzen zwischen Anforderungen und Know-how? Wie können Wissenslücken geschlossen werden – reicht die interne Bereitstellung und Weitergabe von Lerninhalten oder bedarf es externer Trainings und Schulungen?

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Foto: ©AdobeStock/Vitalii Vodolazskyi

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Derzeit kann in Deutschland mehr als jedes zweite Unternehmen nicht alle offenen Stellen besetzen, was laut DIHK ein Rekordwert ist und den Erfolg wichtiger Zukunftsaufgaben gefährde, wie beispielsweise die Digitalisierung oder die Energiewende.

Laut Bitkom sehen demnach 74 % der Unternehmen den Fachkräftemangel als größte Herausforderung an; er verschärft den „War for Talents“ und fordert gleichzeitig Arbeitgeber wie Arbeitnehmende, in kontinuierliche Weiterbildung zu investieren. Henri Schmidt, der als Senior Director Implementation & Business Development Germany & Poland bei ADP in engem Kontakt mit Kunden steht, kommentiert:

„Die Arbeit wird in Zukunft nicht weniger werden, es werden jedoch andere Qualifikationen benötigt. Laut ADP-Studie sprechen knapp 27 % der Deutschen nicht mit Ihrem Arbeitgeber über die berufliche Weiterentwicklung. Fast genauso viele besprechen auch Fähigkeiten und Ausbildungsanforderungen nicht mit ihren Vorgesetzten. Dies sind besorgniserregende Zahlen, die zeigen, dass der Weiterbildungstrend nicht ausreichend gelebt wird. Egal, ob Mitarbeitende neu im Unternehmen sind, ihren nächsten Karriereschritt planen, sich in ihrer derzeitigen Position weiterentwickeln wollen, oder plötzlich eine Rolle ausfüllen müssen, für die sie sich nicht beworben haben – kontinuierliche Verbesserung ist der Schlüssel, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wichtig ist, den betrieblichen und personellen Bedarf genau zu analysieren. Wo gibt es Diskrepanzen zwischen Anforderungen und Know-how? Wie können Wissenslücken geschlossen werden – reicht die interne Bereitstellung und Weitergabe von Lerninhalten oder bedarf es externer Trainings und Schulungen? Führungskräfte sollten individuelle Lernpfade erstellen, um die persönliche und berufliche Weiterentwicklung aller Mitarbeitenden zu fördern. Arbeitgeber wie Arbeitnehmende können bei der beruflichen Weiterbildung auch durch Gesetze wie das Arbeit-von-morgen-Gesetz oder das Qualifizierungschancengesetz unterstützt werden.

Für viele Unternehmen ist es eine Erleichterung, durch einen erfahrenen Partner bei den Herausforderungen unterstützt zu werden. In Zusammenarbeit lässt sich das Instrument der Weiterbildung durch Lern- und Entwicklungsprogramme optimal einsetzen, um zielgerichtet und effizient Lernaktivitäten zu verwalten, durchzuführen, und zu messen.

Investitionen in berufliche Weiterbildung tragen dazu bei, den Optimismus auch in ungewissen Zeiten nicht zu verlieren. Mitarbeitende und Arbeitgeber sind gefragt, den Blick nach vorne zu richten.“

Quelle: ADP

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