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Airbus Group unterstützt Entwicklung innovativer Lösungen für Menschen mit Behinderungen

Die Airbus Group war vom 19.-21.Oktober Gastgeber des ersten ‘Fabrikariums’ zum Thema Behinderungen im Lycée Airbus in Toulouse.

Das ‘Fabrikarium’ bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen an einem Ort zusammen, um für Menschen mit Behinderungen innovative Lösungen zu entwickeln, welche sich einfach und mit minimalem Kostenaufwand in Eigenregie nachbauen lassen. Ziel dieser Initiative ist es, die innovativsten Technologien einer möglichst großen Zahl von Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen und ihre Lebensqualität dadurch deutlich zu verbessern.

An den drei Tagen der Veranstaltung kamen rund 100 Teilnehmer zusammen, die ihr Know-how und ihre Fähigkeiten in mindestens neun Projekte des Verbands „My Human Kit“ (MHK) einbrachten. Dieser unabhängige Verband fördert die Selbsthilfe von Behinderten durch die Entwicklung bezahlbarer Prothesen und Hilfsmittel, welche digitale Fertigungstechnik und ein Do-it-Yourself-Prinzip miteinander kombinieren.

An der Veranstaltung beteiligten sich 44 Mitarbeiter der Airbus Group aus ganz Europa, sechs Schüler des Lycée Airbus, Prototyping-Spezialisten von MHK und Mitarbeiter aus anderen Unternehmen. In gemeinsamer Arbeit entwickelten und bauten sie Prototypen mit herkömmlicher und digitaler Ausrüstung wie 3D-Druckern oder Laserschneidtechnik und Laserschneidern.

„Wir sehen die Vielfalt als Quelle der Kreativität und Innovation. Mit dieser wichtigen Veranstaltung bringen wir Menschen zusammen, die sich für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen engagieren, um das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern“, sagte Thierry Baril, Chief Human Resources Officer von Airbus Group und Airbus. „Das Zusammenbringen von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Profilen trägt auch dazu bei, die Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen positiv zu verändern. Nach meiner Auffassung macht diese Vielfalt im Arbeitsleben den Unterschied aus“, ergänzte er.

Das ‘Fabrikarium’ konzentrierte sich auf neun Projekte, in denen es um den Einsatz von technischen Hilfen im Leben von Menschen mit Behinderungen geht:

Print my leg: Entwicklung passgenauer ästhetischer Beinprothesen dank neuer Technologien und Werkstoffe (3D-Druck, Titan…) und Eigenbaulösungen zur Personalisierung eines Beins.

Open Wheelchair : ein Rollstuhl aus Standardteilen mit Bauanleitung für Entwicklungsländer, einschließlich für Rollstühle mit Elektroantrieb.

Binoreille: eine kostengünstige Hörhilfe für Menschen mit einseitiger Taubheit, um Knochen-Implantate zu vermeiden.

Sonar Glove: ein portables Radarsystem für Blinde oder Sehbehinderte, das im Eigenbau weniger als 50 EUR kostet. Die Erfassung von Hindernissen erfolgt durch Handschwingungen.

Bionicohand: eine erschwingliche bionische Handprothese, die selbst repariert werden kann, von Muskelsensoren gesteuert wird und mit einem Feedback-System zum „Erfühlen“ von Objekten ausgestattet ist.

Ganesh: eine auf Open Source basierende Prototypenplattform mit der Möglichkeit, Hörgeräte zu erfinden, zu verbessern oder nachzubauen.

Shiva: Entwicklung einer Handprothese, die sich in ein Kunstwerk oder Werkzeug verwandeln lässt (Papier, 3D-Druck), mit abnehmbarem Handgelenksystem.

Braille Rap: Umbau eines 3D-Druckers in eine Brailleschriftmaschine mit Verwendung von Standardpapier (Papier, Karton…).

From Scratch: Brainstorming für neue technische Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung, offene Innovation und soziales Unternehmertum zur Entwicklung neuer Wirtschaftsmodelle.

Am 18. November werden die bei der Fabrikarium entwickelten Prototypen in Toulouse präsentiert. Journalisten sind herzlich eingeladen auf Anfrage.