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Azubi-Recruiting: Kandidatenauswahl via Schulnoten ist überholt

Laut der Studie „Azubi-Recruiting Trends 2015“1 nehmen noch immer die meisten Unternehmen eine erste Selektion potenzieller Azubis auf Basis der Schulnoten vor. Für 57 % der befragten Ausbildungsverantwortlichen zählen Schulnoten demnach immer noch als wichtiger Aspekt bei der Vorauswahl der Bewerber. Und das, obwohl nur ein Drittel der Befragten glaubt, dass Schulnoten aussagekräftig sind im Hinblick auf den Ausbildungserfolg. Zeit für ein Umdenken bezüglich der Auswahlkriterien, denn auch für das neu gestartete Ausbildungsjahr 2016 sind derzeit noch über 172.000 Ausbildungsplätze unbesetzt.


Schulnoten müssen an Bedeutung verlieren In Zeiten von demografischem Wandel, Trend zur Akademisierung und veränderter Mediennutzung der Jugendlichen müssen Betriebe regelrecht um geeignete Azubis kämpfen. Um im Wettbewerb um die Auszubildenden bestehen zu können, müssen Unternehmen auch ihre Wege zur Rekrutierung von Auszubildenden modernisieren, wenn sie Jugendliche frühzeitig an sich binden und vor allem auch langfristig im Unternehmen halten wollen. Prof. Dr. Daniela Eisele, Professorin für Personalmanagement an der HSBA Hamburg School of Business Administration, ist der Meinung, dass mehr auf die Persönlichkeit und Motivation der Jugendlichen geschaut werden sollte als auf die Schulnoten: „Wenn eher auf Einserschnitte geschaut wird anstatt auf Neigung, Motivation und Eignung für den Beruf, dann ist es nicht verwunderlich, dass die Passung nachher auch nicht da ist."


Bewerber möchten Berufe erlernen, die sie wirklich interessieren Auch die Bewerber möchten nicht nur nach Schulnoten beurteilt werden. So bevorzugen inzwischen knapp 60 % der befragten Auszubildenden bzw. Bewerber der Studie „Azubi-Recruiting Trends 2015“ bezüglich der Erstauswahl eher ein eigenes Testverfahren von Unternehmen statt der Selektion nach Schulnoten. Knapp zwei Drittel ist es bei der Wahl des Ausbildungsberufes am wichtigsten, dass der Beruf zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.