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Ausbildungsmarkt: Die Deutschen legen Wert auf Qualität und Fachkompetenz

19.06.2017

Das Thema Ausbildung liegt pünktlich zum Ende des Schuljahres in aller Munde. Die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit zum Ausbildungsstellenmarkt im Mai 2017 zeigt 237.993 unbesetzte Ausbildungsstellen – und mehr als 200.000 unversorgte Bewerber. Rein rechnerisch sollte die Ausbildungssuche also kein Problem in Deutschland darstellen, denn laut Statistik gibt es für jeden Bewerber mindestens eine Ausbildungsstelle. Aber worauf kommt es Jugendlichen bei einer Ausbildungsstelle wirklich an? Und worauf legen Sie bei der Suche den größten Wert?

 

Schnelle Unabhängigkeit wichtiger als Übernahme nach Abschluss

 

Wie die Umfrage von Jobrapido, der führenden Jobsuchmaschine, zeigt, wissen die Deutschen genau, was sie von einer Ausbildung erwarten und warum sie sich für einen Ausbildungsplatz entscheiden würden: Mehr als der Hälfte (53%) ist es vorrangig wichtig, durch die Ausbildung schneller unabhängig sein und auf eigenen Beinen stehen zu können. Ganze 64 Prozent der Deutschen würden sich vor allem für Ausbildung statt Studium entscheiden, weil sie dadurch sofort praktische Erfahrungen im Unternehmen oder Betrieb sammeln können. Aber auch das Thema Geld an sich spielt eine wichtige Rolle bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz – 46 Prozent der Umfrageteilnehmer legen darauf großen Wert. Die Chance, nach Abschluss der Ausbildung vom Unternehmen oder Betrieb übernommen zu werden, ist hingegen für nur 42 Prozent eine Priorität.

 

Bei der Ausbildung selbst ist die Fachkompetenz des Ausbilders für viele (39%) der wichtigste Faktor. Aber auch ein gutes Betriebsklima wird von immerhin 28 Prozent als entscheidender Aspekt gesehen. Anders als es die oben genannten Prioritäten bei der Ausbildungsplatzsuche nahe legen, ist den Deutschen beides während der Ausbildung sogar wichtiger als das Gehalt: Nur zehn Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass die Bezahlung für sie der wichtigste Part der Ausbildung sei.

 

Kreative und soziale Berufe sind die Favoriten

 

Die Deutschen wissen jedoch nicht nur, was sie von der Ausbildungsstelle erwarten. Im Gegenteil: Sie haben sie genauso klare Vorstellungen davon, wie eine Ausbildung nicht sein sollte. Passt sie letztlich nicht zu den eigenen Ambitionen oder Interessen, würden 70 Prozent die Stelle sogar ablehnen. Eine bereits begonnene Ausbildung würden die meisten Umfrageteilnehmer zudem dann abbrechen – oder anderen raten, die Ausbildung abzubrechen –, wenn die angestrebte berufliche Richtung nicht wirklich passt (62%), die Ausbildung von geringer Qualität ist (60%) oder das Betriebsklima nicht stimmt (56%). Rund jeder vierte Deutsche (26%) würde ein Studium einer Ausbildung vorziehen, wenn ein ursprünglich angestrebter Studienplatz frei geworden ist. Weitere 20 Prozent würden ein Studium einer Ausbildung immer vorziehen.

 

Mit 21 Prozent halten die meisten Umfrageteilnehmer eine Ausbildung im kreativen Umfeld für am interessantesten, dicht gefolgt von sozialen Berufen (16%). Weitere beliebte Ausbildungsfelder sind kaufmännische Berufe (13%) sowie Pflege- und Handwerksberufe mit jeweils 11,5 Prozent. Weit weniger interessant sind hingegen Ausbildungsberufe im Bereich Ernährung und Gastronomie mit nur knapp vier Prozent.

 

„Unsere Umfrageergebnisse unterstreichen, dass die Ausbildung nach wie vor als vorteilhafte Möglichkeit für den Einstieg ins Berufsleben gesehen wird“, so Rob Brouwer, CEO von Jobrapido. „Wer heute nach einem Ausbildungsplatz sucht, hat hohe Ansprüche an die Ausbildung. Sie wollen schnell auf eigenen Beinen stehen und erwarten eine Ausbildung mit Qualität. Unternehmen, die ihren Azubis dies bieten können, schaffen beste Voraussetzungen, um auch in Zukunft motivierte und kompetente Nachwuchskräfte ins Unternehmen zu holen.“

 

 


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