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Deutsche Personalabteilungen am technisch versiertesten

Die Personalabteilungen stehen vor großen Herausforderungen. In den nächsten Jahren wird eine Vielzahl der Mitarbeiter der Babyboom- Generation in den Ruhestand gehen, aber weniger Fachkräfte werden nachrücken. Die Einbindung neuester Technologien in Personalprozesse, eine enge Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung sowie ein ganzheitliches Talentmanagement müssen daher an der Spitze der Prioritäten von Personalverantwortlichen stehen.


In Zeiten des demografischen Wandels wird deutlich, dass die technikaffinen Millennials andere Ansprüche an den Arbeitgeber stellen als ihre Vorgänger. Die Herausforderung für die Personalabteilung besteht darin, eine digitale Arbeitserfahrung zu schaffen und im selben Augenblick die Erwartungen und Bedürfnisse der gleichzeitig agierenden Mitarbeitergenerationen zu erfüllen. Dazu sind neueste Technologien und eine Personalabteilung, die gewillt ist diese zu implementieren, notwendig. 


Eine neue Studie der International Data Corporation (IDC) im Auftrag von ADP zeigt in diesem Kontext, dass die Nutzung von softwarebasierten Lösungen bereits auf dem Vormarsch ist. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen in Deutschland nutzt derzeit Anwendungen von Drittanbietern oder intern entwickelte Software für die Abwicklung ihrer Personalprozesse wie Personalabrechnung, Mitarbeiterverwaltung oder Talentmanagement. Besonders kommerzielle Anwendungen liefern ein dringend erforderliches Maß an Standardisierung und Skalierbarkeit. Deutlich wird jedoch ebenfalls, dass auch manuelle Prozesse noch vermehrt Verwendung finden. So wird die Personalabrechnung von 18 Prozent und Talentmanagement sogar von 24 Prozent der deutschen Unternehmen manuell bearbeitet. Die am wenigsten populäre Methode ist laut Studie das Outsourcing. 


"Dabei bietet Outsourcing gerade für Personalabrechnungen viele Vorteile. Denn sie müssen stets revisionssicher und datenschutzkonform erstellt und archiviert werden. Gerade nach Inkrafttreten der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung im Mai 2018 wird es mehr denn je darauf ankommen, den Überblick über alle Gesetzesänderungen zu behalten, um hohen Strafzahlungen zu entgehen", erklärt Steven van Tuijl, Managing Director & General Manager Germany der ADP Employer Services GmbH. 


Laut der Umfrage von IDC findet außerdem eine Veränderung der Beziehungen zwischen Personalwesen und IT-Abteilungen statt. Im europäischen Vergleich nehmen die IT-Abteilungen deutscher Unternehmen bereits eine wesentlich wichtigere Bedeutung sowie Entscheidungsrolle ein. Neue Technologien übernehmen so mehr und mehr soziale und kollaborative Funktionen. Mitarbeiter möchten unter anderem verstärkt Unternehmenslösungen auf die gleiche Art und Weise nutzen, wie sie Technologie in ihrem Privatleben nutzen. 


Bei 33 Prozent der befragten Betriebe in Deutschland ist die IT-Abteilung signifikant involviert, wenn es um die Anschaffung neuer HCM-Lösungen geht. Und die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen IT und Personalabteilung wird in den kommenden Jahren weiter dramatisch zunehmen. Unternehmen haben erkannt, dass moderne Technologien die Personalabteilung von administrativen Routineaufgaben entlasten, damit diese sich verstärkt auf strategischere Aufgaben konzentrieren können. Dazu gehört der Aufbau und die Pflege von Talent-Pools, die Stärkung der Arbeitgebermarke und die Förderung von Talenten. Belegt durch die Studie werden diese wertschöpfenden Tätigkeiten immer wichtiger. Für die befragten Personalverantwortlichen nimmt die Karriereplanung mit 49 Prozent den ersten Platz ein, gefolgt von Talentmanagement (48 %), Schulung & Weiterbildung (47 %) sowie Personalbeschaffung (43 %).

 Diese und weitere Ergebnisse der IDC-Studie wurden in einem Whitepaper zusammengefasst, welches über folgenden Link heruntergeladen werden kann. Insgesamt wurden 2.022 Entscheidungsträger und Einflussnehmer im Personalwesen aus acht europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Spanien, Schweiz und Großbritannien) nach ihren Prioritäten und Erwartungen in Bezug auf die Zukunft des Human Capital Management befragt. In Deutschland nahmen 341 Unternehmen an der Umfrage teil.

Quelle: ADP

(Foto: © sdecoret/Fotolia)