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1.000 Interim Manager berichten über Marktentwicklung in Deutschland

Die Studie „Interim Management in Deutschland 2018“ zeigt eine sehr positive Stimmung im Markt. 2,04, das ist die Schulnote, die die an der Umfrage teilnehmenden 997 Interim Manager dem Jahr 2017 geben. Für 2018 sieht es noch rosiger aus, erstmalig erwarten die IM eine 1A-Entwicklung, 1,99 ist der ermittelte Durchschnittswert. „Im Interim Management-Markt ist derzeit mächtig Feuer im Ofen“, so Ludwig Heuse, Inhaber und Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH.

IM-Provider vergrößern deutlich ihren Marktanteil, Interim-Manager-Eigenakquise auf historischem Tiefstand, „Robo-Direktvermittler“ stagnieren. Seit fünf Jahren steigern die Provider kontinuierlich ihren Marktanteil – von 31 Prozent im Jahr 2013 auf 43 Prozent im Jahr 2017 –, ein klares Zeichen für die zunehmende Professionalisierung des IM-Geschäftes. Parallel fiel der Anteil der Eigenakquise durch die Interim Manager (proaktiv und passiv) von 33 Prozent auf nur noch 25 Prozent, Ursache hierfür auch die gut laufende Konjunktur, in der Projekte qualifizierten Interim Managern eher „angetragen“ als mühsam im Markt „erjagt“ werden müssen. Die Voraussagen über die zunehmende Verdrängung der Provider durch digitale Robo-Direktvermittler und Online-Jobbörsen haben sich nicht erfüllt. Deren Marktanteile stagnieren seit Jahren und lagen im Jahr 2017 zusammen bei nur 4 Prozent. „Der Trend in Richtung Provider bei der Vermittlung qualifizierter Interim Manager überrascht mich nicht“, so Heuse. „Interim Management ist ein schnelles Geschäft und da reicht es nicht, Anforderungsprofile der Nachfrager und Angebotsprofile der Interim Manager irgendwo ins Netz zu stellen, sondern der Treiber und Vermittler ist gefragt – und das ist die Rolle der Provider – um die Parteien zusammen und die jeweiligen Interessen in Einklang zu bringen“. Das passt zu den Ergebnissen der Studie: 940 der teilnehmenden IM sehen über die nächsten fünf Jahre die Bedeutung der Eigenakquisition und die der Provider bei der Generierung von Neugeschäft steigen und die der Robo-Direktvermittler sinken, der menschliche Faktor zählt also auch weiterhin.

Rund 20 Prozent der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Projekte liefen im Ausland. Interim Management ist also ein echtes Exportprodukt. Wichtigste Märkte sind die Schweiz mit 16 Prozent der reporteten IM-Projekte gefolgt von Österreich mit 11 Prozent, sicher auch, weil die gemeinsame Sprache die Projektakquisition in diesen nahen Märkten erleichtert. Als nächstgrößerer Auslandsmarkt folgt mit 8 Prozent das entfernte China. „Size matters“, kommentiert Heuse.

Digitalisierungsdruck steigt mit der Nähe zum Endverbraucher (B2C ↑ = Digitalisierung ↑), lautet die Einschätzung der befragten Interim Manager in Bezug auf ihre jeweiligen Schwerpunktbranchen. Denn der private Kunde – weit mehr als der industrielle – ist es, der seine Bankgeschäfte und Einkäufe inzwischen weitgehend online abwickelt und somit Banken, Handel und die damit verbundene Logistik zwingt, ihre Dienste voll digitalisiert anzubieten. Hier bieten sich große Projektchancen für auf den digitalen Wandel spezialisierte Interim Manager.

Quelle: Ludwig Heuse GmbH

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